Diskurs (2)

Montag. Es ist ein weiteres Meeting im Borgwürfel, dem Arbeitgeber, dem nicht mehr ganz so sehr die Sonne aus dem Arsch scheint wie letztes Jahr noch. Alles ist noch nicht wieder so richtig angelaufen. Provisorien. Improvisationen. Schütteln. Sortieren. Regeln. Neuregeln. Der Zustand unwirklich. Die Männer sitzen in ihrer Mehrheit separiert, gegängelt und maskiert in den … Weiterlesen Diskurs (2)

Gift und Galle und die Villa

Meine paar blöden Telegramgruppen quillen über vor Statements von Leuten, die sich aufregen, weil sich ein im Moment recht bekannter Minister eine Millionenvilla gekauft hat. Wut. Hass. Hutschnur. Bluthochdruck. Lese ich. Natürlich ist so etwas maximal unsensibel, selbstvergessen, arrogant, borniert, blasiert, verbonzt und vollkommen abgehoben. Aber legal. Darf der. Gibt das deutsche Recht her. Er … Weiterlesen Gift und Galle und die Villa

Sie haben die Kreidefelsen von Dover gefressen

Was ist eigentlich plötzlich bei Saturn, diesem schlumpfigen Elektronikhändlerfossil im Treptower Parkcenter los? Charmeoffensive? Glückshormone? Drogen? Hare Krishna? Die sind da plötzlich alle ganz furchtbar mächtig (so ungewohnt) freundlich. Das ist nicht nur unheimlich, sondern geradezu gruselig. Mir tanzt die Brühe auf der Gänsehaut des Rückens Polka. Bisher stand der Saturn bei mir auf der … Weiterlesen Sie haben die Kreidefelsen von Dover gefressen

Wir kaufen Autos

Fuck Pornhub hat irgendwas an der Menüführung gemacht. Ich finde mich nicht mehr zurecht. Auch der Algorithmus suckt. Letztens haben sie mir als Empfehlung eine fette Alte mit Blümchenkleid und vollkommen bizarren Riemchensandalen vorgeschlagen, die in einem Sessel fläzt und Chicken Nuggets mit Dip in sich reinstopft, während ein Maskierter zwischen ihren massiven Schenkeln vergraben … Weiterlesen Wir kaufen Autos

Pest Pocke Post

Hut ab, meine beschissene Postfiliale hier in Prenzlauer Berg zieht alle Register, Kunden abzuschrecken, zu vergraulen oder, wenn diese sich nicht abschrecken oder vergraulen lassen oder einfach aufgrund des Quasi-Monopols zum Aufenthalt dort gezwungen sind, allen diesen Ausgezehrten vor ihren Toren ihre ganze Verachtung spüren zu lassen. Zunächst wird auch hier das patentierte und bei … Weiterlesen Pest Pocke Post

Exegese des Treuepunkts

Neulich in Wutausbruchhausen: "Sammeln Sie Treuepunkte?" Treuepunkte. Treuepunkte. Treuepunkte. Mir rieselt der Kalk aus dem Ohr. Drei-, vier-, fünfmal die gleiche Frage in der Woche, sinn- und hirnlose Konversation, von oben angeordnetes Interesse an einer Sammelleidenschaft, die mir schon immer dort vorbeigeht, wo noch nie die Sonne schien. "Sammeln Sie Treuepunkte?" Treuepunkte? Geht's noch? Ich … Weiterlesen Exegese des Treuepunkts

Klamotten kaufen…

... ist schwere Arbeit. In jedem Einkaufszentrum haben Sie 50.000 Klamottenläden für Frauen und exakt einen für Männer, wenn Sie New Yorker, H&M und andere Glitzerkinderklamottenverticker aus Erwachsenseingründen beiseite lassen wollen. Der eine Laden für Männer in einem klassischen Einkaufszentrum ist meistens ein aus den 70ern des letzten Jahrtausends herbeigeflogener staubiger Herrenausstatter mit Anzügen für … Weiterlesen Klamotten kaufen…

Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Es ist Rewe. Der berühmte Rewe in der Schievelbeiner - Center of the Biohansel, hier am Arnimplatz, Home of the Holzspielzeug und der ungespritzen Biomütter - tanz deinen Namen für mich, Baby. Und mittendrin in diesem Supermarkt voller Bio Bio Fairtrade Fickmichnies steht eine Frischtheke - und dahinter eine Unglückliche. Davor ich mit Kind. "100 … Weiterlesen Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Mein altes Neukölln

Ich bin immer noch gerne in Neukölln. Ich komme da her. Wer aus dem bioseligen Biedermeierparadies Prenzlauer Berg trotz der einschlägigen Reisewarnungen aus dem Reformhaus-Kurier und der Weizenkeim-Depesche eine Reise ins Zentrum des ganz doll übel beleumundeten und in den Scheißzeitungen dieser Stadt fast täglich gedissten Bezirks Neukölln tut, der kann was erleben. Und zwar … Weiterlesen Mein altes Neukölln

