Gift und Galle und die Villa

Meine paar blöden Telegramgruppen quillen über vor Statements von Leuten, die sich aufregen, weil sich ein im Moment recht bekannter Minister eine Millionenvilla gekauft hat. Wut. Hass. Hutschnur. Bluthochdruck. Lese ich. Natürlich ist so etwas maximal unsensibel, selbstvergessen, arrogant, borniert, blasiert, verbonzt und vollkommen abgehoben. Aber legal. Darf der. Gibt das deutsche Recht her. Er … Weiterlesen Gift und Galle und die Villa

Schrägparkereien

Hier in Berlin-Prenzlauer Berg kommen mir jetzt schon die ersten Hysteriker mit Gesichtsmasken vermummt und übergestreiften Gummihandschuhen die Greifswalder Straße entgegen. Verrückte Zeit. Diese ständig überdrehten Leute immer. Angst. Seele. Essen. Auf. Ehrlich, es geht mich ja nix an, aber ich weiß nicht wie die Deutschen mit der Mentalität zwei Weltkriege vom Zaun brechen, Steckrübenwinter, … Weiterlesen Schrägparkereien

Exegese des Treuepunkts

Neulich in Wutausbruchhausen: "Sammeln Sie Treuepunkte?" Treuepunkte. Treuepunkte. Treuepunkte. Mir rieselt der Kalk aus dem Ohr. Drei-, vier-, fünfmal die gleiche Frage in der Woche, sinn- und hirnlose Konversation, von oben angeordnetes Interesse an einer Sammelleidenschaft, die mir schon immer dort vorbeigeht, wo noch nie die Sonne schien. "Sammeln Sie Treuepunkte?" Treuepunkte? Geht's noch? Ich … Weiterlesen Exegese des Treuepunkts

Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Es ist Rewe. Der berühmte Rewe in der Schievelbeiner - Center of the Biohansel, hier am Arnimplatz, Home of the Holzspielzeug und der ungespritzen Biomütter - tanz deinen Namen für mich, Baby. Und mittendrin in diesem Supermarkt voller Bio Bio Fairtrade Fickmichnies steht eine Frischtheke - und dahinter eine Unglückliche. Davor ich mit Kind. "100 … Weiterlesen Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Berlin-Mitte. Geld frisst Hirn frisst Contenance

Berlin-Mitte. Umlaufbahn Hackescher Markt. 20:50 Uhr. Eigentlich kann niemand, der in dieser Stadt bei Verstand ist, hier noch hingehen. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie nur auf Touristen, sinnlos im Weg rumstehend, entweder zum Kotzen sanierte oder zum Scheißen neugebaute Architektur bestaunend, Berliner Luft in Dosen kaufend, mit Smartphone in der Hand auf Google Maps … Weiterlesen Berlin-Mitte. Geld frisst Hirn frisst Contenance

Freakshow oder Eine Fahrt mit der U2

Sonntag 10.30 Uhr Schönhauser Allee – Ein Blick in den U-Bahn-Wagen, aha, rechts sitzt schon die sechsköpfige italienische Hostelmeute, gerade dem keimigen 25-Euro-Gemeinschaftsraum entkommen und ungeduscht schon die erste Bierpulle am endlos plappernden Hals. Schweiß. Bier. Pathos. Linker Seite stehen die beiden Touristinnen aus New York, die sich in der irrigen Annahme, niemand würde sie … Weiterlesen Freakshow oder Eine Fahrt mit der U2

Die Aktivisten sind wieder empört

Voll geil. Diese Zeit ist einfach voll geil. Moralinsaure Moralisten überall. Aktivisten wollen dies. Aktivisten wollen das. Hin. Her. Hoch. Runter. Ding. Dong. Und ich stehe amüsiert im Raum. Es ist ein Fest für Trolle. Ein Galadinner für Stresser. Ein innerer Scheißparteitag für an die Schienbeine Pisser. Wenn Sie hypereifrige Aktivisten ärgern wollen, dann geht … Weiterlesen Die Aktivisten sind wieder empört

non erotic

Ja. Sehr gut. Endlich hängt mal ein Zettel an einer Laterne meiner Nachbarschaft, der nichts mit Yoga zu tun hat. Oder Coaching. Beratung. Ernährung. Reichenseelchenbetreuung. Oberschichtencrap. Was will der denn? Ah, Thai Massage. Aber non erotic. Steht da. Und ist wichtig. Das muss man in Berlin dazu schreiben. Denn es ist völlig klar, was passiert, … Weiterlesen non erotic

