Mitte stinkt

Mit mir könnt ihr's ja machen. Denkt ihr euch. Na klar. Mit mir geht das. Um die Zeit sowieso. Es ist irgendwann nach Mitternacht. Ich bin voll. Voll wie eine Regentonne nach einer dieser spätsommerlichen Sintfluten, dicht wie ein Eimer, kübelfett, strunzstramm. Nach flaschenweise Pils und gläserweise Cuba Libre setzt irgendwann zwangsläufig der nächtliche Suffhunger … Weiterlesen Mitte stinkt

Nudo

Es ist ein Elend. Sind Sie zu jung, haben Sie meist kein Geld, um halbwegs gut zu essen. Sind Sie zu alt, haben Sie zwar vielleicht das Geld, aber dürfen nicht mehr allzu häufig zu gut essen. Der Blutdruck. Der Blutzucker. Das Gewicht! Tofu olé. Her mit den Blättern, zum Teufel mit dem Öl. Und … Weiterlesen Nudo

Osmans Töchter

Osman seine Töchter. Frau Modeste war schon da. Ich auch. Mehrmals schon. Ich bin oft in dieser Gegend, denn die Pappelallee in Prenzlauer Berg ist eine Bank für einen gelungenen Abend, zumindest wenn Sie es schaffen, das piefige Publikum Prenzlauer Bergs auszublenden, dessen Omnipräsenz Sie inzwischen in keiner Nische mehr entkommen können. Wenn Sie graue Filzschuhe, … Weiterlesen Osmans Töchter

Bayernmichel

Die süddeutsche Totalübernahme von Prenzlauer Berg hat unbestreitbare Vorteile - zumindest in kulinarischer Hinsicht. So eröffneten in den letzten Jahren einige schwäbische, bayerische und hessische (!) Restaurants, aber auch ausgewiesen schwäbische Bäckereien buhlen hier um Anklang bei ihren ausgewanderten und an diesem Ort konzentriert niedergelassenen Landsleuten. Multikulti geht hier in der Stadt eben immer auch … Weiterlesen Bayernmichel

Lecker Song

Das Blog Drei Farben Berlin ist meine Bank für gutes Essen. Ich fresse diesem Blog quasi alles nach. Jede Empfehlung ein Treffer. Wenn ein Laden dort positiv besprochen wurde, dann gehe ich hin. Es nimmt immer ein gutes Ende. Ich habe keine Ahnung, wer das Blog betreibt, es liest sich wie jemand, der mal bei Qype oder … Weiterlesen Lecker Song

Vom Reinickendorfer Ding, das ganz schwer in die Hose gehen wird

Manchmal treffen Sie auf eine Unternehmung, bei der Sie schon innerhalb der ersten Minuten spüren, dass sie fürchterlich in die Hose gehen wird. Ich bin am Eichborndamm in Reinickendorf und hier stimmt auf den ersten Blick gar nichts. Null. Es wird nicht gut gehen. Schauen Sie sich mal das Trauerspiel auf dem Bild an. Draußen … Weiterlesen Vom Reinickendorfer Ding, das ganz schwer in die Hose gehen wird

Parmesanrad, Trüffel und offenes Feuer: Nuova Mirabella

Hallo Tempelhof. Hallo Alt-Tempelhof. Ich sitze in einer Pizzeria ganz alten Stils. Aus der Zeit gefallen. Italo-Kitsch-Interieur, Dekoteller mit Traubenverzier, Tonkrüge mit Pizzaverzier. Oder umgekehrt. Weinflaschendwand voller Weinflaschen und natürlich die unvermeidlichen schweren ledernen Speisekarten. Die 80er grüßen aus der Gruft. Bongiorno. Sie servieren hier Wagenräder. Gutes solides Handwerk. Einen Teig wie früher, als Sie … Weiterlesen Parmesanrad, Trüffel und offenes Feuer: Nuova Mirabella

Da rebelliert mein Zimtstern

Da sitze ich in einem vegetarischen Restaurant und bin unwillig. Ich will das hier nicht gut finden müssen. Ja. Vegetarisch. Ja. Vegan sogar auch. Ja. Rettet die Welt. Ja. 10% von Irgendwas gehen an Irgendwen. Dritte Welt. Waisenkinder. Hundebabies. Hundekinderbabywaisen. Oder an die antifaschistische antikapitalistische antisexistische fünfzehnte Sektion der XVII. Kreuzberger Internationalen. Oder einen Ashram, … Weiterlesen Da rebelliert mein Zimtstern

Voland: Der russische Veteran

Alle Welt plus Bild, Faz und Spiegel zerrt seit einem Jahr das 20. Jahrhundert aus der Gruft und führt einen nicht enden wollenden publizistischen Feldzug gegen Russland. Da können Sie als angeprangerter Putinversteher außer Schimpfen (oder bloggen, was oftmals dasselbe ist) nicht viel dagegen tun. Na gut, außer essen gehen vielleicht. Natürlich beim Russen. Aus … Weiterlesen Voland: Der russische Veteran