Die Aktivisten sind wieder empört

Voll geil. Diese Zeit ist einfach voll geil. Moralinsaure Moralisten überall. Aktivisten wollen dies. Aktivisten wollen das. Hin. Her. Hoch. Runter. Ding. Dong. Und ich stehe amüsiert im Raum. Es ist ein Fest für Trolle. Ein Galadinner für Stresser. Ein innerer Scheißparteitag für an die Schienbeine Pisser. Wenn Sie hypereifrige Aktivisten ärgern wollen, dann geht … Weiterlesen Die Aktivisten sind wieder empört

Meine beschissene Hausverwaltung

Meine beschissene Hausverwaltung ist eine besonders beschissene Hausverwaltung und entfaltet ihre Stärken bei all jenen Objekten, die sich selbst überlassen werden können. 1. Credo Meine beschissene Hausverwaltung arbeitet sehr energiebewusst und spart sich jeden überflüssigen Aufwand zur Erstellung eines Konzepts oder wenigstens irgendeiner Idee für das traditionell vernachlässigte Objekt, in dem ich wohne und für … Weiterlesen Meine beschissene Hausverwaltung

Starfucking myself

Berlin-Mitte. Hackescher Markt. Starbucks. Ein Blick auf die Auslagen und ich muss lachen. Nur amerikanische Franchiseketten schaffen es, Europäern den eigenen Scheißdreck zum dreifachen Preis zu verkaufen. Ich sehe ein lumpiges Stückchen Käsekuchen, ein lächerlich winziges Exemplar eines Lebkuchens, eine obszön kleine dünne Scheibe Marmorkuchen und irgendwelche dahergelaufenen Allerweltskekse für einen irrwitzigen Preis, für den … Weiterlesen Starfucking myself

Der Ohrtunnel unter den Supermärkten

Kaufland ist Ohrtunnel und Arschgeweih in einem. Gehen Sie doch da einfach mal hin, wenn Sie aus irgendeinem Grund immer noch zu gute Laune haben und nicht aufhören wollen, Ihre Mitmenschen zu mögen. Was Sie hier finden: Nur Irre. Bekloppte. Assis. Mit inadäquatem Verhalten. Komplett sozial inkompatibel. Die Verantwortlichen sollten bei Kaufland Verkehrsschilder einführen, denn … Weiterlesen Der Ohrtunnel unter den Supermärkten

Gehirnblähung an der Currybutze

Mit zunehmendem Alter gibt es immer weniger grundsätzliche Fragen des Lebens, die noch offen sind: Warum haben sehr hübsche Teenagerinnen immer je eine abgrundtief hässliche beste Freundin, die wie ein Satellit um sie herum kreist? Warum erhöhe ich automatisch die Geschwindigkeit, wenn mir beim Joggen eine Frau entgegenkommt? Und warum versuche ich krampfhaft dranzubleiben, wenn … Weiterlesen Gehirnblähung an der Currybutze

Braindead im Gesundbrunnencenter

Das Gesundbrunnencenter (GBC) drüben im immer noch sehr schönen Ortsteil Wedding, wird aufgefressen. Von seinem eigenen Erfolg. Es ist nicht zu verhehlen, dass dieses vollkommen absurde Monster von Einkaufszentrum allen anderen umliegenden wie zum Beispiel meinen kleinen blöden Schönhauser Allee Arcaden in Prenzlauer Berg mit seiner schieren Größe den Rang abläuft, was bedeutet: Deutlich mehr … Weiterlesen Braindead im Gesundbrunnencenter

Esotheke

Es folgt ein mustergültiger Dialog mit einer Apothekenfachverkäuferin in Prenzlauer Berg: "Guten Tag, ich hätte gerne was gegen Kopf- und Gliederschmerzen. Wetterumschwung, Sie wissen schon." "Gerne, nehmen Sie das hier." "Mmmh. Ist das homöpathisch?" "Ja." "Sorry, ich bin nicht religiös. Geben Sie mir was anderes bitte?" "Es ist aber sanfter als Schulmedizin." "Ich möchte es … Weiterlesen Esotheke

Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Immer wenn ich einkaufe gehe, haben die Egoratten gerade Freigang. Und sie treffen sich am liebsten bei Netto im Mühlenbergcenter. Der provoziert das aber auch. Unten am S-Bahnhof Greifswalder bei Edeka, bei dem ich nicht mehr einkaufen mag, weil deren Werbeverantwortlichen es eine gute Idee fanden, einem nicht unerheblichen Teil ihrer Stammkundschaft aufmerksamkeitswirksam für den … Weiterlesen Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Be stupid – Go shopping

