Husum / 2020

Der Urlaub beginnt in einem dummen American Diner-Laden namens Miss Pepper irgendwo vor Hamburg: "Ich darf Sie damit nicht reinlassen." "Warum?" "Das ist keine Maske." "Nein, aber ein Mund-Nase-Schutz." "Das ist ein Halstuch." "Ja." "Das geht nicht." "Warum nicht?" "Das ist keine Maske." "Aber ein Mund-Nase-Schutz. Da steht, ich soll einen tragen." "Das geht nicht." … Weiterlesen Husum / 2020

Tangermünde / 2020

Altmark. Die Gegend ist ein Sammelbecken für gestörte Autofahrer. Einer tickt hinter mir schon seit der Autobahnabfahrt ohne auch nur eine Sekunde einzuhalten komplett aus. Fährt Schlangenlinien. Hupt. Fährt dicht auf. Dann lässt er sich zurückfallen. Nur um schnell wieder dicht ranzukommen. Und noch einmal. Abstand. Dicht drauf. Abstand. Dicht drauf. Wieder um wieder. So … Weiterlesen Tangermünde / 2020

Sottrum / 2020

Wo die Kinder noch Andreas heißen und nicht Emil oder Luk. Grillmaster Flash - Sottrum Sottrum statt Sizilien. Mein Vermieter heißt Andreas. Sie haben eine Igelbäckerei. Keine Ahnung warum. Und es gibt einen Flughafen, ein Nest weiter, ein Flughafen, der eher ein Flugfeld ist. Auch keine Ahnung warum. Aber okay, Braunschweig hat ja auch einen. … Weiterlesen Sottrum / 2020

Dortmund / 2020

Ich muss nach Dortmund. Wie immer möchten sie, dass ich Müll vor sich wichtig gebärdenden Leuten rede, in deren wichtiger Gegenwart auch ich mich wichtig machen muss, weil das zum Ritual gehört. Dem Spiel. Der Gepflogenheit. Brauchtum. Sitte. Tradition. Pluster your Gefieder, Baby. Das ist okay. Ich kann nichts anderes als das. Scheiße labern. Dinge … Weiterlesen Dortmund / 2020

Celle / 2020

Hannover Hauptbahnhof Hangout. Auf dem Weg nach Celle sammle ich Eindrücke. Ich finde es immer angenehm, wenn Menschen nach nichts oder zumindest nach wenig riechen. Auf der Zugfahrt fällt mir wieder auf, warum das bei mir so ist. Männer mockern gerne schweißig. Dieser Moschusdunst. Nasenpieken. Flachatmen. Zu nachlässig geduscht. Oder gar nicht. Unterhemd von gestern … Weiterlesen Celle / 2020

Lost in Słubice

Willkommen in Polen. Serdecznie witamy am anderen Ufer von Frankfurt an der Oder. Ich mache einen Stopp. Überlege, was ich mitbringen kann und finde nichts hier auf dem Bazar in Słubice, von Kleingeistern immer noch liebevoll „Polenmarkt“ genannt, der seit Jahren leidenschaftlich seinen unvermeidbaren Niedergang pflegt. In den 90ern war der Markt so etwas wie … Weiterlesen Lost in Słubice

Saarbrücken / 2019

Saarbrücken an einem Montag. Der Borgwürfel, des Universums sympathischster Arbeitgeber und sprudelnder Quell von Manna und Glückseligkeit, möchte, dass ich in Saarbrücken der seligen Kundschaft Scheiße erzähle. Im Gepäck habe ich die Crėme de la Crap der blasierten Schnöselköpfe aus der Frankfurter Partnergruft. Der Berliner Scheißequatscher trifft somit auf die Frankfurter Scheißequatscher, um die scheißequatschanhörenden … Weiterlesen Saarbrücken / 2019