Zucker und Fett in Potemkins Kiez

I'm just as fucked up as they sayI can't fake the daytimeFound an entrance to escape into the darkMetric - Artificial Nocturne Vormittags in Schnösel City. Wenn Sie nicht ab und zu mal mit den Soziopathen der Entscheiderebene aus dem Borgwürfel essen gehen, Geburtstag feiern oder in der Teeküche auf eine Tasse widerlichsten Automatenkaffee zusammenstehen … Weiterlesen Zucker und Fett in Potemkins Kiez

Mr. Hai am Savignyplatz

Ich bin selten am Savignyplatz. Dafür verdiene ich zum einen immer noch nicht gut genug und zum anderen sind da die Leute: Auftoupierte Püppchen im Katzenbergerstyle, die aus schneeweißen Chevrolet Camaros steigen, Immer-noch-Miniplitragende-Provinzcasanovas im Porsche 911 (ein anderer geht auch gar nicht, vollstes Verständnis dafür), die den Motor wie schon vor 40 Jahren an der … Weiterlesen Mr. Hai am Savignyplatz

Foodbloggers Nemesis – Kalbsnieren und geflockte Sahne

Ich habe den freundlichen Rainer Balcerowiak mal um ein Rezept gebeten und er hat es rausgerückt: Kalbsnieren in Weißwein-Senf-Sauce. Seinen als Beilage vorgeschlagenen Kartoffelstampf habe ich durch selbstgemachte Spätzle ersetzt, um eine kleine persönliche Note in das Gericht zu bringen. Ich wohne nämlich in Prenzlauer Berg und muss deshalb Konzessionen machen, sonst weisen sie mich … Weiterlesen Foodbloggers Nemesis – Kalbsnieren und geflockte Sahne

Transit Kreuzberg

Och, hier bin ich wieder, im alten Transit - dem verratzten Vorzeigehipsterstall, alte Sessel, Tische mit Patina, looks like zusammengeklaubt vom Sperrmüll. Was anderswo so furchtbar gewollt und dann doch nicht authentisch aussieht, kommt hier recht flockig rüber, wenn man reinschneit und dem Bärtigen hinter dem Tresen seine Bestellung zuruft, bevor man sich hinsetzt. Das … Weiterlesen Transit Kreuzberg

Der Kretaner – Griechisch geht auch gut

Ich mochte lange Zeit nicht griechisch essen. Nicht mehr. Hatte man mir ausgetrieben. Mit Stumpf und Stiel. Denn ich hatte es einfach zu oft, das prekäre Fleischgemetzel mit frittiertem Unsinn aus der XXL-Hölle, dieses üble Gammelgyros im Fettsud mit den kleinen fiesen Knorpelstückchen, den ganzen lieblos frittierten Blödsinn jeder Art, der nach Gummi und sonst … Weiterlesen Der Kretaner – Griechisch geht auch gut

Partyabfüllstation – das Sanabel

Ich bin ab und zu einmal mittagspausenbedingt auf dem Touristencatwalk der Schlesischen Straße und habe Hunger. Das Sanabel besetzt hier eine prominente Lage und bietet Arabisches nebst einigen seltsamen und fast vorsätzlich unpassend anmutenden Specials wie Hamburger an. Fast alles, das es hier gibt, habe ich schon einmal irgendwo besser bekommen, gerade in Kreuzberg. Das … Weiterlesen Partyabfüllstation – das Sanabel

Cao

Baumschulenweg, gehört das eigentlich noch zu Alt-Treptow oder ist das schon Schöneweide? Alt-Treptow kann es nicht sein, weil man hier in Baumschulenweg vergleichsweise gut essen kann. Und Gut essen ist ein Zustand, der sich mit Alt-Treptow prinzipi- und traditionell ausschließt. Dort bitte nur billigst, ranz-, salz- und fettig - gut ist da nachrangig. Es gibt … Weiterlesen Cao

Statt Schnöselställen

Immer nur in den Schnöselställen Prenzlauer Bergs zu essen, nervt auf Dauer. Zeit, sich zu erden. Und dabei hilft Kreuzberg immer noch so gut wie kein anderer Bezirk, wenn man nicht unbedingt zum Heizspiralbehälterbockwurstessen zum S-Bahnhof Wartenberg möchte. Falckensteinstraße. Studentenstrich. Hostelmeuten. Saufspanier. Mein Kundentermin. Gleich muss ich wieder Dinge erzählen, von denen ich erschreckend wenig … Weiterlesen Statt Schnöselställen

Authentisch: Good Friends

Manchmal verlasse ich ein Restaurant mit gemischten Gefühlen und kann das Unwohlsein nur sehr schwer an etwas festmachen. Good Friends in Charlottenburg - authentische chinesische Küche kantonesischer Prägung. Sagen sie. Ich sehe mich nicht in der Position, das so belastbar zu beurteilen wie diese blasierten Wichtigtuer, die mit wichtiger Miene kantonesisch von han-shanghai und hongkong-pfui … Weiterlesen Authentisch: Good Friends

Fest gemauert in den 90ern steht der Schlumpf im Siff erstarrt

Lenbachkiez. Friedrichshain. Ich bin auf einen Kaffee verabredet. Na sicher, das war ja klar, natürlich sitzen auch hier wieder die obligatorischen Klischees mit Hornbrille, Macbook, Flanellhemd und sogar einer mit riesigem Kopfhörer (schon wieder eines dieser Teile, die diese Vögel aussehen lassen wie Vorkriegspiloten. Auf welchem Flohmarkt graben sie solche Dinger eigentlich aus?). Ich weiß … Weiterlesen Fest gemauert in den 90ern steht der Schlumpf im Siff erstarrt

