Verarsch mich doch (30)

Die Telekom reiht sich problemlos ein in die endlose Liste dummer Unternehmen, die Neukunden umgarnen und Bestandskunden mit Ignoranz strafen, um die sie sich erst zu bemühen beginnen, wenn sie gehen wollen. Fitnessstudios, mein Stromanbieter, jede Versicherung, der selbstherrliche Schlumpf von Schornsteinfeger. Jeder wird erst freundlich, wenn die Konkurrenz an der Ecke lauert. Denn eine … Weiterlesen Verarsch mich doch (30)

Verarsch mich doch (29)

Wer regelmäßig Sport betreibt, kommt an Diclofenac nicht vorbei. Jedenfalls wenn es Sport ist, der wirkt. Einen Trainingseffekt bringt. Muskeln reißen lässt. Kalorien verballert. Also im Prinzip alles, das nicht Walken ist, denn selbst Schach dürfte mehr Kalorien verbrennen als Walken, bei dem einige mit ihren Powerriegeln und zuckrigen Pseudo-Iso-Getränken am kunterbunten Nordic Walking-Gürtel locker … Weiterlesen Verarsch mich doch (29)

Lass mal netzwerken – Links vom 9. Juni 2015

  Manchmal fragen Leute, die hier mitlesen, ob sie irgendeinen Betrag für das Ding hier überweisen können. Geld. Monatlich. Halbjährlich. Oder so. Können Sie leider nicht. Aber wenn Sie am Monatsende Geld übrig haben, das Sie bettelnden Bloggern hinterher werfen können, geben Sie es doch einfach einer der unzähligen Initiativen für welche, die Hilfe brauchen, … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 9. Juni 2015

Kampf der Käseblätter

In Prenzlauer Berg tobt ein seltsamer Kampf und damit meine ich nicht die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung gelangweilter Kinderwagenmütter um die Eispreise von Hokey Pokey und die blockierten Gehwege, sondern es ist ein Kampf zweier Online-Kiezzeitungen um die Lufthoheit im Minderheitenblätterwald von Prenzlauer Berg. Na gut, wenn ich ehrlich bin, kriegt das außer mir keiner … Weiterlesen Kampf der Käseblätter

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (31)

Die Welt ist im Arsch, die Ratten gehen an Krücken. Lass uns gehen. Peter Strohm Der heutige Honk ist weiblich, dick, steht mit Entourage bei McDonalds an der Kasse und pöbelt. „Hungaaaaaa! Jeht dit nich schnella?! Maaaaaaaaaan!“ Ich habe sie schon am Eingang gehört und zunächst an eine ironische Performance gedacht. Frauen traut man ja … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (31)

Bier, ein geiler Laden und eine lange potthässliche Einleitung

Was kann man von einem Sessel lernen? Die Gelassenheit gegenüber jedem Arschloch.  Josef Hader Falls Sie einen erweiterten Bedarf danach haben, verrate ich Ihnen heute einmal, wie Sie mich ärgern können. Vergessen Sie Flüche auf meine fette Mutter, die sich an einem Dönerspieß dreht, Drohungen, mich bei meinem unfähigen Chef zu verpfeifen, Disses gegen meinen … Weiterlesen Bier, ein geiler Laden und eine lange potthässliche Einleitung

The confusing Jane Fonda of Kieser Training

Bei Kieser gibt es nicht nur klapprige Zombies im Winter ihres Lebens, sondern manchmal auch Menschen unter 40. In absoluten Ausnahmefällen sogar noch jüngere. Es fällt natürlich auf, wenn hier jemand die verbrauchte Luft mitatmet, der nicht so aussieht als hätte der Abdecker nebenan schon eine Kundennummer für ihn vergeben, weil augenscheinlich ist, dass es … Weiterlesen The confusing Jane Fonda of Kieser Training