In Berlin haben sie es nicht so mit der Architektur - Hauptsache billig, möglichst rechtwinklig, auf jeden Fall klobig und als Materialien zur Verblendung bitte nur Sichtbeton und Glas. So erreichen die Mumien aus der Senatsbauverwaltung eine lebensfeindliche, todnüchterne Atmosphäre, die einen jeden bemitleiden lässt, der dort zu arbeiten gezwungen werden wird. Bonjour Tristesse. Seid … Weiterlesen Be stupid – Go shopping

Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

An des Supermarkts Frischtheke sprach ich zu einer Frau: „Guten Tag, ich hätte gerne 300 Gramm Rinderfilet. Durch den Fleischwolf gedreht bitte.“ „…“ „Nein, bitte nicht einpacken. Durch den Fleischwolf drehen bitte.“ „Durch den Fleischwolf?“ „Durch den Fleischwolf.“ „Das ist nicht Ihr Ernst!“ „Doch.“ „Was wollen Sie denn damit machen?“ „Ich werde es roh essen, … Weiterlesen Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

Discounterkassendemütigung

An der Kasse zu Aldi wartet meine ultimative Demütigung. Denn ich bin für die Kassen der Discounter zu langsam. Immer. Bei jedem Einkauf. Während ich noch damit beschäftigt bin, Joghurtbecher, Milchtüten, Saftflaschen und diese ganzen kleinen Proteinriegel, die sie jetzt bei Aldi verkaufen, sorgsam wieder in den immer zu tiefen rückentötenden Einkaufswagen zurück zu stapeln, … Weiterlesen Discounterkassendemütigung

Vernissage-Schnösel, Kackwürste und Pizza

Heute bin ich in des Prenzlauer Bergs Pappelallee. In einem schlumpfigen Pizzabäckerhipsterstall im Einflussgebiet vom versnobten Helmholtzplatz und die Schnösel sind auch schon hier. Heute sind es keine normalen Schnösel, sondern Kunstschnösel. Lauter laute Kunstschnösel. Natürlich sitzen sie alle neben mir und ich muss ihrem Gewäsch zuhören während ich esse. Und das ist schlimm. "Du, … Weiterlesen Vernissage-Schnösel, Kackwürste und Pizza

Psycho-Kid goes shopping

Psycho-Kid goes shopping. Und jeden Tag grüßt der Treuepunkt aus der Gruft. Montag. Salatkopf, ein Brötchen, zwei Müllermilch Schoko, etwas Käse. "Sammeln Sie die Treuepunkte?" "Nein, danke." "Brauchen Sie den Bon?" "Nein, danke." Dienstag. Spaghetti, Tomatensoße, Knoblauch, Karotten, etwas Aufschnitt. "Sammeln Sie die Treuepunkte?" "Nein." "Brauchen Sie den Bon?" "Nein." Mittwoch. Klopapier, Deo, Müsliriegel, Melone, … Weiterlesen Psycho-Kid goes shopping

Mayday Mayday Medimax

Achtung, Achtung, Mayday, Mayday, dies ist ein Notruf. Ich habe mich verlaufen in der gelb-roten Service-Wüste. Der letzte mir bekannte Checkpoint war zwischen elektrischen Bilderrahmen und Dampfbügeleisen. Ich weiß nicht mehr wie ich hier hergekommen bin, denn eigentlich wollte ich mich nur über ein Lautsprechersystem für den Flatscreen informieren, ging auf das grelle rot-gelbe Licht … Weiterlesen Mayday Mayday Medimax

Bitte geh‘ mir auf den Sack

Wer Kunde bei Vodafone ist, der darf sich über ganz viel sinnfreie Kommunikation freuen: (Dengel) "Oh, eine SMS. Wer schickt denn heute noch sowas?" "Kennen Sie schon die neue XXXXL-Flat mit Bonusminuten ins sudanesische Festnetz? Wählen Sie außerdem drei Nummern im überflüssigen deutschen Festnetz, in dem keiner außer Ihrer längst verstorbenen Oma mehr telefoniert und … Weiterlesen Bitte geh‘ mir auf den Sack

Treueshit

Rewe. Showdown an der Kasse. "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Sammeln Sie denn Paybackpunkte?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Wie steht's mit der Deutschlandcard?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Wieviel ist die Wurzel aus 3.998.377.500,78? "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Gibt es eine friedliche Lösung für den Nahen Osten?" "Sammeln Sie Treuepunkte?" "Warum haben Menschen zwei Ohren und zwei Augen aber nur eine … Weiterlesen Treueshit

McPaper – eine Groteske in vier Akten

Erster Akt [Auftritt Kunde, legt einen Packen Kopierpapier auf die Ladentheke] „Möchten Sie auch Tesa-Film?“ „Öh nein, wieso?“ „Ist im Angebot.“ „Ja, sehe ich, steht ja hier. Danke nein.“ [Kunde geht ab] (…) Zweiter Akt [Auftritt Kunde, legt einen Packen Briefumschläge auf die Ladentheke] „Brauchen Sie auch Filzstifte?“ „Nein, danke, wenn ich welche brauche, kaufe … Weiterlesen McPaper – eine Groteske in vier Akten

Wo bleibt eigentlich die Rezession?

