Verarsch mich doch (17)

Lieber Buddy vonner Füschtheke vom Füschimbiss! Das ist eine tolle Idee mit den Gummihandschuhen, sie erwecken den Eindruck, dass hier auf Hygiene Wert gelegt wird. Ganz toll, die Idee, nur: Wenn du, Buddy vonner Füschtheke vom Füschimbiss, mit den Gummihandschuhen den Pfannenwender jonglierst, den Teller meiner Vorbestellerin anrichtest, die Garnelen antitscht, der Vorbestellerin Wechselgeld rausgibst, … Weiterlesen Verarsch mich doch (17)

Verarsch mich doch (15)

Der Praktikant aus der Teetextabteilung hat wieder zugeschlagen. Zitronenverbene. Wie ein Glas Wein. Genuss und Entspannung. Aromatisch und ausgleichend. Is klar. Das Zeug stinkt nach lange abgehangenem Heu und schmeckt wie Waschwasser mit Abflussaroma vom Betriebsklo. Das nächste Mal pflücke ich sommertrockenes Gras direkt von der Hundewiese, kippe heißes Wasser drüber und verkauf‘ es als … Weiterlesen Verarsch mich doch (15)

Verarsch mich doch (10)

Lange keinen Scheißdreck mehr gefressen. Wird Zeit. Lidl. Oh, was ist das? Maisnack. Da fehlt ein S. Aber egal. Sieht geil aus. Da drückt ein Grafikdesignpraktikant alle Stimuli. BBQ. Grill. Feuer. Fleischspieße. Maiskörner. Geröstet. Rock and Roll. Männer. Echte. (raschel) (flitsch) Geht nicht auf. Fort Knox. Schere. (schnipp) (gulp) -mööp- Ja, es sind Maiskörner. Geröstet. … Weiterlesen Verarsch mich doch (10)

Verarsch mich doch (9)

Ich hab Bio-Kaffee gekauft. Warum auch immer, Anfall vorzeitigen Wahnsinns, Gruppendynamik in Gegenwart unzähliger ungespritzter Biofritzen in ihren unzähligen biologisch abbaubaren Bioläden oder einfach nur Nachlässigkeit, Blödheit, Idiotie. Boar, is der bitter. Boar, hat der Säure. Gut, wenn ich mir die Leute so anschaue, die sich in den zwanzig Millionen Biomärkten dieses von Bio bis … Weiterlesen Verarsch mich doch (9)

Verarsch mich doch (6)

Neulich in der Kneipe: „Boar, meine Heizung muss gewartet werden. Muss ich wieder einen Tag Urlaub nehmen. Wie sonst, wenn der Schornsteinfeger kommt oder Hermes droht zu liefern. Dabei hab ich kaum noch Urlaubstage, weil die immer für irgendwelche Dienstleister draufgehen.“ „Einen Urlaubstag? Für den Heizungsmonteur? Bist du naß? Mein Heizungsmonteur kommt nachmittags, auch um … Weiterlesen Verarsch mich doch (6)

Verarsch mich doch (4)

Huhu. Huhu!!?? Finanzgeier? Wo seid ihr denn alle? Seltsam still geworden um euch seit der Finanzkrise. Früher rief alle paar Wochen einer durch oder schrieb mir panische Briefe, um mir was zu verkaufen, einen dubiosen Fonds, eine Beteiligung an irgendeiner Bio-/Chemo-/Kardiotechnologie (die Zukunft! Das ist die Zukunft!), Satellitenhandybeteiligungen (wird sich durchsetzen! Wird der Standard! Die … Weiterlesen Verarsch mich doch (4)

Verarsch mich doch (3)

Fetzencurrywurst. Schon mal gegessen? Fetzencurrywurst? Gibt’s am Ostkreuz. King’s Bratwurststand. Das ist der Stand mit dem großmäuligen roten Plakat „ENDLICH! JETZT AUCH CURRYWURST!“ Endlich, ja endlich, lange war das Volk am Darben, lungerte in lausige Lumpen gehüllt am Ostkreuz herum, hungrig, verhärmt leidend lamentierend im Wind, im eisigen Ostwind, eingepullert, unrasiert, sein Schicksal beklagend und … Weiterlesen Verarsch mich doch (3)

Verarsch mich doch (2)