Teddys Park aka Die Letzten

Letzter Rest – sie werden euch kriegenLetzter Rest – sie werden siegenLetzter Rest – werden Rächer sein Slime – Die Letzten Unterwegs im Thälmannpark. Okay, sieht nicht so ganz aus wie Prenzlauer Berg. Ist aber Prenzlauer Berg. Was steht da auf dem Schild? Ich kann es nicht lesen und muss raten: „Betreten des Rasens verboten“, … Weiterlesen Teddys Park aka Die Letzten

Lass mal netzwerken – Links vom 14. Dezember 2014

Ich hatte ursprünglich vor, meine Blogroll konsequent auf zehn Einträge zu begrenzen, da mich ausufernde Blogrolls eher abstoßen als anfixen, und wollte eigentlich neue Blogs immer nur dann aufnehmen, wenn einer der dort gelisteten verwaist und damit seinen Platz räumt. Selbstbeschränkung statt Maßlosigkeit. Irgendwie. Das ließ sich nicht durchhalten. An folgenden Blogs komme ich nicht … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 14. Dezember 2014

Alienation oder Pissed in Prenzlauer Berg (zu Dokumentationszwecken)

Ich habe vor kurzem in die Kommentarleiste eines befreundeten Bloggers getwittert. Betrunken. Mit dem Smartphone in der Hand auf dem Heimweg von irgendeinem Off-Kino in der Kastanienallee, in dem ein Film lief, den ich nicht vertragen habe. Müssen Sie nicht verstehen. Ist ein Insider. Und auch nicht witzig. Und noch weniger informativ. Zu Dokumentationszwecken und … Weiterlesen Alienation oder Pissed in Prenzlauer Berg (zu Dokumentationszwecken)

Motörhead in Bionadeland

  Good evening. We are Motörhead and we play Rock’n Roll. 16. November 2014. Motörhead spielt in Prenzlauer Berg. Ausgerechnet. Es gibt wohl keinen unpassenderen Bezirk dafür, keine Gegend ist so wenig Rock’n Roll wie dieser überdimensionierte Friedhof mit Ringbahnanschluss. Selbst Eberhard Diepgen und seine Zehlendorfer Frontstadtmumien verkörpern mehr Rebellion als meine Nachbarn. Die ganze … Weiterlesen Motörhead in Bionadeland

Lass mal netzwerken – Links vom 7. November 2014

Es ist schwer, dieser Tage der vereinten Meinungsmacht aus Politik und Journaille zu entkommen, die aus allen Rohren ein Streikrecht torpediert, das endlich einmal angemessen wahrgenommen wird und zwar genau in der Ausprägung, für die es angelegt ist. Denn natürlich muss so ein Streik weh tun, sonst bringt er ja nix. Wer nachts zwischen 2 … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 7. November 2014

Lass mal netzwerken – Links vom 14. Oktober 2014

Und die letzten Tage fiel mir folgendes auf: Zurück in Berlin: Premiere, doppeltAusgezeichnete Rezension eines wichtigen Films. Hier noch die weiteren Termine. Fakeblog: #ProblemeDagi: 10 Tweets und ein paar TippsDie Probleme der Jugend beim Shopping. Der Rechtschreibung nach zu urteilen müssen das die sein, die sich bei mir im Borgwürfel um einen Ausbildungsplatz bewerben. Frei-Blog: Hartz IV-Tagebuch (mehrere Texte unter diesem Label)Ich … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 14. Oktober 2014

Escort

Der Wind weht freundlich heute. Ich sitze am Hafen irgendeiner südfranzösischen Stadt. Es gibt Muscheln. Austern. Meeresschnecken. Gebratenen Barrakuda. Frittierte Sardinen. Karaffenweise Weißwein. Ich bin schon wieder besoffen wie schon seit Tagen, wie eigentlich jeden Abend, jeden Nachmittag bereits, um es ganz genau zu nehmen. Der französische Wein. Aus dem Schlauch. Der Gute. On ne … Weiterlesen Escort