Cocoro

Irgendwo in Kreuzberg. Curry 36 und Mustafa in Sichtweite. Ich habe Hunger und Lust auf einen Kaffee. Cocoro heißt der einzige Laden, der mich anspricht. Japanisch. Und Kaffee. Touchdown. Von außen sehe ich schon wieder das Feindbild, das immer dann sinnlos in den Cafés rumsitzt, wenn ich gerade Lust drauf habe: Vor ihren aufgeklappten Net-, … Weiterlesen Cocoro

Auf eine ehrliche Boulette

Hinter der Modersohnbrücke am langweiligen Ende der gleichnamigen Straße Richtung Spree ist nicht viel los. Ein trauriger Kiosk mit immer weniger Ware in der Auslage wartet auf nie erscheinende Kundschaft, gegenüber residiert eine an ein Flüchtlingslager irgendwo im kongolesischen Dschungel erinnernde Kita, die ihr Antlitz hinter einer völlig zugewucherten urwaldgleichen Hecke verbirgt, ein, zwei, viele … Weiterlesen Auf eine ehrliche Boulette

Homes

Fuck Valentinstag, ich geh' lieber was essen. Und da gilt die Losung: In Kreuzberg isst man besser. Jedem, der gleich nebenan in Alt-Treptow immer noch partout vernünftig essen will, sollte man dieses Mantra dreimal täglich um die Ohren hauen. Denn vergleiche ich die beiden unmittelbar angrenzenden Kieze mit der kulinarisch-kritischen Brille, drängt sich mir unwillkürlich … Weiterlesen Homes

Burgerium

Einer der besseren Burgerläden der Hauptstadt befindet sich in der Revaler Straße am Rand des unsäglichen Simon-Dach-Kiez und heißt Burgerium. Man muss ja inzwischen froh sein, wenn ein Burgerladen nicht irgendein Wortspiel als Name hat. Kreuzburger. Burgeramt. Burgermeister. Haha. Ha. H. Wer kennt noch einen? Dass er einer der besseren Burgerläden ist, überrascht etwas, ist … Weiterlesen Burgerium

Die Tonne der Verdammnis

Bitte sehr, das ist die Tonne der Verdammnis. Auf der Mittelpromenade der Schönhauser Allee. Unter der U-Bahn, die hier ausnahmsweise oben auf dem Viadukt fährt. Es ist ein Ort, an dem schon viele pleite gegangen sind, hier am vergessenen südlichen Ausgang des U-Bahnhofs Schönhauser Allee, an dem vorher Minipizza verkauft wurde, davor Kippen/Suff, Omas Kartoffelpuffer … Weiterlesen Die Tonne der Verdammnis

Omoni

Omoni. Kopenhagener. Koreanisch. Was es alles gibt. Soll das beste Sushi der Stadt sein. Sagen alle. Das könnte fast hinhauen. Fast. Es gibt noch einen besseren im Kiez. Knapp. Vielleicht verrate ich den auch mal, vielleicht auch nicht, sonst wird es noch voller dort als es sowieso schon ist. Das Omoni formt tolle Kreationen, Dinge, … Weiterlesen Omoni

Mein polnisches Wohnzimmer: Filafood

Mein polnischer Bekanntenkreis wird immer umfangreicher hier in der Hauptstadt. Mein Handwerker ist polnisch, weil er besser, zuverlässiger, freundlicher und günstiger ist als diese ganzen Volkstheaterspieler, die immer, aber wirklich immer schwerst seufzend vor jedem Problem stehen, das immer, aber auch wirklich immer so außergewöhnlich ist, dass es sie vor schier unlösbare Probleme stellt: "Oje, … Weiterlesen Mein polnisches Wohnzimmer: Filafood

I Due Forni – Punkrockpizza

Wenn diese Italo-Punks mit ihrer eigenwilligen Interpretation einer Trattoria unter den Blicken des Commandante Che volksnah echte italienische Pizzen ausgeben, fühlt sich der Eros-Ramazotti-weichgespülte Durchschnittsdeutsche gerne mal auf den Altherrenschlips getreten, weil er hier nicht mit einem strahlenden "Buongiorno!" begrüßt und mit einem schmalzigen "Mille Grazie!" verabschiedet wird. Nein, sie sind nicht freundlich hier im … Weiterlesen I Due Forni – Punkrockpizza

Im Schatten des Einkaufsbunkers

Frankfurter Allee. Der Bunker wirft einen langen Schatten. Der Einkaufsbunker, der graue. Klotz. Widerlich. Trotz Sonne Regenwetter simulierend. Muss ein Sadist geplant haben, das Ding. Flakbunker. Schwerbelastungskörper. Shoppingwüste. Hier im Schatten residiert der Philosoph an der Currybutze, der übliche Verdächtige. Jede Currybutze hat einen. Mindestens. "Ick will heute keene Boulette, ick will ne Currywurst, am … Weiterlesen Im Schatten des Einkaufsbunkers