Reisnudelbootcamp

Im Bahnhof Alexanderplatz nachts um 2 zu aufgedreht von der für mich zu oft zu herben Mischung aus Speed und Koks vom Klo einer dieser Berlin-Mitte-Sprallovollhorstbars mit Tischtennisplatte im Gastraum begegnet mir der preußische Militarismus, wenn auch in asiatischer Variante und in Gestalt eines grimmig dreinschauenden Brüllers: "GUTTEN TACK! IHRRRE BESTELLUNG!!" "Ja, einmal Thai Sesam … Weiterlesen Reisnudelbootcamp

Der Ohrtunnel unter den Supermärkten

Kaufland ist Ohrtunnel und Arschgeweih in einem. Gehen Sie doch da einfach mal hin, wenn Sie aus irgendeinem Grund immer noch zu gute Laune haben und nicht aufhören wollen, Ihre Mitmenschen zu mögen. Was Sie hier finden: Nur Irre. Bekloppte. Assis. Mit inadäquatem Verhalten. Komplett sozial inkompatibel. Die Verantwortlichen sollten bei Kaufland Verkehrsschilder einführen, denn … Weiterlesen Der Ohrtunnel unter den Supermärkten

Der Tag, an dem meine Hirnzellen starben

Neue Auszubildende im Büro. Und die bringt ein Radio mit. Und da läuft 104.6 RTL Hitradio Berlin, die Körperverletzung unter den Radiosendern, die hirnzersetzende Schulabbrecherfrequenz dieser von miesen Radiosendern so gepeinigten Stadt und der ultimative Maßstab für Dudelfunk schlechthin mit einem Niveau, für das man jeden Keller nochmal unterkellern müsste. Meinen persönlichen Mario-Barth-Gedächtnispreis bekommt dieser … Weiterlesen Der Tag, an dem meine Hirnzellen starben

Borgwürfelkaffeescheiße

"Hey, komm' doch mal auf nen Kaffee vorbei, dann quatschen wir 'ne Runde." sage ich zur Vorstandsvorzimmerschnepfe im Fahrstuhl. Warum habe ich das gesagt? Keine Ahnung, man sagt das so. Bla Bla Bla. Buzzwords. Floskeln. Sinnlose Konversation als Schlusspunkt eines ermüdenden Fahrstuhlgesprächs über das Wetter, Babys, Umstrukturierung oder die S-Bahn, die wieder zu voll war. … Weiterlesen Borgwürfelkaffeescheiße

Meine Freunde, die Taxifahrer

Warum können eigentlich immer weniger Menschen einfach mal das Maul halten? Die von mir stets als Freunde, Kollegen, Mitmenschen bevorzugten Schweiger sterben offenbar aus, denn immer mehr Zeitgenossen müssen ihre Umwelt, die mich immer mit einschließt, mit Erzählungen über Nichtigkeiten aus ihren belanglosen Leben quälen. Der Trainer aus meinem Fitnessstudio lässt mich ungefragt wissen, dass … Weiterlesen Meine Freunde, die Taxifahrer

Was hier so stinkt ist mein Karma

Ich bin im Bioladen. Das erste Mal in meinem Leben. Normalerweise meide ich diese sich wie der Schimmel in meinen Badezimmerfugen ausbreitenden Sammelstellen für degenerierte Upperclass-Ökoschnösel wie die Begegnungen im Treppenhaus mit meinen hässlichen mülltrennenden Birkenstocknachbarn, von denen einer tatsächlich inzwischen einen Greta Thunberg-Button am Revers trägt, doch heute brauche ich Bärlauch, den nur selten … Weiterlesen Was hier so stinkt ist mein Karma

Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Immer wenn ich einkaufe gehe, haben die Egoratten gerade Freigang. Und sie treffen sich am liebsten bei Netto im Mühlenbergcenter. Der provoziert das aber auch. Unten am S-Bahnhof Greifswalder bei Edeka, bei dem ich nicht mehr einkaufen mag, weil deren Werbeverantwortlichen es eine gute Idee fanden, einem nicht unerheblichen Teil ihrer Stammkundschaft aufmerksamkeitswirksam für den … Weiterlesen Shithole Theme oder Der Netto der Verdammten

Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

An des Supermarkts Frischtheke sprach ich zu einer Frau: „Guten Tag, ich hätte gerne 300 Gramm Rinderfilet. Durch den Fleischwolf gedreht bitte.“ „…“ „Nein, bitte nicht einpacken. Durch den Fleischwolf drehen bitte.“ „Durch den Fleischwolf?“ „Durch den Fleischwolf.“ „Das ist nicht Ihr Ernst!“ „Doch.“ „Was wollen Sie denn damit machen?“ „Ich werde es roh essen, … Weiterlesen Fuck you fucking Fleischwarenfachverkäuferin

Hirntote Zombies

Ich habe das Gefühl, dass sie immer mehr werden. Die Zombies. Die mit den Bildschirmen. Auf dem Bürgersteig. Über die Zebrastreifen. Über öffentliche Plätze. Durch die S-Bahn. Tipper Tipper. Glotzen sie in die Dinger und nirgendwohin sonst. Sie können diese Gestalten schon von Weitem erkennen. Und zwar an den Schlangenlinien. Ja. Sie laufen Schlangenlinien wie … Weiterlesen Hirntote Zombies

Die Nachbarn sind feindlich

Hilft denn eigentlich noch etwas gegen die Invasion bräsiger Biohansel und Birkenstockschlümpfe in Berlin-Prenzlauer Berg oder ist der Bezirk sozial schon derart gekippt, dass nur noch die Einführung der flächendeckenden Kehrwoche für restlos authentisches Bad-Bevensen-meets-Killesberg-Flair fehlt? Ganz ohne Reibungen ging die umfassende soziale Wandlung meines Ortsteils die letzten zwei Jahrzehnte nicht ab: Manch Fehlgeleiteter zündete … Weiterlesen Die Nachbarn sind feindlich

Hupsa

Kennen Sie Hupsa? Nein? Noch nicht? In Berlin ist Hupsa das neue Entschuldigung. Und Sie wissen ja: Was bei uns ist, ist zeitversetzt auch bald bei Ihnen. Auch Hupsa. Das kommt zu Ihnen. Denn bei uns ist es schon. Ein dicker schwitzender Schlipsträger mit Besenreißern auf den feisten Wangen haut mir im Flugzeug nach Frankfurt … Weiterlesen Hupsa

Bitte geh‘ mir auf den Sack

Wer Kunde bei Vodafone ist, der darf sich über ganz viel sinnfreie Kommunikation freuen: (Dengel) "Oh, eine SMS. Wer schickt denn heute noch sowas?" "Kennen Sie schon die neue XXXXL-Flat mit Bonusminuten ins sudanesische Festnetz? Wählen Sie außerdem drei Nummern im überflüssigen deutschen Festnetz, in dem keiner außer Ihrer längst verstorbenen Oma mehr telefoniert und … Weiterlesen Bitte geh‘ mir auf den Sack

Stehenbleiben. Nicht fliehen.

Was ich sagen wollte: In einer Berliner Badeanstalt fürchtet man immer, Keile zu bekommen. Ich werde das Gefühl nie los. Unsere Bevölkerung hat diesen Wesenszug in sich, einen jugendfrischen Wesenszug: und wer bei uns auf Körperverletzungen immerhin von vornherein gefasst ist, ist weise. Die positive Gesinnung, die Goethe dem ersten seiner starken Gesellen in den … Weiterlesen Stehenbleiben. Nicht fliehen.

Weinschnösel

Guten Abend Kreuzberg. Vor mir sitzt der Weinschnösel. Typen wie der sind der Grund, warum ich es inzwischen hasse, zu Weinverkostungen zu gehen. Doch es sind nicht nur Weinverkostungen, die unzumutbar geworden sind, nein, diese Gestalten kontaminieren jetzt auch die Whisky-, Rum- und sogar, weil keine Gelegenheit zu abseitig zum blasierten Herumschnöseln ist, die Bierverkostungen … Weiterlesen Weinschnösel

Mettbrötchenknecht

Es ist der Borgwürfel, mein fantastischer Arbeitsplatz, mit großem Abstand bester Ort der Welt und unangefochtener Hort der Menschenfreundlichkeit morgens um halb acht. Ich treffe im Fahrstuhl auf die alte vertrocknete Projektleiterin, die irgendwer in eine so gut bezahlte wie unangreifbare Position gehoben hat, die es ihr erlaubt, wahllos Menschen zu unmöglichen Uhrzeiten möglichst dumm … Weiterlesen Mettbrötchenknecht