Grusel mich doch, Schönefeld

Wir werden hier in Berlin noch einige Zeit etwas vom guten alten Flugplatz Schönefeld haben – inklusive seines Sauftouristenbombers easyjet, der hier ein ganzes Terminal belegt. Witze über den nie fertig werdenden neuen Flughafen werden auch langsam schal, je länger das Elend andauert. Dass diese Stadt nichts kann, weiß man inzwischen auch in Tokio, Alabama … Weiterlesen Grusel mich doch, Schönefeld

Lass mal netzwerken – Links vom 17. September 2014

Heute mit Vorwort, denn ich habe eine Mail bekommen, die ich mit Zustimmung vom Urheber wie folgt zitiere: „Moin Kieze, ich mag dich ja und lese dein Blog voll gerne, aber…“ (Na? Woher ist der Stil? Klar: Aus dem VHS-Seminar für Nachwuchsführungskräfte; hier: Modul 2 – Wie ich Kritik so verpacke, dass sich mein Mitarbeiter … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 17. September 2014

Verarsch mich doch (22)

Oh, Amazon schreibt: Guten Tag! Leider benötigen wir weitere Informationen für Ihr „Verkaufen bei Amazon“-Zahlungskonto. (…) Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Informationen bereitstellen, damit Sie weiterhin an unserem Programm Verkaufen bei Amazon teilnehmen können.  Wenn Sie die erforderlichen Informationen nicht innerhalb der nächsten 15 Kalendertage bereitstellen, können Sie Ihr „Verkaufen bei Amazon“-Zahlungskonto nicht … Weiterlesen Verarsch mich doch (22)

Das sinnloseste Gebäude der Welt: Der Schwerbelastungskörper

Gestatten? Das sinnloseste Gebäude der Welt. Der Schwerbelastungskörper. Seines Zeichens ein dickes Stück Beton auf den Berliner Sand gegossen, um zu testen, ob der den geplanten monumentalen Nazi-Triumphbogen im Zuge der Planungen zur Welthauptstadt Germania aushalten würde, ohne weg zu sacken. Er ist bis heute fast 20 cm eingesunken. Er hätte nur 5 cm einsinken … Weiterlesen Das sinnloseste Gebäude der Welt: Der Schwerbelastungskörper

Der letzte Rest ehrwürdiger Bieradel von Prenzlauer Berg

Letztens hab‘ ick beim Kacken jedacht, meine Oogen wär’n jeplatzt, dabei hat nur eena’s Licht ausjemacht.unbekannter Trinker Bierquelle. Randgebiet von Prenzlauer Berg. Dort, wo der letzte Pöbel des Bezirks wohnt. Der letzte Bieradel. Die letzten Jobcenter-Kunden. Die letzten ihrer Art. Gegenüber vom Mühlenkiez, dem kuscheligen Kiez, den das Fachblatt der örtlichen Immobilienwirtschaft eine dunkle Ecke … Weiterlesen Der letzte Rest ehrwürdiger Bieradel von Prenzlauer Berg

Lass mal netzwerken – Links vom 23. Juni 2014

Neues aus dem Feedreader, read this: Glumm: Das Blut anderer LeuteÜber den Dienst als Kriegsdienstverweigerer, ein abgetrenntes Raucherbein und jede Menge Blut, Gewebefetzen, Gedärm und Eiter. Alter… nee warte… Alteeer… wortwurm: Zivilcourage in der M10Die M10 ist tatsächlich die abstoßendste Straßenbahnlinie der Stadt. Mit dem abstoßendsten Publikum. Doch sie schreibt oft gute Geschichten. Wie die hier. Wo … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 23. Juni 2014

Rock im Park 2014 – Slayer, Slayer und Scheiße, es ist Slayer!

Guten Morgen Nürnberg. Es ist Sonntag und immer noch Festival. Bei mir im Hotel gibt es wieder Croissants zum Frühstück. Und Kaffee. Etwa die Hälfte der etwas zerknautscht aus der Wäsche schauenden Frühstücker sind Rock im Park-Besucher. Man erkennt sie an ihren gelben Bändchen, die sie nicht abnehmen dürfen, weil man sie ohne diese nicht … Weiterlesen Rock im Park 2014 – Slayer, Slayer und Scheiße, es ist Slayer!