Kamminke / 2019

Herbst. Ich bin auf dem Weg nach Usedom. Nach Kamminke im Speziellen. Es ist ein vollkommen unprominentes Nest am Stettiner Haff und ein erfrischend abgelegener Ort abseits der hochglanzgeleckten und so unfassbar öden Dreikaiserbäder, die ich in ihrer Borniertheit nicht mehr sehen kann. Auf der Landstraße kurz vor der Insel tuckere ich hinter einem Trekker … Weiterlesen Kamminke / 2019

Würzburg / 2019

Die Anreise nach Würzburg beginnt holprig. Denn mein Anschlussintercity fällt kurzfristig aus. Als Ersatz erhalte ich von einer schwäbischen Reiseverkehrskauffrau ("Oh, des sieht aber schlecht aus mit denne Verbindunge..."), um meinen Termin halten zu können, eine Regionalbahn in irgendein fränkisches Nest und von dort eine Superfahrt mit einem als Schienenersatzverkehr bezeichneten uralten Zuckelbus nach Würzburg. … Weiterlesen Würzburg / 2019

Stuttgart / 2019

Und dann ist auch noch Stuttgart. Die Reisebuchungstorten aus dem Borgwürfel, dem Germanys Brainfucked Crackmodel aller deutschen Arbeitgeber, haben mich in einem selbst für ihre Verhältnisse bemerkenswert schrottigen Hotel eingebucht. Nebenan sind ein Puff, ein depressiver Matratzenladen, zwei stinkende Pommesbuden und mehrere Idiotensuffkneipen voller Idiotensäufer, in denen sie nur Dinkelacker, diese üble halskratzige Brühe, ausgeben … Weiterlesen Stuttgart / 2019

Heilbronn / 2019

Ich muss heute in Heilbronn sein. Kundenkontaktkümmern. Es sind Leute mit Geld. Ich muss da immer hinreisen in solche komischen Städte, um mich und meinen sexiest Arbeitgeber alive möglichst wichtig und fürsorglich erscheinen zu lassen. So wichtig und fürsorglich, dass Leute mit Geld uns dieses Geld hinterher werfen. Und damit sie das tun, müssen sie … Weiterlesen Heilbronn / 2019

Europapark / 2019

Europapark. Das Kind möchte achterbahnen und wir fahren dafür sehr weit weg. Die Reise von Berlin nach Baden mit dem Auto konfrontiert mich wieder mit der leidigen Sanifairabzocke an den Autobahntankstellen. Sie haben dort irgendwo um Frankfurt herum jetzt Pissbecken mit Bildschirmen, auf denen sie Videos abspielen. An einem Pissbecken. Bildschirme. Natürlich spielen sie keine … Weiterlesen Europapark / 2019

Mallotze / 2019

Heuer Mallotze. Zu einer Dritte-Welt-Stadt wie Berlin gehört auch ein Dritte-Welt-Flughafen. Der heißt hier Schönefeld. Weil Berlin seit 20 Jahren versucht, einen Flughafen zu bauen und es nicht schafft, fliegen die Menschen in der deutschen Hauptstadt mit Tegel und Schönefeld immer noch von zwei musealen Nachkriegsfossilien ab, die wie alles andere in Berlin nicht funktionieren, … Weiterlesen Mallotze / 2019

Riga / 2019

Tegel. Vor dem Flug nach Riga darf ich mein Lieblingsspiel spielen: Securityshit. Heute habe ich eine kleine Dose Talkumpulver dabei. Meine drecks Fakesneakers, die ich bei Amazon mal wieder viel zu billig geschossen habe, quietschen. Es ist die Lasche. Sie ist übel verarbeitet, reibt am Schuh und macht Lärm. Talkumpulver lässt das Quietschen für ein … Weiterlesen Riga / 2019

Lost in Köln

Ich bin mal kurz in Köln und fahre mit den Kölner Verkehrsbetrieben. In der Bimmelbahn stehen sich fünf Kontrolleure und drei Schwarzfahrer gegenüber. "Isch geh nit!" "Fahrkarte. Zeigen Sie Ihre Fahrkarte." "Isch brauch keene. Isch bin lädiert." Der Typ hat Krücken dabei. Einer seiner beiden Kumpels sucht das Weite durch die offene Tür. Zack. Fumm. … Weiterlesen Lost in Köln