Von Quäkern, Sabblern und Brüllern

Wie der Rest meiner Stadt geht auch der öffentliche Nahverkehr in Berlin vor die Hunde. Festmachen können Sie das am Publikum. Stinker gab es schon immer in Berlins Bahnen. Immer mal wieder einen. Manchmal wochenlang keinen. Dann wieder zwei Stinker in drei Tagen. Kam rein. Stank nach Verwesung, wochenlang nicht gewaschenem Puller oder schlicht nach … Weiterlesen Von Quäkern, Sabblern und Brüllern

Bum Bum – zur Hölle mit dem Drehstuhl

Ich habe Sympathie für das Prinzip Auge um Auge. Unmodern. Unpopulär derzeit. Stimmt. Aber egal. Schlagen Sie mich, schlage ich zurück. Pöbeln Sie mich an, ernten Sie exakt die gleiche Menge Gossengepöbel, mit der Sie mich beschenkt haben. Sie dämlicher Arsch. Nerven Sie mich, nerve ich Sie zurück. Immer auf dem gleichen Level. Gleiche Dosis. … Weiterlesen Bum Bum – zur Hölle mit dem Drehstuhl

Mein WiFi heißt „Fickt euch alle“

Warum wird der gute alte Hass so sehr verpönt? Niemanden darf man mehr hassen. Warum? Wem nutzt das? Wieso muss ich plötzlich alle möglichen Vollidioten, finalneurotischen Schneeflöckchen und durchgeknallten Sozialkrüppel lieb haben? Ich will das nicht. Ich kann die meisten Menschen gar nicht leiden. Eigentlich kann ich alle Menschen nicht leiden. Sprechen mich Menschen unverlangt … Weiterlesen Mein WiFi heißt „Fickt euch alle“

Pestmütter

Vater sein bringt mit sich, dass ich völlig verblödet im Flur einer Schwimmhalle herumsitze und vor mich hin verwese, weil die Brut drinnen Schwimmen lernen soll. Mit mir sitzen dort die Pestbeulen. Die Nervenzerstörer. Mütter. Übermütter. Kleben an der Glasscheibe zum Schwimmbecken, um jeden Unterwasserfurz ihrer dämlichen Kinder mitzuschneiden und aufgeregt zu kommentieren. Ich hasse … Weiterlesen Pestmütter

Wo bleibt eigentlich die Rezession?

Was gibt es denn so Neues? Oh. Viel. Kürzlich gab es bei Tchibo einen apfelgrünen Kiwibehälter zu kaufen. Und ein bananenförmiges Bananenbehältnis für Bananen. In Bananengelb. Direkt neben dem Eierschneider und dem Strumpfhosen-Notfallset. Ich wiederhole: Strumpfhosen. Notfall. Set. Doch das ist noch nicht alles. In der Behörde, in der einer meiner Freunde arbeitet, haben sie … Weiterlesen Wo bleibt eigentlich die Rezession?

Lass kacken

Es ist ein junger Dezemberabend in der Gegend um den Anhalter Bahnhof. Flutlicht brennt. Wind pfeift. Ein erfrischend multikulturelles Team spielt ein Trainingsspiel, dem ich lange zusehe. Drüben in einer Pizzeria neben dem Redaktionsgebäude des Tagesspiegels sitzen zufriedene Menschen satt vor Grappa und Espressi. Ich bin schon wieder hier. Und zu früh. Das Tempodrom hat … Weiterlesen Lass kacken

Die Drohkulisse von der Weißenseer Spitze

Huhu Bewohner an der Weißenseer Spitze. Freut Ihr euch schon? Naaaaaaa? Ein Biomarkt. Jetzt bald auch hier bei euch. 2014 fiel der Antonplatz, jetzt fallt ihr. Es geht los. Drüben ein paar Meter weiter bei den alten Ost-Assis aus den letzten paar DDR-Platten in Sichtweite vom prekären Ranznetto am Eschengraben macht demnächst der erste Feinkostladen auf. … Weiterlesen Die Drohkulisse von der Weißenseer Spitze