Lass mal netzwerken – Links vom 28.05.2014

Exakt eine Woche ist seit der letzten Linkliste vergangen und es reicht wieder für eine. Read this: Zurück in Berlin: Abends auf der FensterbankHier verschenkt einer ein Stück feine Literatur. Ganz für umsonst. Candy Bukowski: Nur ein BlickAber ja, immer noch mehr davon. Schöne Texte. Toll. Wladimir Kaminer: Die Legende vom Goldenen BrötchenWenn feine Literatur, dann darf auch … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 28.05.2014

Lass mal netzwerken – Links vom 06.05.14

Zurück von der Ostsee, in Baumschulenweg gutes Sushi gegessen und ein paar schöne Links von unterwegs mitgebracht, viel Vergnügen: Kai Thrun: Shitstorms: Ein Mythos am Ende Kai räumt hinter den Shitstormern auf. Und wie Recht er hat. Juckt doch niemanden mehr. Das bisschen Twitter, ein paar hundert Shares auf Facebook der üblichen Multiplikatoren, auf die die … Weiterlesen Lass mal netzwerken – Links vom 06.05.14

Cao

Baumschulenweg, gehört das eigentlich noch zu Alt-Treptow oder ist das schon Schöneweide? Alt-Treptow kann es nicht sein, weil man hier in Baumschulenweg vergleichsweise gut essen kann. Und Gut essen ist ein Zustand, der sich mit Alt-Treptow prinzipi- und traditionell ausschließt. Dort bitte nur billigst, ranz-, salz- und fettig – gut ist da nachrangig. Es gibt … Weiterlesen Cao

Hunde scheißen auf eigene Gefahr

Wir sehen eine typische zugeschissene Fläche in Prenzlauer Berg und jemand, der offensichtlich noch nicht lange genug hier wohnt, um von der so beliebten wie unvermeidlichen Berliner Kackwurstparade zu wissen, mag sich nicht damit abfinden und schreibt erst einmal einen Zettel: Verstehe ich nicht. Was heißt „auf eigene Gefahr“? Selbstschussanlagen sehe ich keine und Panzerabwehrminen, … Weiterlesen Hunde scheißen auf eigene Gefahr

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (21)

Ich bin kein großer Freund von Warentrennern im Supermarkt. Früher ging es ja auch ohne. Hat man seinen Scheiß eben ein wenig versetzt zueinander auf das Fließband gestapelt und gut. Es war eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme, Selbstdisziplin, Understatement, alte Schule wenn man so will. Jetzt gibt es Warentrenner und der Umgang damit ist wieder … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (21)

Gastbeitrag: Auf dem Kinderbauernhof

Dieser Text zum Pankower Kinderbauernhof Pinke Panke ist von Amélie geklaut, die seinerzeit auf Qype viel Wahres zu diesem Ort geschrieben hat. Ein komischer Ort. Ich werd‘ mit dem Ding auch nicht warm. Mein Kind im Übrigen auch nicht. Es lief etwas unwillig auf dem Gelände herum, ist ihm wohl auch etwas zu verzottelt, zu verschlumpft. Dank … Weiterlesen Gastbeitrag: Auf dem Kinderbauernhof

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (19)

Mahlzeit. Die Frage aller Fragen lautet heute: Ist es noch nicht genug Fett? Muss es immer noch ein wenig mehr sein? Ich habe ein Schnitzelbrötchen gekauft. Bei irgendeinem Aufbäcker an irgendeinem Bahnhof. Manchmal mag ich diesen Junk. Nach einer durchsoffenen Nacht morgens um sieben unter Elektrolytmangel beim Heimwanken, wenn die ekelhafte Morgensonne Furchen in die … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (19)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (18)

An des Kaisers Frischtheke. „Guten Tag, einmal dieses Stück Kalbsfleischwurst bitte.“ „Das Ganze?“ „Ja, bitte.“ „Das ist aber viel.“ „Ja.“ „Können Sie das nächste Mal vorbestellen, wenn Sie die ganze Wurst haben wollen?“ „Bitte wie?“ „Vorbestellen. Wenn Sie so viel nehmen, können Sie dann vorbestellen?“ „Akustisch habe ich das verstanden, nur inhaltlich nicht. Irgendwas blockiert. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (18)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (17)

Termin in irgendeinem Nest in Rheinland-Pfalz. Ich glaube, sie nennen es dort Landeshauptstadt. Ich stehe in irgendeinem Laden, der Hemden verkauft. Von meinem Hemd, das ich trage, glotzt Chilisoße, weil ich keinen Hotdog essen kann, ohne mich einzusauen. Ich brauche ein neues Hemd. Und das schnell. (raschel raschel) „Guten Tag, ich würde gerne diese Hemden … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (17)

Heraus zur revolutionären Sittichstar-Garde

45 nach 68. Endlich hängen wieder Pamphlete an den Wänden: Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Karneval oder Cottbus. Ich kann mich nicht entscheiden. Och lass ma, ich nehm doch lieber Eiter unter den Fußnägeln. Helau. Butschipuh. Lust auf Karneval in Cottbus? Rufen Sie jetzt an. Männer im Minirock. Frauen nacktbeinig. Wer da Bock drauf … Weiterlesen Heraus zur revolutionären Sittichstar-Garde

Im Schatten des Einkaufsbunkers

Frankfurter Allee. Der Bunker wirft einen langen Schatten. Der Einkaufsbunker, der graue. Klotz. Widerlich. Trotz Sonne Regenwetter simulierend. Muss ein Sadist geplant haben, das Ding. Flakbunker. Schwerbelastungskörper. Shoppingwüste. Hier im Schatten residiert der Philosoph an der Currybutze, der übliche Verdächtige. Jede Currybutze hat einen. Mindestens. „Ick will heute keene Boulette, ick will ne Currywurst, am … Weiterlesen Im Schatten des Einkaufsbunkers

Psychopathentreff über den Wolken

So ein Flugzeug ist ja traditionell der Treffpunkt von Psychopathen. Hat man die durchgeknallten Eiergrabscher der sadistischen Flughafensecurity endlich hinter sich, haben die vereinigten Schreckgestalten der deutschen Passagierluftfahrt ihren Auftritt – in einem Raum, aus dem man nicht fliehen kann. Vor mir klappt ein Arsch schon eine Viertelstunde vor dem Start die Lehne nach hinten, … Weiterlesen Psychopathentreff über den Wolken

Note on a Bulli – Arschlöcher on tour

Berlin, Berlin, ich versteh‘ es manchmal nicht. Da steht ein schäbiger Bulli in der Landschaft herum und dann das. Man tritt nochmal drauf. Macht noch ein wenig mehr kaputt, schleift das Drecksding noch ein bisschen, das Drecksding, das sich die Besitzerin wahrscheinlich vom Munde abspart, damit sie überhaupt mobil ist. Neben dem Bulli steht ein … Weiterlesen Note on a Bulli – Arschlöcher on tour

Tanz für mich, Schopenhauer – Ein Weihnachtsmärchen

Huhu, hallihallo, da bin ich doch letztens in diesem lustigen Café gelandet. Zumindest war ich überzeugt, dass es eines ist. Es war spät, ich hatte die „Aphorismen zur Lebensweisheit“ unter dem Arm und dachte, dass ich vielleicht jemanden finde, mit dem ich über Schopenhauers Gleichnis mit den Stachelschweinen und ihre treffende Illustrierung der modernen Gesellschaft … Weiterlesen Tanz für mich, Schopenhauer – Ein Weihnachtsmärchen

Ooops we’ll do it again: Ziehen wir Vattenfall den Stecker

Es gibt viele Vorgänge in der Politik, die mich fassungslos zurücklassen, zum Beispiel der hier: Da verscheuert der Senat der Hauptstadt die Hälfte seiner Wasserbetriebe an einen Stromkonzern (!), vereinbart mit diesem ohne Not vertraglich eine Gewinngarantie, verkauft dies als Effizienzmaßnahme und erreicht damit die bundesweit nahezu höchsten Wasserpreise in der mit Abstand ärmsten Großstadt … Weiterlesen Ooops we’ll do it again: Ziehen wir Vattenfall den Stecker

Von Autodieben und Froschfressern: Im Familiengarten Eberswalde

Oh please, no more Brandenburg. Doch! Willkommen in Eberswalde. Sie haben dort einen Familiengarten – eine alte Industriebrache – umgebaut als … was ist das eigentlich? Sieht aus wie eine misslungene Landesgartenschau. Mit viel Kunst. Diese moderne Metallkunst, mit der ich nichts anfangen kann. Draht. Stahl. Metalligitter. Eine Traumtierschau soll Tiere darstellen, doch ich erkenne … Weiterlesen Von Autodieben und Froschfressern: Im Familiengarten Eberswalde

Mein Bezirksamt: Noch mehr Bürokratie wagen

Endlich wieder im Rathaus Pankow. In meinem Bezirksamt. Was habe ich es vermisst. An diesem Ort hat man die Zeit etwa im Jahre 1903 angehalten. Ich habe leider kein Gemälde unseres Kaisers Wilhelm Zwo gefunden, aber es muss irgendwo dort sein – es gehört da einfach hin. Vielleicht im Keller in der Registratur. Dafür wird … Weiterlesen Mein Bezirksamt: Noch mehr Bürokratie wagen

Lass mal netzwerken – der besondere Link vom 16.08.13

Selten trifft ein Text derart präzise das, was ich denke, so dass ich gar nichts mehr dazu schreiben mag, sondern stattdessen einfach zitiere: Shakespeares Hamlet wurde in der britischen Nationalbibliothek indiziert: Er enthält Gewalt oder wie auch immer die Formulierung der Zensoren lauten mag. Die nächste Bücherverbrennung findet auf Knopfdruck statt. Niemand braucht sich der … Weiterlesen Lass mal netzwerken – der besondere Link vom 16.08.13

Im Olympiastadion

Hurra. Hertha ist wieder da. Berlin ist wieder wer. Für eine Saison. Schick ist es, das Nazi-Stadion, in finsteren Zeiten gebaut in massiven Blöcken imperialen Stils wie das Tempelhofer Terminal oder Görings Reichsluftfahrtbundesfinanzministerium. Ich bin da gerne. Im Ernst. Doch was für eine Hypothek der Geschichte: Der Stadionkoloss, das Maifeld, die Stelen, die die Ringe … Weiterlesen Im Olympiastadion

Oh nein! Er fraß wieder Franchise!

Ich hab es wieder getan. Gelockt von Duft. Lockduft. Hunger. Da kommt Lockduft nicht ganz so gelegen. Weil man dann essen muss. Unverzüglich. Sofort. Schnell. Asiagofresh. Was?  Asiagofresh. Nix versteh. Morgen andere Baustelle. Asiatisch gehen frisch! Dat Ding im Bahnhof Ostkreuz? Dat Ding im Bahnhof Ostkreuz. Du Depp. 10 verschiedene Gerichte auf irgendwelchen Schildern. Klingen … Weiterlesen Oh nein! Er fraß wieder Franchise!

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (9)

Berlin – Prenzlauer Berg. S-Bahn. Halb sieben morgens. Ich bin sowieso schon schlecht gelaunt, weil man mich eben wieder über Lautsprecher um Verständnis bat, dass gleich zwei Züge hintereinander ausfallen mussten, weil sie fürchteten, eine Schneeflocke gesehen zu haben. Zug. Zug. Es zieht auf dem Bahnhof Schönhauser Allee. Wie Hecht. Suppe. Bäh. Zug. Rein. Zrrrrrrkblabl. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (9)

Kranker Hauptstadt-Shit: U-Bahn-Cabrio

[ring] Moin Omma! Allet fit im Schritt? Wat macht die Gehhilfe? Supi. Haste an die Pillen jedacht? Ah scheen. Sehr jut.Hier, Omma, hör ma, war ick jestern im Berliner Untergrund. Nein nich wie du damals bei deiner Bewegung 12. Juli oder wie dat heisst, sonnern im U-Bahn-Untergrund. Nee, wat? Wir ham keene U-Bahn in die … Weiterlesen Kranker Hauptstadt-Shit: U-Bahn-Cabrio

Schwaben-Hass. Mobscene

Ein Zottelbart regt sich medienwirksam über banale Brötchen auf und plötzlich gibt es eine bundesweite Debatte über Gentrifzierung in Prenzlauer Berg. Haha, jetzt wo diese nahezu abgeschlossen ist. Scherzkekse. Das kommt zum einen satte zehn Jahre zu spät, zum anderen ist der Aufhänger ein jämmerlicher Witz und diskreditiert durch seine Stumpfheit jede Kritik daran, dass … Weiterlesen Schwaben-Hass. Mobscene

Ein kleines Stückchen Elend im Dezember 2012

Ring Center Frankfurter Allee. „Guten Tag, kalt draußen, ich hätte gerne einen dicken fetten Winterpulli in schwarz.“ „Winterpulli? Haben wir keine mehr. Ist schon wieder vorbei jetzt.“ „Ist schon wieder was bitte?“ „Vorbei jetzt.“ „Vorbei?“ „Vorbei jetzt.“ „Waren Sie heute mal draußen?“ „Ja. Trotzdem. Vorbei jetzt.“ Im Dezember. Winterpulli vorbei jetzt. Sie verkaufen jetzt Frühling. … Weiterlesen Ein kleines Stückchen Elend im Dezember 2012

Crepestation

Japanische Crepes. Crêpes. Meine Güte, ich dachte, ich hätte das ganze kulinarische Kuriositätenkabinett endlich komplett durchlitten in diesem Bezirk. Philippinisches Algenmus, Feuerland-Pizza mit Pinguinhack, venezuelanisches Lachsbauchtartar, afghanisches Schweinemett, namibisches Reiskorngelee oder Apfelmus vom Kometen Hyakutake, hier in Happy Hippo Holzspielzeugland gibt es alles aus aller Welt in allen unmöglichen Kombinationen, vor allem in der Pappelallee, … Weiterlesen Crepestation

Deutsche Telekom

Deutsche Telekom, Kommunikation Tüddel Tüddel dü „Herzlich Willkommen beim Kundenservice der Deutschen Telekom. Damit Sie gleich mit dem passenden Berater verbunden werden, nennen Sie bitte kurz den Grund Ihres Anrufs.“ „Einrichtung VDSL.“ „Ich habe Sie leider nicht verstanden. Nennen Sie bitte den Grund Ihres Anrufs.“ „Installation VDSL.“ „Ich habe Sie leider nicht verstanden. Nennen Sie … Weiterlesen Deutsche Telekom

Monti Pankow

Monti, Spirituosen und Wein, Pankow Bei Menschen, die sich weiterentwickeln, beginnt irgendwann die Zeit, in der es dann nicht mehr der Lambrusco aus der 2-Liter-Flasche von der Tanke sein muss, um sich sinnlos im Freibad zu besaufen und ins Becken zu reihern, der billige Whisky nicht mehr mit Cola gepanscht werden muss, damit man ihn … Weiterlesen Monti Pankow

Uebereck

Uebereck, Café, Friedrichshain Das Uebereck merke ich mir. Für wenn ich mal Bock habe, mich zu ärgern. Das Ding ist so 90er, so gottverdammt 90er, aber nicht schön-nostalgisch 90er, sondern nervtötend 90er. Damals war das cool: Runtergerockte Pinte, verratzte Tische, wichtigtuendes Publikum mit Hornbrille und vorsätzlich provokant gelangweilter Service, der so tut als würde er … Weiterlesen Uebereck

Saray Warschauer Straße

Saray, Imbiss, Warschauer Straße Das alte Oktagon an der Warschauer Brücke nahe dem touristisch in Grund und Boden gelutschten Simon-Dach-Kiez, wo nun das Saray residiert, war immer gut für ein wenig Feststoff zum Alkohol, um dann später nicht nur dünnflüssig-alkoholisch-ätzende Materie auf den Friedrichshainer Asphalt kotzen zu müssen, sondern stets ein wenig Etwas mit Substanz, … Weiterlesen Saray Warschauer Straße

Dr. Pong

Dr. Pong, Bar, Prenzlauer Berg Dr. Pong – der gefakte Abklatsch des anarchischen Prenzlauer Bergs von früher kurz nach der Wende. Selbstredend völlig legal, umgibt Dr. Pong dennoch der zarte Hauch der Illegalität, ein Touch der Anarchie aus Anfang bis Mitte der 90er, als in den Kellern, Hauseingängen und optisch ausgebombten Ladenflächen reihenweise illegale Bars, … Weiterlesen Dr. Pong

Pizza Pimps

Pizza Pimps, Lieferservice, Prenzlauer Berg These: Von den gefühlten vierhunderttausend Lieferdiensten in Berlin können die meisten gar nichts und lediglich ein Bruchteil von diesen Freizeit-Pizzabäckern ist in der Lage, ein halbwegs vernünftiges Produkt innerhalb einer vernünftigen Wartezeit anzubieten. Besonders beliebt ist das Spiel „Schüttel den Belag“, bei dem der Pizzakarton möglichst so gehalten werden muss, … Weiterlesen Pizza Pimps

Delikato

Delikato, Imbiss, Kreuzberg Wie soll man über einen durchschnittlichen langweiligen Ort nur einen nicht-durchschnittlichen und vielleicht sogar nicht-langweiligen Beitrag schreiben? Mit wem soll ich regelmäßige Besucher des Delikato in Kreuzberg vergleichen? Mit Golf-Fahrern? Gartenzwerg-vor-Seerosenteich-Stellern? Briefmarkensammlern? Hobbyraum-Ausbauern und Brocken-Besteigern? Christian-Wulff-Gutfindern? Oder Socken-zu-Sandalen-Trägern? Die Optik ist konsequent franchise-mässig bis zum Erbrechen, sauber, makellos und so understatementartig grün-braun … Weiterlesen Delikato

Netto in den Schönhauser Allee Arcaden

Netto, Supermarkt, Prenzlauer Berg Howdy, ah da isser, der Plus … ahm … der Netto im Untergeschoß der Schönhauser Allee Arcaden, die letzte Prüfung des Tages. Los geht´s, vor mir ein enger Gang zwischen Geschirrhandtüchern und matschigem Obst, kaum ein Durchkommen, Rentner links, Prenzlmutter rechts, vor mir Oma mit Omawagen, der Versuch über irgendwelche Obstkästen … Weiterlesen Netto in den Schönhauser Allee Arcaden

Mondhaus

Mondhaus, japanisch, Moabit  Wie kann man nur in dieser – sorry ich muss es sagen – etwas unwirtlichen Gegend ein solch tolles Lokal aufmachen? Ich möchte ja nicht wirklich sagen, dass es mir vorkam, als fände ich mitten in der Sahel-Zone eine Oase, aber es war als fände ich mitten in der Sahel-Zone … eine … Weiterlesen Mondhaus

Der Phönizier

Der Phönizier, libanesisch, Prenzlauer Berg An der Eberswalder Straße in Richtung Mauerpark gibt es den Phönizier, den sehr freundlichen unaufdringlichen Libanesen, atmosphärisch eine Insel im Meer der Hektik, dabei günstig, auch sehr ansprechend seine Speisen, auch sein Tee, einiges jedoch für den deutschen Gaumen gewöhnungsbedürftig, dennoch herausragend, anders, erfreulich überraschend mit seinem libanesischen Rotwein, diese … Weiterlesen Der Phönizier