Sardisch essen in Prenzlauer Berg: Terra Sarda

Ihr habt ja Mut. An dieser Ecke so gutes Essen anzubieten. An dieser gottverlassenen Ecke zwischen Netto und dem Bermudadreieck Wichertstraße, dem hinterletzten Arsch Prenzlauer Bergs, in dem die Läden im Monatsrythmus eröffnen und dichtmachen, weil es hier nichts, aber auch gar nichts zu holen gibt - an dieser Stelle, an der vorher die Gaststätte … Weiterlesen Sardisch essen in Prenzlauer Berg: Terra Sarda

Waldgeist – XXL-Inferno am Taunus

Von Frankfurt nach Hofheim. Am Taunus. Das Waldgeist XXL Restaurant war, glaube ich, der erste Betrieb in Deutschland, der virales Marketing nutzte, um auf sich aufmerksam zu machen. Es muss irgendwann 2004 gewesen sein, da verging kein Tag, an dem nicht mindestens einmal die Powerpointpräsentation über die größte Currywurst und das größte Schnitzel Deutschlands im … Weiterlesen Waldgeist – XXL-Inferno am Taunus

Weihnachtsernüchterung: Keine Völlerei mehr in der Wilmersdorfer

Da will man Fresskram für das Fest der hemmungslosen Völlerei kaufen und dann ist der Lieblingsfresskramladen auch schon wieder pleite. War das ein fieser schöner Laden. Hier ein wenig luftgetrocknete Wurst, dort ein wenig nussigen Schinken, Kaviar, ein wenig schwarze Trüffeln für die Spaghetti, eine Flasche Weiß, eine Flasche Rot, vom Feinsten, vom Besten, immer … Weiterlesen Weihnachtsernüchterung: Keine Völlerei mehr in der Wilmersdorfer

Goldstaub-Currywurst

  Gestern auf dem Weihnachtsmarkt:   3,50 für eine Currywurst. Und die Touristen stehen an wie blöd. 3,50. Goldstaub. Lithium. Seltene Erden. Weihnachtsmarktpreis. Puffpreis. Und sie zahlen und sie zahlen und danach rennen sie zu Starbucks, trinken schlechten Kaffee mit klebrigem Sirup für 4,10 und bewundern ihre Dose Berliner Luft für 3,90. Sie zahlen und … Weiterlesen Goldstaub-Currywurst

Die besten Currybutzen von Nordberlin – Der König

Lange keine Currywurst mehr gegessen. Was ist das denn? "Berliner Currywurst" brüllt es von der Leuchtreklame. Jaja. Damit auch der letzte Tourist versteht, dass es hier das berühmte Berliner Grundnahrungsmittel gibt. Understanding Understatement war offenbar in der Grabbelkiste von Woolworth ausverkauft, gilt doch folgende Regel im Zusammenhang mit Fast Food: Je brüllender die Werbung, desto mieser … Weiterlesen Die besten Currybutzen von Nordberlin – Der König

Am Bürgerpark Pankow: Mirabelle

Ich meine es ja traditionell gut mit der Mirabelle. Ich bin oft da. Es ist ein urgemütliches Lokal in unmittelbarer Nähe zum Bürgerpark Pankow, geräumig und sehr, wirklich sehr, kinderfreundlich - pädophobe Kinderwagenhasser sollten hier nicht hingehen, sie werden es hassen, die Kinderwagen und das Lokal. Diese familienfreundliche Ausrichtung ist ganz offensichtlich gewollt und wird … Weiterlesen Am Bürgerpark Pankow: Mirabelle

Die besten Currybutzen von Nordberlin – Platz 2: Curry Baude

Für die Bewohner von Prenzlauer Berg, meinem aus Bio-Elfenbein handgeschnitzten Vollkornkäfig auf Ayurvedabasis, ist der Wedding eine andere Welt, der rote Wedding, dieser immer noch volksnahe Arbeiter-, Immigranten- und Proletenbezirk, den ich so mag und in dessen handfeste cholesterinreiche Tiefen ich eintauche, um mal wieder zu fühlen, wie es der wirklich arbeitenden Bevölkerung abseits von … Weiterlesen Die besten Currybutzen von Nordberlin – Platz 2: Curry Baude

Die peinliche Markise muss weg

Jetzt ist es weg, das Restaurant mit einer der peinlichsten Markisen von Prenzlauer Berg, die so pisakrüppelmäßig daherkam, dass sie fast schon Kult war: Das war nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein türkischer Italiener, der nicht so richtig wusste, wo er hin wollte und gelegentlich ins Schwäbische, Bayerische oder Österreichische abglitt. Manchmal auch Griechisch. Ungarisch. … Weiterlesen Die peinliche Markise muss weg

Die besten Currybutzen von Nordberlin – Platz 3: Zum Hausmacher

Es gibt drei Currywurstbutzen im Norden Berlins, die ihren Job fast bis zur Perfektion beherrschen und die man aus dem Sellerieparadies Prenzlauer Berg ohne lange zu fahren erreichen kann. Ich bin an allen dreien gerne. Heute und die nächsten beiden Mittwochse stelle ich sie vor. Eine pro Woche. Öfter sollte man Currywurst eh nicht essen. … Weiterlesen Die besten Currybutzen von Nordberlin – Platz 3: Zum Hausmacher