Der Tattootyp und die Windmühlen

Oha. Netter Versuch, Tattootyp. Ich für meinen Teil würde vielleicht noch ein paar Til Schweiger-Ausrufezeichen dazu machen. Und vielleicht noch eine 1. Oder besser eine Elf. So in etwa: Liebe Hundebesitzer !!!!!11!!!ELF. Sonst wirkt das so unauthentisch. Irgendwie so wenig Facebook. Nur semitrollig. Und auch der korrekte Gebrauch des scharfen ß (für Prenzlauer Berg: Dreierles-S) … Weiterlesen Der Tattootyp und die Windmühlen

Tanz die Dekadenz

Oh nein. Das verfluchte Adagio am Potsdamer Platz. Der Schnöselclub der Schnöselclubs. Selten war mir schon so kurz nach dem Eintritt so schlecht wie hier. Aalglatte FDP-Restposten meets RCDS-Nachwuchslackaffen, blondierte Botox-Schicksen meets Lader-Koth-Imitate, nur jünger, und Big Brother-Container meets Exclusiv Weekend mit Frauke Ludowig mit einem Hauch Gina-Lisa Lohfink neben Julian Stöckel beim Showposen auf … Weiterlesen Tanz die Dekadenz

Alienation oder Pissed in Prenzlauer Berg (zu Dokumentationszwecken)

Ich habe vor kurzem in die Kommentarleiste eines befreundeten Bloggers getwittert. Betrunken. Mit dem Smartphone in der Hand auf dem Heimweg von irgendeinem Off-Kino in der Kastanienallee, in dem ein Film lief, den ich nicht vertragen habe. Müssen Sie nicht verstehen. Ist ein Insider. Und auch nicht witzig. Und noch weniger informativ. Zu Dokumentationszwecken und … Weiterlesen Alienation oder Pissed in Prenzlauer Berg (zu Dokumentationszwecken)

Hunde scheißen auf eigene Gefahr

Wir sehen eine typische zugeschissene Fläche in Prenzlauer Berg und jemand, der offensichtlich noch nicht lange genug hier wohnt, um von der so beliebten wie unvermeidlichen Berliner Kackwurstparade zu wissen, mag sich nicht damit abfinden und schreibt erst einmal einen Zettel: Versteh ick nich. Was heißt "auf eigene Gefahr"? Selbstschussanlagen sehe ich keine und Panzerabwehrminen, … Weiterlesen Hunde scheißen auf eigene Gefahr

Die Drohkulisse vom Antonplatz

Hurra, hier ist Ihr neuer Bioladen. Schalten Sie bald wieder ein, wenn es heißt: Wir verdoppeln die Kaltmiete für Ihre Quadratmeter. Hinfort mit der Armut. Aus den Augen und dem Sinn sowieso. Schafft ein, zwei, drei, viele Eigenheime. Jetzt sind sie also in Weißensee angekommen. Am Antonplatz. Nehmen wir doch mal die Scheuklappen ab, schmeißen … Weiterlesen Die Drohkulisse vom Antonplatz

*** Hoeneß. Hoeneß!!! Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveblog

10:43 Uhr: Die Spannung ist kaum auszuhalten. Hoeneß steht noch. Wann wird er sich hinsetzen? 10:45 Uhr: Da! Er kratzt sich an einem rechten Nasenflügel. Wann wird der linke an der Reihe sein? 10:46 Uhr: Der linke ist an der Reihe. 10:48 Uhr: Hoeneß faltet die Hände, sein Anwalt schaut nach oben. Warten auf ein … Weiterlesen *** Hoeneß. Hoeneß!!! Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveblog

CeBIT-Gartenzwerge

CeBIT bleibt zu für unter 16jährige Die CeBIT bleibt dieses Jahr für unter 16jährige geschlossen. Die Messeleitung will strenge Alterskontrollen durchführen. Selbst in Begleitung Erwachsener haben Jugendliche unter 16 keinen Zutritt. Der Personalausweis soll Aufschluss über das Alter geben. Im Zweifel will man Jugendliche nicht einlassen. http://www.signalruf.de/cebit-neue-regeln-beim-einlass/ http://www.cebit.de/de/tickets/ Hey, CeBIT, ihr Gartenzwerge, man darf also … Weiterlesen CeBIT-Gartenzwerge

Hier kommt Enrico!