Was gibt es denn so Neues? Oh. Viel. Kürzlich gab es bei Tchibo einen apfelgrünen Kiwibehälter zu kaufen. Und ein bananenförmiges Bananenbehältnis für Bananen. In Bananengelb. Direkt neben dem Eierschneider und dem Strumpfhosen-Notfallset. Ich wiederhole: Strumpfhosen. Notfall. Set. Doch das ist noch nicht alles. In der Behörde, in der einer meiner Freunde arbeitet, haben sie … Weiterlesen Wo bleibt eigentlich die Rezession?

Für den Untergang sorgen wir (nicht)

Der Dezember kommt mit Frost. Der berühmte Berliner Eiswind brennt in mein Gesicht. Ich werde heute Slime sehen. Niemand, den ich kenne, kennt die mehr. Slime? Was ist das? Deutschpunk? Werde ich gefragt. Was ist Deutschpunk? Macht die AfD jetzt Musik? Haha. Sehr witzig. Du Gnom. I kill you. Warschauer Brücke. Normalerweise trage ich die … Weiterlesen Für den Untergang sorgen wir (nicht)

Berlin-Mitte-Blues

Mitte. Leergefegt. Huhu. Die Hauptstadt mitten in der Woche an einem Abend im November. Ihre Läden geschlossen. Kaum Menschen zu sehen. Dabei ist die Stadt so voll, denke ich häufig. Wenn ich abseits der Touristenwege unterwegs bin, die nach Einbruch der Dunkelheit so öde werden. Die Stadt ist voll geworden, denke ich. Wenn ich da … Weiterlesen Berlin-Mitte-Blues

Anarchosyndikalistischer Rotwein

In den Straßen Prenzlauer Bergs riecht es bereits nach Winter. Die ersten Mütter backen ihr Zimtbackwerk. Die ersten Kinderbasteleien hängen in den Fenstern, die unvermeidlichen Tannenzweigkränze baumeln an den Türen und die Kirchen schreiben Anmeldungen für das jährliche Adventssingen aus. Und ich bekomme wieder nur Lust, auf die Hollandfahrradsattel meiner klerikalen Nachbarn zu kotzen. Was … Weiterlesen Anarchosyndikalistischer Rotwein

Der Praktikant und die chronische Verstopfung

Werbung in der M10. Schau an, der Praktikant hat also wieder eine neue Aufgabe bekommen: Finde eine originelle Illustration für Verstopfung. Vielleicht was mit Kunst. Etwas, das die ganze Scheiße, Darm, Tod und Teufel etwas auflockert. Und der Praktikant denkt und denkt und denkt nach. Wie soll ich nur Verstopfung illustrieren? Eine Schlinge? Symbolisch für … Weiterlesen Der Praktikant und die chronische Verstopfung

Bärenstark wie Berlin

Oh Hirn. Oh degeneriertes Hirn. Diese Vorlage kann ich nicht ungenutzt lassen. Ein sinnloser Shampoohersteller macht Werbung mit dem sinnlosen Spruch "Bärenstark wie Berlin." Nein, ich brauche nun wirklich keinen Beweis mehr, dass Werber zu ihrem überwiegenden Teil nicht die Windboe Ahnung haben wovon sie reden. Haar. Berlin. Stark wie. Klasse. Doch. Gerne schieße ich … Weiterlesen Bärenstark wie Berlin

Junksuff aus der Industriehölle

Was ist denn das jetzt wieder? Und wieso bekomme ich so etwas geschenkt? Einen Sechserpack Kleiner Feigling in der Geschmacksrichtung Erdnussflips. Mit dem Dreckszeug in der Hand sehe ich sonst nur rot-blau-geschminkte Touristinnen aus Gießen (oder einem anderen trostlosen westdeutschen Provinznest) gackernd die Schönhauser Allee Richtung Kaffee Burger runterschickern. Ich probiere den Scheiß. Na klar. … Weiterlesen Junksuff aus der Industriehölle

Freaky Nikolausi

Okay das war’s. Der Kapitalismus ist am Ende. Die letzten Zuckungen. Das hinterste Aufgebot. Sie lassen mich den Arsch vor lauter Innovationsverzweiflung mit Lebkuchen abwischen. Und morgen kaufen Sie: Tampons mit Spekulatius. Analplug mit Zimt. Und für den Einlauf ein Schuss Amaretto. Wo ist mein Likörchen?