Hamburg vs. Weißensee: Fischeren Frisch und schönere Puffs

Nur in zwei Dingen ist Hamburg besser als Berlin: Es gibt günstig fischen Frisch und schönere Puffs. (duck) ... ... ? ...... ? Wer in Berlin fischen Frisch will, ist angewiesen auf die Metro, Da kommt nicht jeder rein. KadeWe bzw. Galeria Kaufhof Viel zu teuer. oder seit ein paar Jahren die Fischfrischtheken bei Kaisers. … Weiterlesen Hamburg vs. Weißensee: Fischeren Frisch und schönere Puffs

Das arme Stralau und sein trauriger Bäcker

In den 90ern war es Mode, im Namen eines Geschäfts möglichst die Zahl 2000 unterzubringen. Das versprach Innovation, Zeitgeist, Zukunft. Freshness. Und was gab es da nicht alles: Friseur 2000, Blume 2000, Getränke 2000, Sexyland 2000, natürlich Curry 2000 und bestimmt gab es auch irgendwo in einer Plattenbauschlucht Mandys Erotikmassagen 2000. Nur echt mit roter … Weiterlesen Das arme Stralau und sein trauriger Bäcker

Kein Dosendump, kein Zuckerteig: Da Gelo

Bitte was? Pizza in Treptow? Ja, ganz toll. Und dann auch noch in einem Kino. Nein, bitte nicht, lieber würde ich Labskaus auf einem Rasthof in Südbrandenburg, Sushi im Industriegebiet Friedrichsfelde-Ost oder Formschnitzel auf dem Kometen Hyakutake essen. Das klappt doch nie und nimmer, nicht in Treptow, der Heimat der grellgelben Werbebanner, der 50%-Dauer-Happyhour, der … Weiterlesen Kein Dosendump, kein Zuckerteig: Da Gelo

Villa Rodizio

Villa Rodizio. Fleisch. Unmengen Fleisch. All you can eat. Für 24,90. Den einen Fehler mache ich immer: Ich esse zu viel Unsinn davor und nebenher. Salate. Bulgur. Brot. Zeug, das kein Fleisch ist und sinnlos auf dem Buffet rumliegt. Erster Gang: Spareribs. Die gehen immer. Nix dran. Aber gut mariniert. Die erste Fleischfaser setzt sich … Weiterlesen Villa Rodizio

Gingi´s Izakaya

Aus der Gegend um den Kollwitzplatz habe ich mich ja schon vor vielen Jahren freiwillig rausgentrifiziert. Ich habe hier nichts mehr verloren. Außer ab und zu. Denn hier kann man gelegentlich wirklich gut essen. Nicht günstig. Aber gut. Normalerweise. Gingi's Izakaya wird hochgelobt, von TIP bis Yelp: Ein türkischstämmiger Koch, der in Japan den Sushimeister … Weiterlesen Gingi´s Izakaya

Massai

Das Massai - ein afrikanisches Restaurant - wirbt in Prenzlauer Berg recht offensiv - mit großflächigen Plakaten an U-Bahnhöfen. Das ist selten und macht neugierig. Das Interieur ist originell und sieht so afrikanisch aus wie ich mir als gewöhnlicher Mitteleuropäer das vorstelle. Also dürfte das mit den Realitäten nicht viel zu tun haben, aber eine … Weiterlesen Massai

Schlossrestaurant Cecilienhof

Zum Ende des Jahres macht es angeblich zu, das Schlossrestaurant Cecilienhof in Potsdam. Wofür ich kein Verständnis habe. Zum Ende des Jahres macht es angeblich zu, das Schlossrestaurant Cecilienhof in Potsdam. Wofür ich kein Verständnis habe. Wer also noch einmal gut essen will, nicht ausgeflippt, nicht nouvelle cuisinig (für solche Schöpfungen muss man die deutsche … Weiterlesen Schlossrestaurant Cecilienhof

Endzeit in der letzten verratzten Ecke von Prenzlauer Berg

Da ist er, der erste Vorbote der Versnobung. Wenn erst einmal ein toskanisches Latte-Cafe aufmacht, dann gibt es kein Halten mehr: Toskanisches Latte-Cafe, Nagelstudio, Kunstgalerie, Neulandfleisch-Burgerbude, Kinderladen, Frozen Yoghurt, Trockenobst, Biosupermarkt, Salatbar, Boutiquen gelangweilter Hausmütterchen, Legoland-Fassaden, 12 verschiedene Mülltonnen für 12 verschiedene Dinge, zuletzt nach 22 Uhr Friedhofsruhe, sonst Polizei. Früher war hier eine Schneiderei … Weiterlesen Endzeit in der letzten verratzten Ecke von Prenzlauer Berg

Wok-Show

Im nördlichen Prenzlauer Berg gibt es die besten Dumplings, die mir bisher untergekommen sind. Ich sage zu den Dingern auch nicht Jaiozi wie die Pseudo-Weltenbummler, die sich ihr wichtiges Angeberwissen wahrscheinlich bei Wikipedia angelesen haben und Sätze raushauen wie: "Also so authentisch wie in Jiangsu, Guangdong und HongKongPfui können Jaioziiii in Deutschland ja gar nicht … Weiterlesen Wok-Show