Bretagne / 2019

Bretagne. Was mir immer wieder auffällt, ist, dass es Franzosen offensichtlich widerstrebt, fürs Pissen Geld zu verlangen. Oder es ist verboten wegen Grundbedürfnis und so. Das ehrt sie. Sie können hier in der Bretagne überall auf jedem Klo strullern, nirgendwo sitzt jemand davor und knöpft Ihnen 50 Cent für sein stinkendes Kackloch ab oder installiert … Weiterlesen Bretagne / 2019

Disneyland Paris

Disneyland Paris. Wenn die blöden bärtigen Terroristen eines erreicht haben, dann ist es die Tatsache, dass unser Leben nerviger geworden ist. Unfreier. Gegängelter. Paranoider. Allein beim Einchecken ins Hotel werde ich zwei Mal abgetastet, flughafenesk gescannt und meine Tasche wird geöffnet und nach Bomben durchsucht. Das wiederholt sich jedes Mal, wenn ich zum Auto gehe. … Weiterlesen Disneyland Paris

Und drüben am See wacht der Seitenscheitel

Großer Arbersee. Jetzt wird’s national. Wie im Rest vom Land. Berlin-Blankenfelde. Mecklenburg-Vorpommern. Bautzen. Sie sind wieder wer. Nationalismus ist Pop. Und hier begegne ich seinen Wurzeln. Eine Institution namens Deutsche Wacht hat hier ein Denkmal mit Stahlhelm obendrauf und trompetet in schnarrendem Fraktur: "Was deutsch ist, soll deutsch bleiben." Armer Seitenscheitel. Schlesien gehört jetzt Polen, … Weiterlesen Und drüben am See wacht der Seitenscheitel

Wickeln auf Damenklos

„Eine Stadt, die es zulässt, dass ein Irrlicht mit Format, Namen und Charisma eines Jürgen Andreas Klaus Michael Müller zu ihrem Bürgermeister gewählt wird, hat den Zustand verdient, in dem sie sich befindet.“ Mark Twain „Jede Aussage im Internet klingt irgendwie besser, wenn ich sie in Anführungszeichen setze und Mark Twain als Zitat zuschreibe.“ Konrad Adenauer Ich bin heute … Weiterlesen Wickeln auf Damenklos

Dampfbräu

War er denn auch essen in Bayern? War er. Dampfbräu. Zwiesel. Am Stadtplatz. Im Internet steht, dass Sie dort im Umkreis von 20 Kilometern am Besten essen können. Diese Aussage werde ich relativieren. Auf Touristenfaltblättern dürften sie so ein Lokal wohl urig und den Koch und gleichzeitigen Wirt ein Original nennen. Jeder, der aussieht als … Weiterlesen Dampfbräu

Großer Arber

"Großer Arber? Ist das ein Berg?" Die Wirtin lacht. "Freili. De Grrrrössde hie." An der Seilbahn überfällt mich erneut die Berliner Paranoia, die ich nach den paar Tagen Bayern in der mir gegebenen Fahrlässigkeit für überwunden hielt. Ein Kinderwagen ist am Start. Ein paar Bayern wollen ihn haben, um ihn in die Seilbahn zu heben, … Weiterlesen Großer Arber

Kurz mal Nostalgie tanken

In einem Dorf mit dem martialischen Namen Bayerisch Eisenstein kurz vor der Staatsgrenze steht eine Tankstelle aus den 60ern. Nüchtern. Grau. Kein grelles Licht. Nur ’ne Neonlampe. Eine freie Werkstatt mit gleicher 60er-Optik steht daneben. Eisenlook. Steinromantik. Für die Luft im Reifen muss ich noch arbeiten. Nix digital. Die Blätter-Anzeige an den Zapfsäulen ist kaputt. … Weiterlesen Kurz mal Nostalgie tanken