Friss deine Medizin, Post

Deutsche Post: Streik kostet Post 100 Millionen Euro Und ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen. Nicht nur das, ich freue mich sogar ganz offen. Ich strahle sogar. So weit ist es gekommen, dass jede negative Nachricht für die Gewinnoptimierer irgendeiner Belétage in mir Glücksgefühle auslöst. Das Verhältnis ist auch zu lange schon einseitig. Immer … Weiterlesen Friss deine Medizin, Post

Bullenbeat

Spandau. Heerstraße. Fünf Leute in einem fahrenden Auto. Keiner ist angeschnallt. Auch der Fahrer nicht. Kurzer Weg. Altes Auto. Kein verbauter Überwachungssensor piept hysterisch. Doch was kommen muss, kommt auch immer. Die Bullen überholen. Dass in der Schrottkiste welche nicht angeschnallt sind, sehen sie sofort. Kelle. Bordstein. „Guten Abend. Fünf nicht angeschnallte Personen macht 150 … Weiterlesen Bullenbeat

Bill ich

Groß art ich. Haben sie nichts besseres für die Plakate dieses unfassbar hässlichen Autos gefunden als den letzten Heuler aus der Wortspielhölle zu recyceln und Wörter, die auf -ig enden, mit dem Personalpronomen "ich" zu kombinieren, völlig egal wie hirnamputiert das dann klingt. Wortspiele. Holprig-unlustige zumal. Fantastisch. Ist noch nie dagewesen. Wahrscheinlich der Praktikant wieder. … Weiterlesen Bill ich

Neuköllner Jogginghosentag

Schöne Grüße aus Neukölln. Es gibt Jogginghosenrabatt. Am Internationalen Tag der Jogginghose. Erfunden hat das der Praktikant zwischen Kaffee kochen und Falafel holen. Einmal die Hermannstraße rauf und die Boddinstraße rechts rein und fertig ist die Marketingidee. Das Plakat hängt mitten in Nord-Neukölln, natürlich, wo sonst als dort, wo auch ohne Rabatt 90% der Einwohner … Weiterlesen Neuköllner Jogginghosentag

Kudamm-Borgwürfel

Ich frage mich manchmal, ob ich der Einzige bin, der diese neue Architektur, die sich wie ein Krebsgeschwür durch die Toplagen der Stadt frisst, zum Wegrennen findet, denn alle Passanten laufen daran vorbei ohne sich vor Depressionen vor einen Bus zu werfen, davor zu kotzen oder sich wenigstens angewidert wegzudrehen. Vielleicht liegt es am grauen … Weiterlesen Kudamm-Borgwürfel

Halloweenwürstchen

Schauen Sie mal, es gibt neuen Unsinn zu kaufen. Blep Blep, kaufen Sie Halloween-Würstchen. Hihi gnarf gnarf ist das nicht lustig, drollige kleine Kürbisse auf unseren gepressten Fleischabfall gedruckt, gestanzt, gemalt oder was weiß ich denn wie die das gemacht haben, mit irgendeiner ätzenden Flüssigkeit in den prekären Kunstdarm gefräst vielleicht, ich hab' keine Ahnung, … Weiterlesen Halloweenwürstchen

City West Schnitzeljagd

Hey Kinder, heute fällt die Schnitzeljagd aus, der Onkel hat eine viel bessere Idee: Laufsocken suchen bei Karstadt Sports. Die Laufsaison neigt sich bald dem undankbaren Herbst zu und der Onkel braucht neue Laufsocken, als Ersatz für die alten, die der Sommerschweiß-Ammoniak zerfressen hat. Und hey, bei Karstadt Sports Laufsocken zu finden ist viel schwieriger … Weiterlesen City West Schnitzeljagd

Schon gehört?

Ich stehe konsterniert vor einem Schild in den todtraurigen Schönhauser Allee Arcaden: "Schon gehört? Foot Locker ist umgezogen und jetzt eine Etage tiefer zu finden." Bitte was? Schon gehört?!?!? Eines ist klar: Der Preis für die realitätsfernste Kundeneinschätzung des Jahres geht mit großem Abstand an Foot Locker. Da kann nichts mehr kommen. Die halten ihren … Weiterlesen Schon gehört?