Frau Galinou kocht griechische Genüsse

Man kann auch am Kollwitzplatz noch gut essen, ohne abgezogen zu werden. Bei der guten Frau Galinou zum Beispiel. Griechisch. Griechisch? Ist das nicht das mit prekären XXL-Teller voller Fettbommelgyros und frittiertem Unsinn von Blumenkohl bis Frostapommes? Wird man da nicht mit fetttropfenden Fleischabfallmassen abgefüllt, damit man gar mit mehr mitbekommt, was für einen Scheißdreck … Weiterlesen Frau Galinou kocht griechische Genüsse

Fisherman’s

Fisherman's. Tegel. Tegeler See. Manche Restaurantkritiken kann man kurz halten. Es ist ein gutes Lokal, ein sehr gutes Lokal, ich bin vollkommen überzeugt. Und ich bekomme für diese Aussage noch nicht einmal Geld und ich schlafe auch nicht mit dem Koch, das muss man ja inzwischen öfter mal dazuschreiben, um dem Vorwurf der Schleichwerbung vorzubeugen. … Weiterlesen Fisherman’s

Mustafa

Liebe Touristen, ernsthaft, ich hab' nix gegen euch, zumindest nicht, wenn ihr nicht gerade in meinen Hauseingang pisst oder scheißt, euch auf den S-Bahnhof Schönhauser Allee erbrecht oder mit Hitlergruß aus dem Fenster des unsäglichen Generator Hostels an der Landsberger Allee grölt. Ehrlich, ich hab' nix gegen euch. Aber ihr seid bescheuert. Ihr steht eine … Weiterlesen Mustafa

Wetzel’s

Das ist ein sehr gutes Restaurant hier in Tempelhof, ein sehr gutes Restaurant, deutsche Küche, so oft verkannt, so selten gut, hier schon, denn hier stimmt fast alles, hier stimmt sehr viel, das ist alles sehr stimmig, stimmt, der freundliche Service, das sehr gute Essen, die Sorgfalt, das Können, die Liebe, die man dem Essen … Weiterlesen Wetzel’s

Goldneun

Berlin-Mitte. Unholy Ecke of Ungarn-Haus somewhere am Alexanderplatz. Hier weht der Wind. Der Wind des Gewöhnlichen. Sea Life. Currywurst für Touristen. Teurer nichtssagender Kaffee. Schnöde Italiener. Nordsee. McDonalds. Der Telespargelfernsehturmpimmel. Es ist die unfreundliche Rückseite des hippen Hackeschen Markts. Zugig. Furchtbare Architektur aus der Folterkammer Stalins. Hier geht nicht viel, hier läuft man durch und … Weiterlesen Goldneun

Gegrillte Tierleichen aus Weißensee

Für das beste Grillhähnchen Prenzlauer Bergs muss man ein paar Meter über die Ostseestraße nach Weißensee rein. Geht nicht anders. Alle anderen taugen nix. Innen trocken und fad, dafür außen überwürzt und extrem fettig, die Haut labberig, mit gallertartigen Fettstücken - im Ergebnis nur schwer essbar. Massentier-KZ. Wiese. Hof und so. Meist bekommt man diese … Weiterlesen Gegrillte Tierleichen aus Weißensee

Buddhas Küche: Curry as Curry can

Für Buddhas Küche, eines von gefühlten zwei Milliarden Vietnamlokalen der touristisch besetzten Gegend um das Schlesische Tor, brauche ich Gleichmut. Denn für Deutsche, die es außerhalb der gehobenen Kategorie gewohnt sind, sich im Lokal hinzusetzen wo sie es wollen, entsteht gleich nach dem Betreten ein seltsames Gefühl. Denn man wird platziert. Platziert. Ja, wie zu … Weiterlesen Buddhas Küche: Curry as Curry can

Core – Wie schmeckt denn Koreanisch?

Wieder ein guter Laden im Geheimtipp-Dauerproduzent Pappelallee, der gewaltig im Kommen seienden Fressmeile der besseren Klasse für die, die dem Nepp auf der Kastanienallee entwachsen sind und das zu teure und zu schlechte Essen dort und auf der Oderberger den Touristen überlassen, die es nicht besser wissen können. Günstig, aber gut. Asiatisch, aber nicht profan. … Weiterlesen Core – Wie schmeckt denn Koreanisch?

Op-Tik-Tik-Boom

Es gibt Restaurants, da weht es mich fast sofort wieder raus, bevor ich überhaupt eingetreten bin. Beim Dell' Arte in Treptow hielt mich beim ersten Besuch allein die Neugierde, ob es sich hierbei nicht vielleicht doch um eine groß angelegte ironische Inszenierung handelt, ein künstlerisches Event in Form einer Art überdrehter Konsumkritik, die einen optischen … Weiterlesen Op-Tik-Tik-Boom

12 Apostel – Touristenpizza

Pizza gegessen. Am Savignyplatz. 12 Apostel. Beim Touristenitaliener. Mit Schnöselkellner. Der so tut, als sei es eine Ehre, hier essen zu dürfen. Ich Plebejer. Unverschämt gutes Carpaccio als Vorspeise eingeatmet und dann ist es da. Das Wagenrad von Vieh. Alles gefressen. Borps. Kennen Sie das Gefühl, wenn das Essen am Kehlkopf anklopft? Oberkante Adamsapfel? Borps. … Weiterlesen 12 Apostel – Touristenpizza