Autobahnraststättentrauma

Ich bin autobahnraststättenendstadiumsbehandelt, jägerschnitzelgeschädigt, gummibockwursttraumatisiert. Das kommt noch aus den 90ern. Fünfzehntausendmal zu oft mit einer gestörten Mutter auf der Autobahnraststätte Seesen/Harz gewesen. Formjägerschnitzelfolter mit Tütensoßenpsychoterror meets Dosenpilzewaterboarding. Dazu Kautschukpudding in der Glasschüssel, den Sie als ein Gesamtekelgrindwerk aus der Schüssel holen und an die speckige Wand hätten werfen können, wo er dann kleben geblieben … Weiterlesen Autobahnraststättentrauma

Der Opa in der Schlange / Wacken ist auch nicht mehr…

... das was es mal war. (Oh nein, ich stehe in einer Schlange und will doch nur in Ruhe einen Kaffee für zwischendurch. Doch hinter mir steht ein alter Furz von Schnacker, der einen gefunden hat, der ihm zuhört.) Kommerz. Alles Kommerz. Alles nur noch Kommerz. (Er meint vermutlich das Käsebrötchen für 2,50. Andere sind … Weiterlesen Der Opa in der Schlange / Wacken ist auch nicht mehr…

Malta: Splitter

Malta. Der Jahresurlaub beginnt mit einem fontänekotzenden Kind, das ich in Gesellschaft von wie Kühe glotzenden Touristen und einer mit der Situation überforderten Touristenbetreuerin durch die Lobby aufs Klo trage. Um die noble Lobby des Hotels nicht zu sehr einzusauen, biete ich während des Tragens die Kuhle meiner Hand sowie mein Poloshirt zum Vollkotzen an. … Weiterlesen Malta: Splitter

Spiekeroog

Die grüne Insel wird sie genannt. Sie ist die Schönste der Nordseeinseln. Finde ich. Nicht nur wenn die Sonne über dem Wasser untergeht. Grün ist sie, sauber ist sie, ruhig ist sie. Überall kackende Hunde als Aufsteller, auf denen 'No' steht. Ob das auch in Berlin hilft? Sie betten die Besiedelung sanft in die Landschaft … Weiterlesen Spiekeroog

Der Bürgermeister informiert

"Nun, Exzellenz, das Jahr ist bald vorbei und es ist immer noch Steuergeld da. Ich schlage ein paar Schilder vor. Vielen ist zum Beispiel nicht bewusst, dass der Moorgraben durch moorige Wiesen fließt. Außerdem erreichen uns viele Zuschriften aufgewühlter Bürger, die wissen wollen, ob die braune Färbung des Wassers etwa durch Huminstoffe hervorgerufen wird. Ich … Weiterlesen Der Bürgermeister informiert

Bauschaum, Zahnspangen, Feengesäusel: Beim Heufer-Umlauf

Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt sind Typen, die ich nicht mehr sehen kann, weil sie inzwischen zu omnipräsent sind, um mir noch Spaß zu machen. Es ist das übliche Ding, das wohl alle trifft, die ganz groß rauskommen: Irgendwann kommt einer um die Ecke und mault: "Ey, isch kannte die schon, da ham die noch … Weiterlesen Bauschaum, Zahnspangen, Feengesäusel: Beim Heufer-Umlauf

Magdeburger Momente

Es dürfte wenig Deprimierenderes geben als Magdeburg im Regen. Leipzig im Regen vielleicht. Dresden. Berlin. Ueckermünde. Oder Eisenhüttenstadt. Sicherlich. Aber Magdeburg ist nah dran. Schön, hier nicht zu wohnen. Bei Check-in im Hotel wollen sie wieder einmal meine Nationalität wissen. Was ist das mit dieser Nationalitätensache immer? Ich bin kurz versucht, polnisch einzutragen, oder syrisch, … Weiterlesen Magdeburger Momente