Auf einer Party in Brandenburg. Vor mir sitzt das lebendige Klischee aller lebendigen Klischees. Enrico. Aus Fürstenwalde/Spree. Mit Thor Steinar-Shirt. Enrico kennt hier keiner. Irgendwer hat ihn mitgeschleppt und dann sitzengelassen. Vielleicht wollte er ihn hier ausstellen. Völkerschau oder so. Später kommt als Zugabe wahrscheinlich noch Schakelyne aus Senftenberg, die bei RTL 2 zur Primetime … Weiterlesen Hier kommt Enrico!

Psychopathentreff über den Wolken, heute: Der Immobiliensack

Rückflug von Köln/Bonn. Der da mit dem Gel im Haar ist der Immobiliensack. Er ist der anstrengendste Mensch im ganzen Flieger, zersetzt schon seit dem Wartebereich am Gate meine Nerven und sitzt jetzt natürlich: Vor mir. Er wurde aus irgendwelchen Gründen von seinen Immobiliensackkumpels separiert und weil er es nicht schafft, einfach einen Kurzstreckenflug lang … Weiterlesen Psychopathentreff über den Wolken, heute: Der Immobiliensack

Psychopathentreff über den Wolken

So ein Flugzeug ist ja traditionell der Treffpunkt von Psychopathen. Hat man die durchgeknallten Eiergrabscher der sadistischen Flughafensecurity endlich hinter sich, haben die vereinigten Schreckgestalten der deutschen Passagierluftfahrt ihren Auftritt - in einem Raum, aus dem man nicht fliehen kann. Vor mir klappt ein Arsch schon eine Viertelstunde vor dem Start die Lehne nach hinten, … Weiterlesen Psychopathentreff über den Wolken

Die schrecklich nette Weihnachtsfamilie von Nivea

Hey, cool, Nivea hat einen neuen Werbespot, heuer mit dem Titel "Das schönste Geschenk ist die Familie". Wie stellt sich Nivea eigentlich die perfekte Familie an Weihnachten vor? Na so: --- Endlich Weihnachten. Darauf hab ich mich schon so lange gefreut. Mein Onkel ist da und hilft meiner Mama in der Küche. Und er hilft … Weiterlesen Die schrecklich nette Weihnachtsfamilie von Nivea

Die Pest in der Post: Eine Facebookeinladung zu Weihnachten

So. Weihnachten ist auch wieder so gut wie vorbei. Doch auch jetzt wo es dunkel ist, der Zwerg schläft und der Tag langsam ausklingt, bleibt mir nichts erspart. Ein Blick in den Posteingang meiner seit den 90ern von allen Spamfritzen dieser Welt durchgenudelten E-Mail-Adresse macht das deutlich: nicofartface83 schreibt mir: "Super-SexyBlonde_with Small=Tits%." Dickshit Giridharan findet: … Weiterlesen Die Pest in der Post: Eine Facebookeinladung zu Weihnachten

Goldstaub-Currywurst

  Gestern auf dem Weihnachtsmarkt:   3,50 für eine Currywurst. Und die Touristen stehen an wie blöd. 3,50. Goldstaub. Lithium. Seltene Erden. Weihnachtsmarktpreis. Puffpreis. Und sie zahlen und sie zahlen und danach rennen sie zu Starbucks, trinken schlechten Kaffee mit klebrigem Sirup für 4,10 und bewundern ihre Dose Berliner Luft für 3,90. Sie zahlen und … Weiterlesen Goldstaub-Currywurst

Note on a Bulli – Arschlöcher on tour

Berlin, Berlin, ich versteh' es manchmal nicht. Da steht ein schäbiger Bulli in der Landschaft herum und dann das. Man tritt nochmal drauf. Macht noch ein wenig mehr kaputt, schleift das Drecksding noch ein bisschen, das Drecksding, das sich die Besitzerin wahrscheinlich vom Munde abspart, damit sie überhaupt mobil ist. Neben dem Bulli steht ein … Weiterlesen Note on a Bulli – Arschlöcher on tour

Die Borg sind da! In Mitte!

Oh Gott, ein Borgwürfel ist gelandet. Mitten auf der Torstraße. Sie werden uns alle assimilieren, dann werden wir werden wie dieser schwarze Würfel: Düster. Lebensfeindlich. Gleichförmig. Glatt. Funktional. Abgrundtief hässlich. Schade, dass man sich in der Gegend nicht mehr günstig volllaufen lassen kann, dann könnte man wenigstens im Suff dagegenpinkeln. Wer tut dieser Stadt so … Weiterlesen Die Borg sind da! In Mitte!