Hipsterstall killed the Videostore

Quengel. Nein. Quengel. Nein. Ich will Kakao! Nein. Quengel. Nein. Ich will aber Kakao! Ja, ich weiß, dass du den willst, aber es gibt hier nur diesen Hipsterstall, dieses Konzentrat an allem, was ich in diesem Bezirk nicht mag: Aufgeblasene Mütter mit zu viel Tagesfreizeit, die um ihr Kind, das immer einen exotischen Scheiß-Doppelnamen trägt, … Weiterlesen Hipsterstall killed the Videostore

Die Drohkulisse vom Antonplatz

Hurra, hier ist Ihr neuer Bioladen. Schalten Sie bald wieder ein, wenn es heißt: Wir verdoppeln die Kaltmiete für Ihre Quadratmeter. Hinfort mit der Armut. Aus den Augen und dem Sinn sowieso. Schafft ein, zwei, drei, viele Eigenheime. Jetzt sind sie also in Weißensee angekommen. Am Antonplatz. Nehmen wir doch mal die Scheuklappen ab, schmeißen … Weiterlesen Die Drohkulisse vom Antonplatz

Psychopathentreff über den Wolken, heute: Der Immobiliensack

Rückflug von Köln/Bonn. Der da mit dem Gel im Haar ist der Immobiliensack. Er ist der anstrengendste Mensch im ganzen Flieger, zersetzt schon seit dem Wartebereich am Gate meine Nerven und sitzt jetzt natürlich: Vor mir. Er wurde aus irgendwelchen Gründen von seinen Immobiliensackkumpels separiert und weil er es nicht schafft, einfach einen Kurzstreckenflug lang … Weiterlesen Psychopathentreff über den Wolken, heute: Der Immobiliensack

Die Pädagogen und die Penner

Wühlmäuse. Politisches Kabarett. Links. Korrekt. Immer auf der richtige Seite. Bissig, aber doch so altherrenartig, um die letzten alten SPD-Mitglieder im Publikum nicht zu verschrecken. Hier treffen sie sich, jene, die noch an die politischen Grabenkämpfe des letzten Jahrhunderts glauben und wählen gehen, PDS/Linke oder wie die gerade heißen, es sind die, die immer noch … Weiterlesen Die Pädagogen und die Penner

Die schrecklich nette Weihnachtsfamilie von Nivea

Hey, cool, Nivea hat einen neuen Werbespot, heuer mit dem Titel "Das schönste Geschenk ist die Familie". Wie stellt sich Nivea eigentlich die perfekte Familie an Weihnachten vor? Na so: --- Endlich Weihnachten. Darauf hab ich mich schon so lange gefreut. Mein Onkel ist da und hilft meiner Mama in der Küche. Und er hilft … Weiterlesen Die schrecklich nette Weihnachtsfamilie von Nivea

Goldstaub-Currywurst

  Gestern auf dem Weihnachtsmarkt:   3,50 für eine Currywurst. Und die Touristen stehen an wie blöd. 3,50. Goldstaub. Lithium. Seltene Erden. Weihnachtsmarktpreis. Puffpreis. Und sie zahlen und sie zahlen und danach rennen sie zu Starbucks, trinken schlechten Kaffee mit klebrigem Sirup für 4,10 und bewundern ihre Dose Berliner Luft für 3,90. Sie zahlen und … Weiterlesen Goldstaub-Currywurst

Zugschadengewöhnung

Innerhalb welchen Zeitraums haben sie uns eigentlich an die täglichen Ausfälle bei der Berliner S-Bahn gewöhnt? Wann haben die Leute aufgehört zu meckern? Wann haben die Zeitungen aufgehört, über den täglichen Wahnsinn zu berichten? Wieso rastet nicht einmal mehr jemand aus in einer dieser Sardinenbüchsen, in denen Beförderungsfälle wie Vieh auf zu wenig Raum mit … Weiterlesen Zugschadengewöhnung

Hagelschaden in den Journalistenhirnen

Die Nacht war in Berlin ruhiger als erwartet. Na Prost. Wie schade. Nix passiert in der Stadt. Nicht mal ein Toter. Nur in Weimar ist ein Weihnachtsbaum umgekippt und in Friedrichshain fiel ein Gerüst um. Strenggenommen ging in Berlin nicht mehr kaputt als sonst in einer Nacht. Und sogar die Berliner S-Bahn fährt, obwohl die … Weiterlesen Hagelschaden in den Journalistenhirnen

Die Borg sind da! In Mitte!

Oh Gott, ein Borgwürfel ist gelandet. Mitten auf der Torstraße. Sie werden uns alle assimilieren, dann werden wir werden wie dieser schwarze Würfel: Düster. Lebensfeindlich. Gleichförmig. Glatt. Funktional. Abgrundtief hässlich. Schade, dass man sich in der Gegend nicht mehr günstig volllaufen lassen kann, dann könnte man wenigstens im Suff dagegenpinkeln. Wer tut dieser Stadt so … Weiterlesen Die Borg sind da! In Mitte!