Connewitzer Spaziergang

Auswärtsspiel. Leipzig-Connewitz. Hübsch hier. Sie malen jetzt auch hier die schicken Altbaufassaden an. Das steigert die Werte. Würg. Natürlich ist auch fritz kola nicht weit. Es weht eine sanfte Brise der Verspießerung. Kaffeekultur. Sojakeim. Tofu. Birkenstock. Und es gibt Apps für die Nachbarschaft. Wahrscheinlich kann man da melden, wenn jemand gegen die Mülltrennung verstößt. Oder … Weiterlesen Connewitzer Spaziergang

Zwischen Lesezirkel und Quark-Sahne

Zwischenstopp irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern. Eine bräsige Konditorei mit angeschlossenem Café serviert Kännchen und Quark-Sahne-Schnitten. Auf dem Fensterbrett warten Papierzeitschriften im speckigen Lesezirkel-Einband auf die unvermeidlichen Omas. Die kommen auch und geben Banalitäten übers Wetter zum Besten. Ich stoppe die Zeit. Fünf Minuten lang ist es möglich, sich hierzulande übers Wetter zu unterhalten. Länger als jede … Weiterlesen Zwischen Lesezirkel und Quark-Sahne

Wenn die Opfer der Bildungsmisere Schilder schreiben…

Meine Güte. Dieses Ringen nach Fassung. Drei. Es sind gleich drei. Und mein Stirnlappen hat sich gerade mit Benzin übergossen und angezündet. Er ertrug es nicht mehr länger. (Und wo wählt jemand drei Mal auf einem Schild den Apostroph für einen Plural - und dann auch noch den Accent aigu als dümmste aller Möglichkeiten? Ja, … Weiterlesen Wenn die Opfer der Bildungsmisere Schilder schreiben…

Cyprus Chill: Grenzgänger

Ich kann Ihnen empfehlen, auf Zypern ein Fahrzeug zu mieten, um die Insel zu erfahren. Bleiben Sie nicht in der Hotelanlage. Wenn Sie sich jeden Tag die internationalen Vollhonks reinziehen, die hier am Pool ihre soziale Inadäquatheit zelebrieren, werden Sie unweigerlich debil. Die Insel lebt in einer militärischen Zwischenwelt. Ein komischer Zustand. Ein Waffenstillstandszustand. Das … Weiterlesen Cyprus Chill: Grenzgänger

Wacken 2015 – Der Jacky-Cola-Kniff

Wacken geht in den Freitag. Mein Morgenritual (Kaffee-Mettbrötchen-Kacken-Duschen) kommt ins Stocken. Denn der Kaffee wird zunehmend dünner und das frische Mett wurde durch Zwiebelmettwurst aus der Tube ersetzt. Dazu wird ein trauriger Zwiebelviertelmond gereicht, wo sie vorher eine halbe Zwiebel auf das Ding gehauen haben. Wacken. Erste Kratzer im Lack. Mettwurst. Dünner Kaffee. Zwiebelknauserei. Was … Weiterlesen Wacken 2015 – Der Jacky-Cola-Kniff

Wacken 2015 – Hurra, der Buchhalter ist da

Wacken 2015. Es hat letzte Nacht noch mehr geregnet. Wacken wird zum Sumpfgebiet. Ich habe aufgegeben und beschlossen, nicht nur die Schuhe, sondern auch die Hose und den Hoodie nicht mehr zu wechseln. Es ist gut so wie es ist. Das hat was von Loslassen. Hinnehmen. Zen. Ich bleibe jetzt mutwillig dreckig. Vielleicht höre ich … Weiterlesen Wacken 2015 – Hurra, der Buchhalter ist da