Köttbullar. Ein Wort wie eine Verheißung. Alle pilgern zu IKEA, um diese Klopse zu fressen, das muss ja was besonderes sein, ein neuer Hype, ein ganz heißer Scheiß. Ein Raunen füllt den Raum: Köttbullaaaaaaar …. Elchfleischbuletten!, munkelt man, Rentierfleischbuletten!, unkt man, jeder isst das jetzt, weil IKEA die Taigaviecher zu Hackepeter verarbeitet nach Deutschland bringt … Weiterlesen Verarsch mich doch (2)

Die Aktivisten sind wieder empört

Voll geil. Diese Zeit ist einfach voll geil. Moralinsaure Moralisten überall. Aktivisten wollen dies. Aktivisten wollen das. Hin. Her. Hoch. Runter. Ding. Dong. Und ich stehe amüsiert im Raum. Es ist ein Fest für Trolle. Ein Galadinner für Stresser. Ein innerer Scheißparteitag für an die Schienbeine Pisser. Wenn Sie hypereifrige Aktivisten ärgern wollen, dann geht … Weiterlesen Die Aktivisten sind wieder empört

Europapark / 2019

Europapark. Das Kind möchte achterbahnen und wir fahren dafür sehr weit weg. Die Reise von Berlin nach Baden mit dem Auto konfrontiert mich wieder mit der leidigen Sanifairabzocke an den Autobahntankstellen. Sie haben dort irgendwo um Frankfurt herum jetzt Pissbecken mit Bildschirmen, auf denen sie Videos abspielen. An einem Pissbecken. Bildschirme. Natürlich spielen sie keine … Weiterlesen Europapark / 2019

Riga / 2019

Tegel. Vor dem Flug nach Riga darf ich mein Lieblingsspiel spielen: Securityshit. Heute habe ich eine kleine Dose Talkumpulver dabei. Meine drecks Fakesneakers, die ich bei Amazon mal wieder viel zu billig geschossen habe, quietschen. Es ist die Lasche. Sie ist übel verarbeitet, reibt am Schuh und macht Lärm. Talkumpulver lässt das Quietschen für ein … Weiterlesen Riga / 2019

Der Tag, an dem meine Hirnzellen starben

Neue Auszubildende im Büro. Und die bringt ein Radio mit. Und da läuft 104.6 RTL Hitradio Berlin, die Körperverletzung unter den Radiosendern, die hirnzersetzende Schulabbrecherfrequenz dieser von miesen Radiosendern so gepeinigten Stadt und der ultimative Maßstab für Dudelfunk schlechthin mit einem Niveau, für das man jeden Keller nochmal unterkellern müsste. Meinen persönlichen Mario-Barth-Gedächtnispreis bekommt dieser … Weiterlesen Der Tag, an dem meine Hirnzellen starben

Ich bin ja sowas von wichtig

Ich sitze im Borgwürfel, dem Sammelplatz der Philantrophen und die Muse aller Arbeitsplätze dieser Welt, am Schreibtisch und sehe wichtig aus. Das kann ich gut. Wichtig aussehen. Und beschäftigt. Am besten wichtig und beschäftigt. Ich sehe aus wie pure menschgewordene Arbeit. Glattrasiert. Kraftstrotzend. Aufgesetztes Gewinnerlächeln. Der Krawattenknoten sitzt. Der reinste Fleiß wabert als von den … Weiterlesen Ich bin ja sowas von wichtig

Bitte geh‘ mir auf den Sack

Wer Kunde bei Vodafone ist, der darf sich über ganz viel sinnfreie Kommunikation freuen: (Dengel) „Oh, eine SMS. Wer schickt denn heute noch sowas?“ „Kennen Sie schon die neue XXXXL-Flat mit Bonusminuten ins sudanesische Festnetz? Wählen Sie außerdem drei Nummern im überflüssigen deutschen Festnetz, in dem keiner außer Ihrer längst verstorbenen Oma mehr telefoniert und … Weiterlesen Bitte geh‘ mir auf den Sack

Frauen sind mir maximal egal, aber ich ihnen nicht

Och doch, schon. Ich hätte eigentlich ein prima Frauenfeind werden müssen. Die Sache mit meiner scheiß Mutter, Kaiserin der üblen Laune und unübertroffene Meisterin im Tellerwerfen nach Kindern, kennen Sie schon. Diesen uralten aus vielen Fragmenten, Memos und Wortfetzen gewucherten Text, Aufarbeitung, Abrechnung, egal wie man das nennt, habe ich lange liegen lassen und vor … Weiterlesen Frauen sind mir maximal egal, aber ich ihnen nicht