Weihnachtsmarkt – kennste einen kennste alle

Weihnachtsmärkte kann ich nicht leiden. Glühweinbeschickerte Pappnasen mit blinkenden Idiotenzipfelmützen auf dem feisten Kopf torkeln unansehnlich bratwurstfressend durch ein Gedränge, das nur in den randvollen Wagen der Berliner S-Bahn ein würdiges Pendant findet. Und als ob sie noch einen draufsetzen wollen, schleifen bis zur Stufe ihrer Unfähigkeit beförderte Chefs ihre bedauernswerten Untergebenen hinter sich her, … Weiterlesen Weihnachtsmarkt – kennste einen kennste alle

Es wird Winter in der City West

City West. Es zieht. Der Winter, der harte Berliner Winter, wirft seine Schatten voraus. Der mit dem Eiswind. Er kommt. Ein Abgerissener auf einem rostigen Fahrrad, an dessen Lenker Lidltüten und ein Schlafsack hängen, fährt an mir vorbei. Für ihn geht es jetzt wieder um alles. Winter. Schnee. Minusgrade. Volle Unterkünfte. Mit Glück ein offener … Weiterlesen Es wird Winter in der City West

Kein Arschloch bei Netto

Ich war letztens bei Netto einkaufen. Und habe was vermisst. Die Arschlöcher.  Ja, die Arschlöcher, die typischen Netto-Kunden, wegen denen ich so ungerne zu Netto gehe, jene, die einem mit dem Einkaufwagen in die Hacken fahren und dann, wenn man sich umdreht, um die Entschuldigung entgegen zu nehmen, so böse kucken als hätte man gerade … Weiterlesen Kein Arschloch bei Netto

S-Bahn-Propagandaoffensive

Was macht ein kaputtgespartes Unternehmen, das es keinen Tag ohne massive Zugausfälle schafft, seine Beförderungsfälle in fahrenden Konservendosen zusammenquetscht und in seiner Reputation inzwischen nur noch knapp über Tebartz-van Elst und Boris Becker rangiert? Es investiert natürlich nicht in mehr Service, mehr Fahrzeuge, mehr Personal oder senkt gar die Preise, sondern jagt einen Haufen Billiglöhner … Weiterlesen S-Bahn-Propagandaoffensive

Mit einem Flutschfinger gegen die Gewalt

Was macht eine Stadt, die pleite ist und auf ihren U-Bahnhöfen einen Großteil der guten alten Aufsichten abgeschafft hat? Sie setzt darauf, dass der Bürger sich selbst hilft und druckt ein Plakat, auf dem einer, der so aussieht als würde er bei erster Gelegenheit die Beine in die Hand nehmen, selbstsicher seinen Zeigefinger als das … Weiterlesen Mit einem Flutschfinger gegen die Gewalt

Der verkappte Romantiker von Meßmer

Voraussichtlich notwendiger Disclaimer: Das Weiße da ist Handcreme. Kein Ejakulat. Der Praktikant durfte wieder einmal einen Packungstext schreiben. Vor mir liegt eine billige Packung grüner Tee von Meßmer. Der ist nicht gut. Der ist sogar richtig scheiße. Weil er schon ewig bei Rewe im Regal lag. Ich brauchte dringend Tee und Rewe hat sonst nur … Weiterlesen Der verkappte Romantiker von Meßmer

Fordern Sie uns!

Fordern Sie uns, tönt die Apotheke. Boar, klingt das dynamisch, klingt das kraftvoll, klingt das potent. Ich war da. "Guten Tag, ich brauche einmal Hektaphysignol Klopp-Klopp Forte C." "Hamwa nich. Muss ick bestell'n. Is morjen da." Ich fühle mich unterfordert.

Deprimierende Knautschburger

Am kulinarisch unglückseligen S-Bahnhof Greifswalder Straße, dieser tieftraurigen und dabei ungewollt komischen Karikatur eines Umsteigebahnhofs, an dem jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch mit einer Zukunft schnell zusieht, dass er da weg kommt, bevor das abfärbt und man sich einen Puff wünscht, der dieser Gegend ein wenig Stil und weltmännisches Flair verleihen würde, besitzt McDonalds eine … Weiterlesen Deprimierende Knautschburger

Newsletter mit Krokodilstränen

Neulich im Posteingang: Ich sage: "Tschüß!"  Lieber Stevenson, schade, dass Du keine Shopping-Tipps mehr von mir bekommen möchtest. Ich lasse Dich von nun an in Ruhe. Wenn Du Deine Meinung änderst, kannst Du Dich jederzeit wieder bei mir melden.  Dein trauriger Sovendus-Shopping-Komplize Freunde, ehrlich, wer hat den Praktikanten wieder an die Textschablone gelassen?