Transit: Scheiß Name – Gutes Essen

Eine gute Idee. Ein gutes Konzept. Ein gutes Lokal. Nur ein scheiß Name. Transit. Klingt wie Autobahntankstelle. Zoll. LKW-Schlangen. Visumpflicht. Machense mal'n Kofferraum auf.Es gibt dort irgendwas um die 25 asiatisch ausgerichtete Tapas für 3 Euro das Stück, fast alle, die ich bisher probieren konnte, für sich gesehen mal ein Gedicht, mal raffiniert, mal außergewöhnlich, … Weiterlesen Transit: Scheiß Name – Gutes Essen

Vietbowl

Fein, leicht, wohlriechend, wohlschmeckend, wohlverdaulich, einfallsreich, oft exotisch, überbracht von einer Sympathischen, der man gerne noch einen Euro mehr auf die Rechnung gibt, angenehm, Räucherstäbchen vor einem dicken Buddha, ein Baby schreit, die Sympathische lächelt das Baby an, es schreit nicht mehr, studentisches Publikum, viel davon, aber auch übellaunige Birkenstockträger, die zum Lachen wahrscheinlich ins … Weiterlesen Vietbowl

Burgers Berlin

Boomtown Ostkreuz – wenn der neue Bahnhof erstmal fertig gestellt ist, wird die ganze Gegend einen Satz nach vorne machen, die Preise werden steigen, man wird Fritz Kola verkaufen, die Preise werden explodieren, Mieter werden gehen, Eigentümer werden kommen, es wird ruhiger werden, vor allem auf dem Lenbachplatz, der jetzt schon Partyplatz Nr. 1 in … Weiterlesen Burgers Berlin

Bei den Wichtigtuern von Oberbaumcity

Mitten in Oberbaumcity gibt es einen ziemlich guten, günstigen Fastfood-Asiaten. Dort ist es mittags voll, richtig voll mit richtig schlimmen Menschen aus den umliegenden furchtbar kreativen Büros. Begriffe aus dem Terrorhandbuch für Technokraten wabern um meine Ohren: Benchmarking. Evaluation. Cluster. Milestone. Zeitnah. Proaktiv. Braindead. Bullshit-Bingo hurra. Ich habe schon nach zwei Minuten drei Reihen voll. … Weiterlesen Bei den Wichtigtuern von Oberbaumcity

Die unheilige Mittelinsel von Prenzlauer Berg

Die Mittelinsel der Wichertstraße zur Schönhauser Allee ist ein unheiliger Ort. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie viele Imbissversuche ich dort schon habe scheitern sehen: Da war schon Currywurst, ein, zwei, drei, vier Dönertiere, ein Grieche hat sich mal versucht und ging nach ein paar Wochen wieder ein, Hähnchen gab es, glaube ich, … Weiterlesen Die unheilige Mittelinsel von Prenzlauer Berg

Die unerträgliche Schlechtigkeit des Käsebrötchens

Ich bin ein großer Freund des Käsebrötchens, also des mit Käse überbackenen Brötchens, nicht der verdammten Scheibenbutterkäsebemme, die in Köln Halve Hahn genannt wird und mich schon mal bei einem Köln-Besuch in den kompletten Wahnsinn getrieben hat, weil ich ein dampfendes Grillhähnchen erwartet und stattdessen eine kalte blöde Käsestulle bekommen habe. Und ich hasse kalte … Weiterlesen Die unerträgliche Schlechtigkeit des Käsebrötchens

Tapitas

Gerne und mit vollster Überzeugung empfehle ich dieses Kleinod in der Gleimstraße. Die Tapas wechseln wöchentlich, einige sind allerdings Dauerbestandteil der Speisekarte, so der in Olivenöl eingelegte Ziegenkäse, den man besser nicht mehr machen kann und der aufgrund seiner Beliebtheit ein Dauergast in der Tapasvitrine ist.Der angebotene Hauswein in rot muss sich vor den großen … Weiterlesen Tapitas

Mutig Mutig Zuckerfee

Die Zuckerfee hat Mut. Denn Sie dürfen keine Kinderwagen mit rein nehmen. Verboten. Cochones, Alter. Und das mitten im biologisch angebauten Kinderspielparadies Prenzlauer Berg, der Muster-Mütter-Monokultur dieser Stadt. Respekt, das zeugt von mächtig dicken Eiern. Oder Eierstöcken. Ich für meinen Teil würde ja lieber ein Pornoheft zur Debattiergruppe eines feministischen Lesecafes mitbringen, mitten in Riad … Weiterlesen Mutig Mutig Zuckerfee

Oh nein! Er fraß wieder Franchise!

Ich hab es wieder getan. Gelockt von Duft. Lockduft. Hunger. Da kommt Lockduft nicht ganz so gelegen. Weil man dann essen muss. Unverzüglich. Sofort. Schnell. Asiagofresh. Was?  Asiagofresh. Nix versteh. Morgen andere Baustelle. Asiatisch gehen frisch! Dat Ding im Bahnhof Ostkreuz? Dat Ding im Bahnhof Ostkreuz. Du Depp. 10 verschiedene Gerichte auf irgendwelchen Schildern. Klingen … Weiterlesen Oh nein! Er fraß wieder Franchise!