Die kunterbunte Schnepfe und ihr Führungsseminar

Führung lehne ich ab. Mit jeder Faser. Führung ist Faschismus. Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland. Und so weiter. Wer führt, will unterjochen, brechen, kaputt machen, ausbeuten, aussaugen, auslutschen. Und dann wegwerfen. Anarchie ist die Lösung. Klar doch. Jeder führt sich selber, wird ein neuer Mensch. Keine Chefs. Keine Chefinnen auch nicht. Paradies. Punk’s still … Weiterlesen Die kunterbunte Schnepfe und ihr Führungsseminar

Retrospektive: Von Burkina Faso nach Hellersdorf

  (2003) (Nokia Klingelton) „Mark?“ „Alter wo bist du?“ „Zuhause, warum?“ „Kannst du nach Hellersdorf fahren?“ „Es ist erster Mai. Was zum Teufel soll ich in Hellersdorf?“ „Safi ist dort.“ „Safi? Verarsch mich.“ Safi kommt aus Burkina Faso, ist schwarz wie die Nacht, schwärzer geht gar nicht mehr und in Hellersdorf marschiert die NPD. „Sie … Weiterlesen Retrospektive: Von Burkina Faso nach Hellersdorf

Ein Ruf wie ein Kotbeutel

Ab wann genau wurde es eigentlich peinlich, in Prenzlauer Berg zu wohnen? Wann ungefähr ist der Bezirk gekippt? Wann fing das an mit den Witzen auf den Partys? Schwabylon. Happy Hippo Bionadeland. Pregnant Hill. Dachgeschosshippies. Schnöselparadies. Bonzenghetto. Seit wann kann es sich sogar eine bräsige Wohnungsbaugesellschaft aus dem Märkischen Viertel leisten, diese Lachnummer von ehemaligem … Weiterlesen Ein Ruf wie ein Kotbeutel

Retrospektive: Einbrecher und Pillendieb

Ich bin einmal eingebrochen. In eine Wohnung. Und hab‘ was geklaut. Vorsätzlich. *ring* „Stevenson?“ „Alter, du musst kommen, Selena will sich umbringen.“ „Das will sie immer. Wo ist die Neuigkeit?“ „Diesmal isses ernst. Das Pillenglas ist weg.“ „Was für ein Pillenglas?“ „Sie hat die ganzen Jahre ihre Psychopharmadingsda gesammelt. Und alle anderen Pillen, die man … Weiterlesen Retrospektive: Einbrecher und Pillendieb

Retrospektive: Chaostage 1995

In Hannover brach mal der Bürgerkrieg aus. Für zwei Tage. Zwei Chaostage. Ich war selten so gespannt wie auf diese lange angekündigten wilden Tage in der langweiligsten und grauesten Stadt Deutschlands. Den Iro frisiert, Flensburgerflaschenverschlüsse an die verrotteten Kampfstiefel geknotet, Bierkästen in den Kofferraum gepackt und die alte schrottreife Karre auf die Autobahn nach Hannover … Weiterlesen Retrospektive: Chaostage 1995

Ooops we’ll do it again: Ziehen wir Vattenfall den Stecker

Es gibt viele Vorgänge in der Politik, die mich fassungslos zurücklassen, zum Beispiel der hier: Da verscheuert der Senat der Hauptstadt die Hälfte seiner Wasserbetriebe an einen Stromkonzern (!), vereinbart mit diesem ohne Not vertraglich eine Gewinngarantie, verkauft dies als Effizienzmaßnahme und erreicht damit die bundesweit nahezu höchsten Wasserpreise in der mit Abstand ärmsten Großstadt … Weiterlesen Ooops we’ll do it again: Ziehen wir Vattenfall den Stecker

Nein danke, ich wähle euch nicht

„Wenn ein so gewaltiger Lebensbereich wie die Wirtschaft, die noch dazu viele weitere Lebensbereiche tyrannisch bestimmt, der gesellschaftlichen Gestaltungskraft entzogen wird, ist auch die Demokratie sinnlos. Eine Demokratie, die sich darauf beschränkt, Rauchverbote in Gaststätten zu erlassen oder die Helmpflicht von Radfahrern zu diskutieren, also dem gegenseitigen Gängelungsverhalten der Bürger nachzugeben, aber die eine große … Weiterlesen Nein danke, ich wähle euch nicht

Regierung tritt zurück – "Freiheit statt Angst" erfolgreich!