Aufgeblasen in der Corinthstraße

Repräsentanz schreibt er. Der Betriebswirt. Als wären wir hier am Pariser Platz. Auf dem Kurfürstendamm. In der Friedrichstraße. Oder wenigstens in der Schönhauser Allee, wenn es für mehr nicht reicht. Repräsentanz  Berlin-Pariser Platz Ich bin unwürdig. Darf ich Ihre Stiefel mit meinem Armanihemd polieren? Repräsentanz  Berlin-Friedrichstraße Ich bin sehr beeindruckt. Mein Name ist Ronny Krawuttke. … Weiterlesen Aufgeblasen in der Corinthstraße

Hello darkness, my old friend

Oh ihr Investoren und Bauherren, damit habt ihr euch selbst übertroffen. Spreedreieck. Friedrichstraße. Ich hab gedacht, schlimmer als die Neubauriegel um den Alexanderplatz, die gesichtslosen Betonklötze am neuen Hauptbahnhof oder die menschenfeindlichen Bunkerglaskästen am Spreeufer Richtung Stralau kann es nicht mehr werden, aber es kann: Das Spreedreieck – ein fieser düsterer Bau in prominentester Lage, … Weiterlesen Hello darkness, my old friend

Pleite. Die Wahrheit stirbt immer zuerst

Aha. Ein Haushaltswarenladen. Geschlossen. Aus technischen Gründen. Vorübergehend. Seit Monaten schon. Was ist da passiert? Glühbirne kaputt? Jetzt gibt's kein Licht mehr? Oder doch Kabelbrand, Klobecken übergelaufen, Regale eingestürzt, Kaffeemaschine abgefackelt? Wie wär's mit: Pleite. Hat sich nicht gerechnet. Lief nicht mehr oder besser: Lief noch nie. Meine Güte, die Wahrheit stirbt immer zuerst, wenn … Weiterlesen Pleite. Die Wahrheit stirbt immer zuerst

Zipfelmützenproblem

Es spricht aus Facebook: Prenzlauer Berg hat wieder ein Riesenproblem und die Lokalpresse berichtet exklusiv: Handbesungenes Hipster-Eis von Hokey Pokey ist so erfolgreich, dass man den Preis pro Kugel bedauerlicherweise (wir sind untröstlich, von Pfeilen durchbohrt und Kugeln durchsiebt) auf 1,60 setzen musste, um die mäandernden Müttermassen weg vom Bürgersteig zu kriegen, bevor die ersten … Weiterlesen Zipfelmützenproblem

Hermes Herpes und Band

Hermes ist fast der schlimmste Paketdienst, der in dieser Stadt sein Unwesen treibt und es nur selten schafft, bei mir ein Paket vernünftig auszuliefern. Schlimmer sind nur noch GLS oder DPD, die schaffen das nie. Ich rieche bei jeder Bestellung, bei der mir Hermes angedroht wird, in vorauseilendem Gehorsam den modrigen Geruch einer anachronistischen wilhelminischen … Weiterlesen Hermes Herpes und Band

Der Netto der Verdammnis

In einem selbst für Berliner Verhältnisse äußerst schmucklosen Zweckbau in der Friedrichshainer Corinthstraße hat Netto die Nahversorgung des Viertels sichergestellt. Farbenprächtige Lockmittel, irgendeine Verschönerung der in weiß-grau gehaltenen Lageroptik mit dem Charme des Behandlungszimmers eines Knast-Zahnarztes oder gar Stil in zumindest rudimentären Ansätzen wird hier nicht geboten. Für wen auch? Es ist selten jemand zu … Weiterlesen Der Netto der Verdammnis

Engagierte und motivierte Mitarbeiter für umme

Neulich in Berlin-Treptow: Ich übersetz das mal:“Ich hab keinen Bock, Steuern und Sozialabgaben für diesen lausigen Thekenjob zu bezahlen, deswegen sind mehr als zwei Tage die Woche nicht drin, weil für den Rest bis einschließlich Samstag nehm ich mir zwei andere Tagediebelöhner, die mir das Jobcenter schickt und von denen ich mir auch wieder alle … Weiterlesen Engagierte und motivierte Mitarbeiter für umme

Occupy my Drogeriemarkt

  Der Rossmann in den Schönhauser Allee Arcaden hat ein Problem: Er hat zu viel Kundschaft. Seit "Ihr Platz" gegenüber zugemacht hat und weit und breit keine Konkurrenz zu sehen ist, platzt der verdammte Rossmann aus allen Nähten.Zu viele Menschen. Menschenknäuel. Kein Durchkommen in den Gängen. Stau hier. Stockender Verkehr dort. Kollisionen mit Einkaufswagen, Zwergenkisten, … Weiterlesen Occupy my Drogeriemarkt