Grind dir deine Meinung

Kritik an der Systempresse steht heutzutage an Laternenmasten. Oder in Blogs. Denn die journalistischen Mainstream- und Staatsjournalisten von Spiegel bis Heute Journal grillen heutzutage nur noch Verantwortungsträger der Opposition, wenn der Machterhalt der Regierung gefährdet ist, und dies mit einer Bissigkeit, die, wenn es um die Regierung geht, undenkbar geworden ist. Kritik wird nur noch an … Weiterlesen Grind dir deine Meinung

Kein Arschloch bei Netto

Ich war letztens bei Netto einkaufen. Und habe was vermisst. Die Arschlöcher.  Ja, die Arschlöcher, die typischen Netto-Kunden, wegen denen ich so ungerne zu Netto gehe, jene, die einem mit dem Einkaufwagen in die Hacken fahren und dann, wenn man sich umdreht, um die Entschuldigung entgegen zu nehmen, so böse kucken als hätte man gerade … Weiterlesen Kein Arschloch bei Netto

Das Wunderkind von Prenzlauer Berg

In meine Kita geht ein Wunderkind. Und dessen vor Stolz berstende Mutter holt ihr Balg meistens ausgerechnet zur gleichen Zeit wie ich ab. "Oh, Sie brauchen noch eine Windel? Also mein Eusebius braucht keine mehr. Der geht schon ganz alleine aufs Töpfchen. Nicht wahr, Eusi?" (Fuck you) "Spricht Ihr Kind denn schon? Mein Eusebius spricht schon … Weiterlesen Das Wunderkind von Prenzlauer Berg

Der Parknazi

Parkplatzsuche im Kackloch von Prenzlauer Berg. Nordwesten. Arschecke. Ungentrifiziert. Bröckelnde Fassaden. Keine Bioläden. Massenhaft Kotwürste wohin man auch tritt. Missmut tropft von den Fassaden. Sackgasse. Ich parke längs entgegen der Fahrtrichtung, steige aus und gehe was checken.Zurück am Auto steht da ein Opa mit Beate-Zschäpe-Gesicht: "Sie dürfen so nicht parken." "Weiß ich. Ist mir aber … Weiterlesen Der Parknazi

Ferrero: Deutschland und seine Hysterie

Die Hysteriemaschine Twitter heult mal wieder. "Ferrero Küsschen sind rassistisch!" schreit man, und Ferrero knickt ein, entschuldigt sich, betet fünf Rosenkränze und zieht die Werbekampagne zurück. "Deutschland wählt weiss", Ja, das ist doof, natürlich, so doof wie 99% aller Werbekampagnen doof sind. Wahrscheinlich hat sich mal wieder der Praktikant die Kampagne ausgedacht. Sie ist nicht gut, … Weiterlesen Ferrero: Deutschland und seine Hysterie

Väter können ja nix – Vol. II

Es herrscht Hitze. Und Hektik. Kurz noch mit dem Kleinkind zum Lidl gehen. Geht ja schnell. Soll ich Windeln einpacken? Und Taschentücher? Och nee, geht ja schnell. Rein. Einkaufen. Kasse. Zahlen. Raus. Weg. Was soll da passieren? Rein. Einkaufen. Kasse. Zahlen. Hatschi.Hatschi? Oh nein, Rotz aus der Zwergennase über Lippe bis Kinn auf Shirt. Wo … Weiterlesen Väter können ja nix – Vol. II

Die unerträgliche Schlechtigkeit des Käsebrötchens

Ich bin ein großer Freund des Käsebrötchens, also des mit Käse überbackenen Brötchens, nicht der verdammten Scheibenbutterkäsebemme, die in Köln Halve Hahn genannt wird und mich schon mal bei einem Köln-Besuch in den kompletten Wahnsinn getrieben hat, weil ich ein dampfendes Grillhähnchen erwartet und stattdessen eine kalte blöde Käsestulle bekommen habe. Und ich hasse kalte … Weiterlesen Die unerträgliche Schlechtigkeit des Käsebrötchens