Nein, die Regierung tritt nicht zurück, zumindest nicht wegen der „Freiheit statt Angst„-Demo. Leider. Denn eigentlich müsste sie es. Eine Regierung, die es wissentlich zulässt, dass die eigenen Bürger von einer fremden Macht systematisch ausspioniert werden, müsste eigentlich aus dem Amt gejagt werden. Sie ist nicht mehr tragbar, denn sie verrät ihre eigenen Bürger. Ich … Weiterlesen Regierung tritt zurück – "Freiheit statt Angst" erfolgreich!

Wok-Show

Im nördlichen Prenzlauer Berg gibt es die besten Dumplings, die mir bisher untergekommen sind. Ich sage zu den Dingern auch nicht Jaiozi wie die Pseudo-Weltenbummler, die sich ihr wichtiges Angeberwissen wahrscheinlich bei Wikipedia angelesen haben und Sätze raushauen wie: „Also so authentisch wie in Jiangsu, Guangdong und HongKongPfui können Jaioziiii in Deutschland ja gar nicht … Weiterlesen Wok-Show

Bye Bye Flexi

Flexstrom ist endlich pleite und das ist eine gute Nachricht. Ach Flexi, ach Flexi (ich darf dich doch so nennen, oder? Wir waren ja immerhin ein Jahr zusammen.), vor kurzem noch hast du mir einen Brief geschrieben ob ich wieder zurückkomme. Ich musste sehr lachen. Weißt du noch wie ich dir lumpige 16 Euro Abschlagserhöhung geschuldet … Weiterlesen Bye Bye Flexi

Amazon

Amazon, Internetversand Amazon frisst sich durchs Internetgeschäft und das machen sie gut. Ich bin da Kunde. Ich kaufe da fast alles. Nicht unbedingt weil es dort immer am billigsten ist, aber die Abwicklung ist unproblematisch. Immer. Nie Probleme. Seit Jahren. Ungewöhnlich im Internet.   Es ist wohl Konzept, dass ein Kunde bei Amazon eine sehr … Weiterlesen Amazon

Kamps Backstube

Kamps Backstube, Bäcker, Prenzlauer Berg Die sogenannten „Aufbäcker“ an jeder Straßenecke, die nur noch die öden Fabrikteiglinge in den Ofen schmeißen und dann die Zeit stoppen, bis sie fertig sind, bevor sie zum Dumpingpreis verscheuert werden können, womit man hofft, die letzten verbliebenen Qualitätsbäcker im Bezirk wegdumpen zu können, haben mittlerweile fast so einen schlechten … Weiterlesen Kamps Backstube

Offenbach Stuben

Offenbach Stuben, mediterran, Prenzlauer Berg Die Offenbach Stuben sind der Nachfolger vom ehemaligen „Jacques Offenbach“, einem soliden, französisch angehauchten, teils mediterran ausgerichteten Lokals, in dem ich vor Jahren mal sehr gut, sehr fein, ganz toll gegessen habe. Irgendwann wechselte der Betreiber, nannte sich Offenbach Stuben, band sich an Groupon, was immer ein ganz schlechtes Zeichen … Weiterlesen Offenbach Stuben

Fellas

Fellas, österreichisch, Prenzlauer Berg Das Fellas ist eines der besseren Lokale der Gegend. Umso verwunderlicher, dass ich mal wieder alleine mittags hier sitze. Zur Stoßzeit. Um eins. Der vietnamesische Imbiss gegenüber platzt vor Gästen, hier sitze wieder nur ich. Um ein Mittagsmenu zu essen, das mit schlappen 7 bis 8 Euro zu Buche schlägt und … Weiterlesen Fellas

Nudel & Co

Nudel & Co, Nudelstand, Prenzlauer Berg Nudeln lass ich machen. Von Nudel & Co., die einmal in der Woche Samstags in der Seelower Straße auf dem Markt und sonstwo irgendwo in der Stadt rumstehen und ihre tollen Nudeln verkaufen. Manchmal pur oder gefüllt mit Spinat nebst Ricotta, Walnuss mit Gorgonzola, Maronen oder Tomate-Pecorino, Kartoffel mit … Weiterlesen Nudel & Co