Wacken 2015 – Matsch, Helga und ein Mettbrötchen

Wacken 2015. Es hat die ganze Nacht geregnet. Das ist gut. Ich schlafe immer sehr gut, wenn es regnet. Das hat was von weißem Rauschen. Die Schwaben nebenan hören Dimmu Borgir. Das harmoniert gut mit dem Regen. Wenn Sie unbedingt Stille zum Schlafen brauchen, sollten Sie nicht auf dem Zeltplatz in Wacken übernachten. Es ist … Weiterlesen Wacken 2015 – Matsch, Helga und ein Mettbrötchen

Passau: Nix glop

Passau. Wie immer, wenn ich die Hauptstadt verlasse, muss ich mir einige eingefahrene Verhaltensweisen abgewöhnen, da die Gefahr besteht, dass ich sonst ohne Umwege in einer Klapse lande. Oder zumindest unter den Augen giggelnder Rentner Sozialstunden im örtlichen Kurpark ableisten muss. Zum Beispiel, wenn mir einer entgegen kommt, der nach Ärger aussieht. Typen, die nach … Weiterlesen Passau: Nix glop

Passau: Der verdammt nochmal protzigste Dom aller Zeiten (DvnpDaZ)

Ein Kurztrip nach Passau. Und dabei festgestellt: Passau hat einen Dom. Und was für einen. Von außen ist das Ding gar nicht mal so beeindruckend, doch umso mehr von innen. Ich habe schon viele religiöse Stätten gesehen, die kitschige Frauenkirche in Dresden, Dome hier, Dome da, Dome tralala, uralte gruselige Steinkirchen in Irland, die sich … Weiterlesen Passau: Der verdammt nochmal protzigste Dom aller Zeiten (DvnpDaZ)

Binzlberg, Wolfskinhonks, Rotzblagen, mir doch egal

Hier bin ich, wenn die Stadt mich nervt. Am Meer. Binnenmeer. Manche sagen Ostsee. Ich sage, die Luft hier wird mich sicherlich 100 Jahre alt werden lassen, den ganzen Single Malts und Grand Crus zum Spott, die so einen heruntergewirtschafteten und sinnlos durch das All eiernden Planeten zu einem besseren Ort machen. Es herrscht Kurzurlaub. … Weiterlesen Binzlberg, Wolfskinhonks, Rotzblagen, mir doch egal

Der ganz normale Mob

In Ausnahmesituationen lernen Sie Ihre Mitmenschen besser kennen. Das Dumme ist: Die meisten fallen durch. Frankfurt. Mein Flieger nach Berlin ist gecancelt. Technischer Defekt an der Maschine. Als das durchgesagt wird, muss ich kurz lachen. "Lieber Fahrgastpöbel, wegen Verzögerungen im Betriebsablauf (vulgo: Zug kaputt) muss der Zug der Linie S85 leider entfallen." Kennen wir doch. … Weiterlesen Der ganz normale Mob

Escort

Der Wind weht freundlich heute. Ich sitze am Hafen irgendeiner südfranzösischen Stadt. Es gibt Muscheln. Austern. Meeresschnecken. Gebratenen Barrakuda. Frittierte Sardinen. Karaffenweise Weißwein. Ich bin schon wieder besoffen wie schon seit Tagen, wie eigentlich jeden Abend, jeden Nachmittag bereits, um es ganz genau zu nehmen. Der französische Wein. Aus dem Schlauch. Der Gute. On ne … Weiterlesen Escort

Brandenburgs ominöse Westernstadtdollars

Eine Westernstadt. Mitten im Märkischen Sand. Mitten im Nichts. Zwischen mit dem Mut schierer Verzweiflung betriebenen Hofläden, EU-geförderten Landstraßen durch endlose Wälder, menschenleeren Dörfern und den unvermeidlichen Rapsfeldern für den Kleinwagentank. Peng Peng. So richtig viel los ist nicht. Wahrscheinlich subventioniert man hier in der Brandenburger Ödnis wieder einmal irgendeinen feuchten Traum irgendeines Landrats, der … Weiterlesen Brandenburgs ominöse Westernstadtdollars