Ausgewurstet am Ostkreuz

Ich mag solche Orte. Undankbar platziert am Rand der Baustelle am Ostkreuz in unmittelbarer Nachbarschaft zum langsam aus dem Dornröschenschlaf erwachenden Kiez um die Sonntagsstraße steht eine uralte Wurstbude mit dem Namen „Wurstland“. An dieser Wurstbude findet man allerdings – selten genug in dieser Gegend – keine hippen Chai-Latte-White-Chocolate-Woccochino-FlicFlac-New-York-Cheesecake-Flavour-Schlürfer mit Macbook, keine Ansammlungen italienischer Touristen … Weiterlesen Ausgewurstet am Ostkreuz

Fischschuppen

In Friedrichshain an der Boxhagener kann man jetzt auch Fisch kaufen. Diese Nachricht wäre nicht ganz so spektakulär, wenn man dort nicht auch noch richtig gut essen könnte. Was man hier anbietet, beherrscht man: Die Austern (auch wenn die schon lange nicht mehr zucken, wenn man sie mit der Zitrone duscht), die Pasta (großartig abgeschmeckt, … Weiterlesen Fischschuppen

Versprengte Hansel essen Unsinn

Wie man ein Frühstück für ein paar versprengte Hansel völlig vergeigen kann, kann man in einem Lokal namens Eosander bewundern. Morgens. Charlottenburg. Irgendwo im Westen. Das Restaurant ist völlig leer. Die paar versprengten Hansel bestellen Frühstück. Nach etwas über 20 Minuten kommen die Frühstücke und erwartungsgemäß hat sich keiner gemerkt, welcher der versprengten Hansel was … Weiterlesen Versprengte Hansel essen Unsinn

Prekär – Prekärer – Chinanudeln

Die Frage nach dem hoffnungslosesten Ort der Hauptstadt ist bis auf Weiteres beantwortet. Es ist das Asia-Wok-Armageddon-Büdchen am S-Bahnhof Treptower Park. Schon der Eingang wird beherrscht von einer bizarren Dunstwolke - einerseits erdrückend schwer und fettlastig, andererseits so filigran, dass sie sich schon vor Betreten des Lokals unlösbar an Jacke, Hose und sogar Schuhen festsetzt … Weiterlesen Prekär – Prekärer – Chinanudeln

Fies ist gar kein Ausdruck

Kreuzberg. Mittag. Ich habe Hunger. Die Pizzeria La Romantica sieht von außen nicht nur überhaupt nicht einladend aus, sondern geradezu abschreckend. Es stinkt nach Endzeit in diesem fürchterlich grauen 60er-Jahre-Bunkerbau, der schon kurz nach Erbauung seine besten Zeiten hinter sich hatte. Der Schuppen ist nicht nur vom Namen, sondern auch von der Inneneinrichtung her vollkommen … Weiterlesen Fies ist gar kein Ausdruck

Café Grenzenlos

Das Café Grenzenlos ist ein Projekt des Psychosozialen Verbunds Treptow und bietet Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen eine sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit, gekoppelt mit dem therapeutischen Ansatz, damit auch unter Menschen zu kommen und so langsam wieder Fuß zu fassen im Leben. Und nun die Moralfrage des Tages: Darf man einen Ort wie diesen schlecht finden? Ja. Darf … Weiterlesen Café Grenzenlos

Eine Fischerhütte, die keinen Fisch kann

Die Fischerhütte am Schlachtensee macht es mir schwer. Sie ist nämlich scheiße und gut. Lutter & Wegner als Betreiber ist eigentlich eine Bank. Es gibt auch hier den berühmten L&W-Sauerbraten, der besser nicht geht und das Schnitzel, das kaum besser geht, außer vielleicht in Wien. Es gibt in Butter geschwenkte Ziegenkäse-Gnocci, die unverschämt gut sind … Weiterlesen Eine Fischerhütte, die keinen Fisch kann

Green Bamboo

Und wieder eines von vierhunderttausend Milliarden vietnamesischen Restaurants der Stadt, in dem wieder das Übliche von Kokoscurry bis gebackenes Hähnchen angeboten wird. Es ist aber eines von den Besseren. Leider nur manchmal freundlicher Service trifft ausgesprochen gutes Essen. Ja, der Service, der weibliche zumindest, freundlich nicht immer, eher selten freundlich, eigentlich fast nie, eher oft … Weiterlesen Green Bamboo

Der Drehspieß des Grauens

Das Melissa Bistro in der Corinthstraße versauert in den Räumen eines ehemaligen sudanesischen Imbisses, der hier in dieser abseitigen Ecke des trübsinnigen Netto-Discount-Gebäudes sang- und klanglos eingegangen ist.Es ist ein trauriger und einsamer Ort. Fettige Boulevardblätter vom Vortag wehen unmotiviert auf den nachlässig geputzten Tischen umher, der örtliche Verticker weißrussischer Stahlwolle-Kippen steht am Daddelautomaten und … Weiterlesen Der Drehspieß des Grauens