Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (43)

„Laufen! Nicht schnaufen!“ Was? Was war das? Etwa der alte Furz, den ich gerade überholt habe? Es ist Sonntagfrüh. Ich ziehe meine Runden um den Weißen See, der noch friedlich im Frühnebel auf den Tag wartet. 18 Kilometer habe ich in den Beinen, erarbeitet in den vielen Runden um den See und der harten Anreise … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (43)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (42)

Zuverlässiger Zulieferer für honkverbloggende Blogger ist die Berliner S-Bahn. