Braindead im Gesundbrunnencenter

Das Gesundbrunnencenter (GBC) drüben im immer noch sehr schönen Ortsteil Wedding, wird aufgefressen. Von seinem eigenen Erfolg. Es ist nicht zu verhehlen, dass dieses vollkommen absurde Monster von Einkaufszentrum allen anderen umliegenden wie zum Beispiel meinen kleinen blöden Schönhauser Allee Arcaden in Prenzlauer Berg mit seiner schieren Größe den Rang abläuft, was bedeutet: Deutlich mehr … Weiterlesen Braindead im Gesundbrunnencenter

Bretagne / 2019

Bretagne. Was mir immer wieder auffällt, ist, dass es Franzosen offensichtlich widerstrebt, fürs Pissen Geld zu verlangen. Oder es ist verboten wegen Grundbedürfnis und so. Das ehrt sie. Sie können hier in der Bretagne überall auf jedem Klo strullern, nirgendwo sitzt jemand davor und knöpft Ihnen 50 Cent für sein stinkendes Kackloch ab oder installiert … Weiterlesen Bretagne / 2019

Esotheke

Es folgt ein mustergültiger Dialog mit einer Apothekenfachverkäuferin in Prenzlauer Berg: "Guten Tag, ich hätte gerne was gegen Kopf- und Gliederschmerzen. Wetterumschwung, Sie wissen schon." "Gerne, nehmen Sie das hier." "Mmmh. Ist das homöpathisch?" "Ja." "Sorry, ich bin nicht religiös. Geben Sie mir was anderes bitte?" "Es ist aber sanfter als Schulmedizin." "Ich möchte es … Weiterlesen Esotheke

Meine Freunde, die Taxifahrer

Warum können eigentlich immer weniger Menschen einfach mal das Maul halten? Die von mir stets als Freunde, Kollegen, Mitmenschen bevorzugten Schweiger sterben offenbar aus, denn immer mehr Zeitgenossen müssen ihre Umwelt, die mich immer mit einschließt, mit Erzählungen über Nichtigkeiten aus ihren belanglosen Leben quälen. Der Trainer aus meinem Fitnessstudio lässt mich ungefragt wissen, dass … Weiterlesen Meine Freunde, die Taxifahrer

Was hier so stinkt ist mein Karma

Ich bin im Bioladen. Das erste Mal in meinem Leben. Normalerweise meide ich diese sich wie der Schimmel in meinen Badezimmerfugen ausbreitenden Sammelstellen für degenerierte Upperclass-Ökoschnösel wie die Begegnungen im Treppenhaus mit meinen hässlichen mülltrennenden Birkenstocknachbarn, von denen einer tatsächlich inzwischen einen Greta Thunberg-Button am Revers trägt, doch heute brauche ich Bärlauch, den nur selten … Weiterlesen Was hier so stinkt ist mein Karma

Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Immer wenn ich einkaufe gehe, haben die Egoratten gerade Freigang. Und sie treffen sich am liebsten bei Netto im Mühlenbergcenter. Der provoziert das aber auch. Unten am S-Bahnhof Greifswalder bei Edeka, bei dem ich nicht mehr einkaufen mag, weil deren Werbeverantwortlichen es eine gute Idee fanden, einem nicht unerheblichen Teil ihrer Stammkundschaft aufmerksamkeitswirksam für den … Weiterlesen Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Disneyland Paris

Disneyland Paris. Wenn die blöden bärtigen Terroristen eines erreicht haben, dann ist es die Tatsache, dass unser Leben nerviger geworden ist. Unfreier. Gegängelter. Paranoider. Allein beim Einchecken ins Hotel werde ich zwei Mal abgetastet, flughafenesk gescannt und meine Tasche wird geöffnet und nach Bomben durchsucht. Das wiederholt sich jedes Mal, wenn ich zum Auto gehe. … Weiterlesen Disneyland Paris

Scheißhausguerilla

Sie können im Borgwürfel, meinem fantastischen Arbeitgeber und Füllhorn voller Liebe und Zuneigung, natürlich nicht offen opponieren. Opposition ist Mist. Wenn Sie Opposition sind, sind Sie auf der Abschussliste. Wie im echten Leben werden Sie erst systematisch separiert und dann kleingemacht. Zuletzt aussortiert. Wenn Sie nicht vorher entnervt und seelisch ruiniert das Feld räumen. Nein. … Weiterlesen Scheißhausguerilla

Teewurstparty in der Schülerdisco

Berlin. Ein Samstag. Aus irgendeinem Grund hänge ich in der Alten Kantine in der Kulturbrauerei herum, einem der dümmeren Clubs der Stadt, aber einem der letzten Clubs überhaupt hier im Schnarchsackspießerparadies Prenzlauer Berg. Ich bin der Älteste heute hier. Um mich herum nur BWL-im-Fernstudium-von-der-Dachgeschosscouch-Gesichter, Veteranen der letzten Böhse Onkelz-Coverband-Kinderglatzenparty irgendwo hinter Dahlwitz-Hoppegarten an der polnischen … Weiterlesen Teewurstparty in der Schülerdisco

Zurückstresser

Life is a sexually transmitted desease Deine Lakaien In Berlin wachsen Sie damit auf, dass Sie mit Freundlichkeit normalerweise nicht weiterkommen. Wenn Sie hierher zuziehen, dann werden Sie diesen Fakt schmerzlich erleiden, denn Sie haben die Dinge anders gelernt. Sie sind nicht von hier, Sie denken, zivilisiertes Handeln hilft gegen die Übergriffigkeit. Und das tut … Weiterlesen Zurückstresser

Be stupid – Go shopping

In Berlin haben sie es nicht so mit der Architektur - Hauptsache billig, möglichst rechtwinklig, auf jeden Fall klobig und als Materialien zur Verblendung bitte nur Sichtbeton und Glas. So erreichen die Mumien aus der Senatsbauverwaltung eine lebensfeindliche, todnüchterne Atmosphäre, die einen jeden bemitleiden lässt, der dort zu arbeiten gezwungen werden wird. Bonjour Tristesse. Seid … Weiterlesen Be stupid – Go shopping

Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

An des Supermarkts Frischtheke sprach ich zu einer Frau: "Guten Tag, ich hätte gerne 300 Gramm Rinderfilet. Durch den Fleischwolf gedreht bitte." "..." "Nein, bitte nicht einpacken. Durch den Fleischwolf drehen bitte." "Durch den Fleischwolf?" "Durch den Fleischwolf." "Das ist nicht Ihr Ernst!" "Doch." "Was wollen Sie denn damit machen?" "Ich werde es roh essen, … Weiterlesen Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

Discounterkassendemütigung

An der Kasse zu Aldi wartet meine ultimative Demütigung. Denn ich bin für die Kassen der Discounter zu langsam. Immer. Bei jedem Einkauf. Während ich noch damit beschäftigt bin, Joghurtbecher, Milchtüten, Saftflaschen und diese ganzen kleinen Proteinriegel, die sie jetzt bei Aldi verkaufen, sorgsam wieder in den immer zu tiefen rückentötenden Einkaufswagen zurück zu stapeln, … Weiterlesen Discounterkassendemütigung

Hirntote Zombies

Ich habe das Gefühl, dass sie immer mehr werden. Die Zombies. Die mit den Bildschirmen. Auf dem Bürgersteig. Über die Zebrastreifen. Über öffentliche Plätze. Durch die S-Bahn. Tipper Tipper. Glotzen sie in die Dinger und nirgendwohin sonst. Sie können diese Gestalten schon von Weitem erkennen. Und zwar an den Schlangenlinien. Ja. Sie laufen Schlangenlinien wie … Weiterlesen Hirntote Zombies

Die Nachbarn sind feindlich

Hilft denn eigentlich noch etwas gegen die Invasion bräsiger Biohansel und Birkenstockschlümpfe in Berlin-Prenzlauer Berg oder ist der Bezirk sozial schon derart gekippt, dass nur noch die Einführung der flächendeckenden Kehrwoche für restlos authentisches Bad-Bevensen-meets-Killesberg-Flair fehlt? Ganz ohne Reibungen ging die umfassende soziale Wandlung meines Ortsteils die letzten zwei Jahrzehnte nicht ab: Manch Fehlgeleiteter zündete … Weiterlesen Die Nachbarn sind feindlich

Ich bin ja sowas von wichtig

Ich sitze im Borgwürfel, dem Sammelplatz der Philantrophen und die Muse aller Arbeitsplätze dieser Welt, am Schreibtisch und sehe wichtig aus. Das kann ich gut. Wichtig aussehen. Und beschäftigt. Am besten wichtig und beschäftigt. Ich sehe aus wie pure menschgewordene Arbeit. Glattrasiert. Kraftstrotzend. Aufgesetztes Gewinnerlächeln. Der Krawattenknoten sitzt. Der reinste Fleiß wabert als von den … Weiterlesen Ich bin ja sowas von wichtig

Was juckt mich denn der Kollwitzplatz…?

Aus der Gegend um den Kollwitzplatz habe ich mich schon vor vielen Jahren quasi freiwillig und vorausblickend selbst rausgentrifiziert, zu mondgleich in den Nullerjahren schon die Preise, zu dicht die Vollidiotenkonzentration, zu belanglos, langweilig und beliebig das Angebot und dabei doch zuviel Schund und Tand auf einem Haufen - ein ermüdender Ausverkaufs-Overkill des ehemals alternativen … Weiterlesen Was juckt mich denn der Kollwitzplatz…?

Hupsa

Kennen Sie Hupsa? Nein? Noch nicht? In Berlin ist Hupsa das neue Entschuldigung. Und Sie wissen ja: Was bei uns ist, ist zeitversetzt auch bald bei Ihnen. Auch Hupsa. Das kommt zu Ihnen. Denn bei uns ist es schon. Ein dicker schwitzender Schlipsträger mit Besenreißern auf den feisten Wangen haut mir im Flugzeug nach Frankfurt … Weiterlesen Hupsa

Vernissage-Schnösel, Kackwürste und Pizza

Heute bin ich in des Prenzlauer Bergs Pappelallee. In einem schlumpfigen Pizzabäckerhipsterstall im Einflussgebiet vom versnobten Helmholtzplatz und die Schnösel sind auch schon hier. Heute sind es keine normalen Schnösel, sondern Kunstschnösel. Lauter laute Kunstschnösel. Natürlich sitzen sie alle neben mir und ich muss ihrem Gewäsch zuhören während ich esse. Und das ist schlimm. "Du, … Weiterlesen Vernissage-Schnösel, Kackwürste und Pizza

Psycho-Kid goes shopping

Psycho-Kid goes shopping. Und jeden Tag grüßt der Treuepunkt aus der Gruft. Montag. Salatkopf, ein Brötchen, zwei Müllermilch Schoko, etwas Käse. "Sammeln Sie die Treuepunkte?" "Nein, danke." "Brauchen Sie den Bon?" "Nein, danke." Dienstag. Spaghetti, Tomatensoße, Knoblauch, Karotten, etwas Aufschnitt. "Sammeln Sie die Treuepunkte?" "Nein." "Brauchen Sie den Bon?" "Nein." Mittwoch. Klopapier, Deo, Müsliriegel, Melone, … Weiterlesen Psycho-Kid goes shopping

Meine super Führungskraft fährt billig U-Bahn

Ich finde es toll, dass Frauen die besseren Führungskräfte sind. Steht überall. Zeit Online. Spiegel Online. Selbst inzwischen bei der guten alten FAZ. Männer bringen es nicht mehr. Frauen können es besser. Alles. Immer. Ich finde das gut. Ich habe auch eine. Vor mir. Eine Vorgesetzte. Zehn Jahre jünger als ich. Teilzeit. Home Office. Und … Weiterlesen Meine super Führungskraft fährt billig U-Bahn

U-Bahn des Grauens

Eine Samstagnacht im Berliner Öffentlichen Nahverkehr führt mir immer wieder vor Augen, welche schiere Unmenge an Gestörten in der Stadt lebt und den öffentlichen Raum mit der eigenen Nichtvorzeigbarkeit kontaminiert. Ich bin von Rudow aus nach Norden unterwegs. Ab Höhe Britz-Süd beginnen neben mir ein paar Jugendliche eine Diskussion aus einer anderen Galaxie: "Valla wenn … Weiterlesen U-Bahn des Grauens

Mayday Mayday Medimax

Achtung, Achtung, Mayday, Mayday, dies ist ein Notruf. Ich habe mich verlaufen in der gelb-roten Service-Wüste. Der letzte mir bekannte Checkpoint war zwischen elektrischen Bilderrahmen und Dampfbügeleisen. Ich weiß nicht mehr wie ich hier hergekommen bin, denn eigentlich wollte ich mich nur über ein Lautsprechersystem für den Flatscreen informieren, ging auf das grelle rot-gelbe Licht … Weiterlesen Mayday Mayday Medimax

Bitte geh‘ mir auf den Sack

Wer Kunde bei Vodafone ist, der darf sich über ganz viel sinnfreie Kommunikation freuen: (Dengel) "Oh, eine SMS. Wer schickt denn heute noch sowas?" "Kennen Sie schon die neue XXXXL-Flat mit Bonusminuten ins sudanesische Festnetz? Wählen Sie außerdem drei Nummern im überflüssigen deutschen Festnetz, in dem keiner außer Ihrer längst verstorbenen Oma mehr telefoniert und … Weiterlesen Bitte geh‘ mir auf den Sack

Prenzlauer Bergs unentspannte Kitastresser

Zu den Dingen, die ich nicht verstehe, gehört die operative Hektik morgens in der Umkleidekabine der Kita. Stress. Chaos. Hysterie. Geschrei. Gekeife. Alle sind in Eile. Die Eltern sind gestresst, die Kinder sind gestresst und wer auch noch einen Hund oder ein Frettchen mitbringt, stresst auch die. Ja. Ich weiß. Es ist frühmorgens. Der März. … Weiterlesen Prenzlauer Bergs unentspannte Kitastresser

Teerkotze, spanische Bärte und die ewige Kloake

Das Neuköllner Kiehlufer kann mit Ausnahme von der ebenfalls Neuköllner Gropiusstadt und dem Reinickendorfer Märkischen Viertel von keiner anderen der vielen durchschnittlich tristen Gegenden in Berlin in seiner Trostlosigkeit überboten werden. Kaum zu glauben, dass sogar Alt-Treptow und seine sinnlose Autobahngroßbaustelle dagegen wie ein junges semipromifickendes It-Girl wirkt. Im Norden kurz vor Kreuzberg beginnt die … Weiterlesen Teerkotze, spanische Bärte und die ewige Kloake

Frauen sind mir maximal egal, aber ich ihnen nicht

Och doch, schon. Ich hätte eigentlich ein prima Frauenfeind werden müssen. Die Sache mit meiner scheiß Mutter, Kaiserin der üblen Laune und unübertroffene Meisterin im Tellerwerfen nach Kindern, kennen Sie schon. Diesen uralten aus vielen Fragmenten, Memos und Wortfetzen gewucherten Text, Aufarbeitung, Abrechnung, egal wie man das nennt, habe ich lange liegen lassen und vor … Weiterlesen Frauen sind mir maximal egal, aber ich ihnen nicht

Der Blaumacher

Guten Morgen anonymes Internet, ich bin ein Blaumacher. Ich mache manchmal blau. Also ich lasse mich krank schreiben, obwohl ich gar nicht krank bin. Ich habe da einen fantastischen uralten Doc Holiday am Start, der vermutlich schon zu Zeiten der Bauernkriege praktiziert hat, dem huste ich ein, zwei Mal ans greise Revers und dann greift … Weiterlesen Der Blaumacher

Mit Mandy und Enrico in der Proletendisse

Was hat mich geritten? Wer hat mich hier hin geschleppt? Was tue ich hier? Es ist Mitternacht und ich stehe in einer Reihe mit solariumsgebräunten Spenderhirnkandidaten und ihren aufgeplusterten Lackjacken, debil kichernden Mandys mit knallroter Plattenbausträhne auf dem platinblonden Kopf und hinter mir steht sogar eine, die Mamas Buffalo-Plateau-Sneakers von kurz nach der Wende aufträgt. … Weiterlesen Mit Mandy und Enrico in der Proletendisse

Treueshit

Rewe. Showdown an der Kasse. "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Sammeln Sie denn Paybackpunkte?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Wie steht's mit der Deutschlandcard?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Wieviel ist die Wurzel aus 3.998.377.500,78? "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Gibt es eine friedliche Lösung für den Nahen Osten?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Warum haben Menschen zwei Ohren und zwei Augen aber nur eine … Weiterlesen Treueshit

Lass mal Fahrradterroristen trollen

Neulich auf der Laufrunde Höhe Bernauer Straße: "Du läufst auf dem Fahrradweg!" "Wäh?" "Geh vom Fahrradweg runter, du darfst hier nicht laufen!" "Gnihihihi." "Was gibt's denn da zu lachen? Du läufst auf dem Fahrradweg!" "Muhuhuhuhuhahahaha! Ein Radfahrer faselt was von Verkehrsregeln. Muhuhahaha! Ein Radfahrer! Ausgerechnet. Das ist zu gut. Ganz groß. Aua. Mein Bauch." "Was … Weiterlesen Lass mal Fahrradterroristen trollen

McPaper – eine Groteske in vier Akten

Erster Akt [Auftritt Kunde, legt einen Packen Kopierpapier auf die Ladentheke] „Möchten Sie auch Tesa-Film?“ „Öh nein, wieso?“ „Ist im Angebot.“ „Ja, sehe ich, steht ja hier. Danke nein.“ [Kunde geht ab] (…) Zweiter Akt [Auftritt Kunde, legt einen Packen Briefumschläge auf die Ladentheke] „Brauchen Sie auch Filzstifte?“ „Nein, danke, wenn ich welche brauche, kaufe … Weiterlesen McPaper – eine Groteske in vier Akten

Kaninchen

Geschmortes Kaninchen Zutaten 1 Kaninchen (ca. 1,5 kg) 3-4 Möhren 100 g Sellerie 1 Zwiebel 4 Knoblauchzehen 20 Salbeiblätter (alternativ 3-4 Thymianzweige) 2 Rosmarinzweige 800 ml Gelügelfond (aus dem Glas) Olivenöl ca. 2 EL Tomatenmark Gemüsebrühe 200 ml trockener Weißwein Noilly Prat Salz, Pfeffer Anleitung 1. Backofen auf 180 Grad (Ober- Unterhitze) vorheizen 2. Das … Weiterlesen Kaninchen

Retrospektive: Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion

(2003) Ich habe mal ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung in Tateinheit mit dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion an den Arsch geklebt bekommen. Huhu. Klingt krass, nicht? Ist aber nicht krass. Eher traurig. Viel war nicht. Ich war nur bei Hertha. Ab und zu gehe ich da hin, wenn ich mal Bock auf schwitzende besoffene pöbelnde Asoziale habe, … Weiterlesen Retrospektive: Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion

Zuckungen im Schwebebad

Ich soll entspannen, sagt der Wellnessgutschein für einen Salzwassertank. Schweben soll ich, auf Salzlake, zu beruhigender Musik, mich verlieren in Raum und Zeit und dadurch meine Abwehrkräfte stärken. Steht da. Das ist doch wieder eine dieser dekadenten Yuppie-Eso-Heilsteine-Ufos-gelangweilte-Steglitzer-Hausfrauen-Erfindungen, mit denen du so viel anfangen kannst wie mit einer Fußreflexzonenmassage, indischen Räucherstäbchen oder einer Gurkenmaske auf … Weiterlesen Zuckungen im Schwebebad

Urban Vomiting

Prenzlauer Berg. Frühtau. Zu früh für meinen Geschmack. Ich treffe die Berliner Stadtreinigung im Hof bei den Mülltonnen. Das Proletariat holt den Müll der Oberschicht ab. Ich schneide im Halbschlaf einen Dialog mit. "Und? Haste nich frei heute?" "Nee. Hat meine Frau ooch gefragt. Nüscht is. Ick muss doch den Idiotenbezirk ausmüllen, hab ick jesagt." … Weiterlesen Urban Vomiting

Weinschnösel

Guten Abend Kreuzberg. Vor mir sitzt der Weinschnösel. Typen wie der sind der Grund, warum ich es inzwischen hasse, zu Weinverkostungen zu gehen. Doch es sind nicht nur Weinverkostungen, die unzumutbar geworden sind, nein, diese Gestalten kontaminieren jetzt auch die Whisky-, Rum- und sogar, weil keine Gelegenheit zu abseitig zum blasierten Herumschnöseln ist, die Bierverkostungen … Weiterlesen Weinschnösel

Mettbrötchenknecht

Es ist der Borgwürfel, mein fantastischer Arbeitsplatz, mit großem Abstand bester Ort der Welt und unangefochtener Hort der Menschenfreundlichkeit morgens um halb acht. Ich treffe im Fahrstuhl auf die alte vertrocknete Projektleiterin, die irgendwer in eine so gut bezahlte wie unangreifbare Position gehoben hat, die es ihr erlaubt, wahllos Menschen zu unmöglichen Uhrzeiten möglichst dumm … Weiterlesen Mettbrötchenknecht

Die kunterbunte Schnepfe und ihr Führungsseminar

Führung lehne ich ab. Mit jeder Faser. Führung ist Faschismus. Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland. Und so weiter. Wer führt, will unterjochen, brechen, kaputt machen, ausbeuten, aussaugen, auslutschen. Und dann wegwerfen. Anarchie ist die Lösung. Klar doch. Jeder führt sich selber, wird ein neuer Mensch. Keine Chefs. Keine Chefinnen auch nicht. Paradies. Punk's still … Weiterlesen Die kunterbunte Schnepfe und ihr Führungsseminar

Bum Bum – zur Hölle mit dem Drehstuhl

Ich habe Sympathie für das Prinzip Auge um Auge. Unmodern. Unpopulär derzeit. Stimmt. Aber egal. Schlagen Sie mich, schlage ich zurück. Pöbeln Sie mich an, ernten Sie exakt die gleiche Menge Gossengepöbel, mit der Sie mich beschenkt haben. Sie dämlicher Arsch. Nerven Sie mich, nerve ich Sie zurück. Immer auf dem gleichen Level. Gleiche Dosis. … Weiterlesen Bum Bum – zur Hölle mit dem Drehstuhl

Was ist mir der Klimawandel kackegal

Mein rosagrüner Eiapopeia-Idiotenbezirk namens Prenzlauer Berg sprüht jetzt flächendeckend seine Agenda auf die Bürgersteige. "Der Klimawandel ist real!" warnt es da in giftgrünen Buchstaben. Einen halben auf einen Meter. Alle paar Meter. Rabäh. Mimimi. Der Klimawandel ist real. Was soll daran schlimm sein? Wenn es wärmer wird, hat das für mich nur die Konsequenz, dass … Weiterlesen Was ist mir der Klimawandel kackegal

Mein WiFi heißt „Fickt euch alle“

Warum wird der gute alte Hass so sehr verpönt? Niemanden darf man mehr hassen. Warum? Wem nutzt das? Wieso muss ich plötzlich alle möglichen Vollidioten, finalneurotischen Schneeflöckchen und durchgeknallten Sozialkrüppel lieb haben? Ich will das nicht. Ich kann die meisten Menschen gar nicht leiden. Eigentlich kann ich alle Menschen nicht leiden. Sprechen mich Menschen unverlangt … Weiterlesen Mein WiFi heißt „Fickt euch alle“

Hässliche Füße in hässlichen Birkenstockpantoffeln

Ich bin sehr froh, dass im Moment Winter ist. Das verschont mich vor diesen tausenden hässlichen Füßen in noch hässlicheren Birkenstockpantoffeln, die überall in Berlin-Prenzlauer Berg durch die Pastellhölle flanieren. Wann ist die Scheiße wieder modern geworden? Wie kann das sein? Wenn früher jemand Birkenstock getragen hat, dann war der damit automatisch ein Aussätziger. Ein … Weiterlesen Hässliche Füße in hässlichen Birkenstockpantoffeln

Pestmütter

Vater sein bringt mit sich, dass ich völlig verblödet im Flur einer Schwimmhalle herumsitze und vor mich hin verwese, weil die Brut drinnen Schwimmen lernen soll. Mit mir sitzen dort die Pestbeulen. Die Nervenzerstörer. Mütter. Übermütter. Kleben an der Glasscheibe zum Schwimmbecken, um jeden Unterwasserfurz ihrer dämlichen Kinder mitzuschneiden und aufgeregt zu kommentieren. Ich hasse … Weiterlesen Pestmütter

Wo bleibt eigentlich die Rezession?

Was gibt es denn so Neues? Oh. Viel. Kürzlich gab es bei Tchibo einen apfelgrünen Kiwibehälter zu kaufen. Und ein bananenförmiges Bananenbehältnis für Bananen. In Bananengelb. Direkt neben dem Eierschneider und dem Strumpfhosen-Notfallset. Ich wiederhole: Strumpfhosen. Notfall. Set. Doch das ist noch nicht alles. In der Behörde, in der einer meiner Freunde arbeitet, haben sie … Weiterlesen Wo bleibt eigentlich die Rezession?