Bier kaufen in Naziland

Berlin-Schöneweide. Wilhelminenhofstraße. In einer der unzähligen Spätkaufbuden sitzt einer kurz vor Mitternacht sinnlos hinter einer Theke herum. Sitzt da und äugt. Bleich, die Poren rot, die Augen aderig. Und äugt, auf dass ich keinen Sechserträger Bier unter meinem Mantel verstecke und dann rausgehe. Es ist fast körperlich zu spüren, dass man mich hier nicht kennt. Misstrauen ist … Weiterlesen Bier kaufen in Naziland

Hoeneß – Ein Zwischenruf

"Da begann die Hölle für mich" Wer an einem praktischen Beispiel die Doppelmoral der medialen Schlachtrösser von Zeit, Spiegel bis Bild vorgeführt bekommen möchte, je nachdem welcher gesellschaftlichen Schicht der Betroffene angehört, der verfolge die aktuelle Berichterstattung des Mainstreams über Uli Hoeneß und erkenne das System. Nach zwei Tagen pflichtgemäßer Empörung darf er sich nun … Weiterlesen Hoeneß – Ein Zwischenruf

Meine Einpack-Ecke: Zugekackt mit Blumenerde

Rewe! Du ziehst alle Register, um möglichst wenige Kunden zu binden, nicht? Es muss so unangenehm wie möglich werden, oder? Zuerst killst du deine Frischtheke und bietest nur noch abge(s)packte wenig originelle Wurst- und Fleischwaren aus dem Hause "Wilhelm Brandenburg" an, dann gefällst du dir darin, alle paar Wochen das Sortiment komplett anders im Raum … Weiterlesen Meine Einpack-Ecke: Zugekackt mit Blumenerde

Hermes Herpes und Band

Hermes ist fast der schlimmste Paketdienst, der in dieser Stadt sein Unwesen treibt und es nur selten schafft, bei mir ein Paket vernünftig auszuliefern. Schlimmer sind nur noch GLS oder DPD, die schaffen das nie. Ich rieche bei jeder Bestellung, bei der mir Hermes angedroht wird, in vorauseilendem Gehorsam den modrigen Geruch einer anachronistischen wilhelminischen … Weiterlesen Hermes Herpes und Band

Apfel!

Apfel! Ich hab mir schon wieder einen neuen iPod gekauft. Weil es immer noch keine vernünftige Konkurrenz gibt, die 100 Gigabyte Musik zum Rumschleppen respektive Joggen vernünftig wiedergeben kann. Wohl auch alle weggeklagt, wie? Weggeklagt, weil die unzulässigerweise auch Musik abspielen und du ein Patent aufs Musikabspielen hast. Oder weil die Ecken haben. Oder Kanten. … Weiterlesen Apfel!

Jetzt bauen sie ihnen schon Rampen

Im Bezirksamt müssen Sadisten sitzen. Wie kann man sich so etwas anders erklären? Jetzt bauen sie schon Rampen. Für die Fahrräder. Durch die Haltestelle durch. Genau dort durch, wo Leute auf die Bimmelbahn warten. Wofür? Damit man jetzt mit dem Fahrrad schön Anlauf nehmen, kurz abheben und den Fußgänger dann volle Breitseite in den Rücken … Weiterlesen Jetzt bauen sie ihnen schon Rampen

Von Parktaschen zu Quarktaschen

Echt jetzt? Immer noch? Ihr kämpft immer noch für eure blöde Spielstraße? Tatsächlich drückte mir letzte Woche eine Prenzlauer Berg-Mutter einen Flyer in die Hand. Sie geben immer noch nicht auf. Sie wollen die Gethsemanestraße immer noch zur Spielstraße machen. Was soll das? Geben sie immer noch nicht auf? Wie sich die Zeiten ändern. Früher … Weiterlesen Von Parktaschen zu Quarktaschen

Netto Ghetto Styler

Neonlicht blendet mich. Netto. Lagerhaftstyle. Kalt. Fahl. Doch ich brauch noch einen Kaugummi. Die Kundschaft ist authentisch-dumpf, an der Kasse lockt ewig der Nahkampf: Von hinten hackt der Hackenfahrer in meine Hacken in seiner ganz eigenen irrtümlichen Annahme, es ginge dadurch schneller voran. Ich versuche, ihm zu erklären, dass es keinen Zusammenhang zwischen Hackenfahren und … Weiterlesen Netto Ghetto Styler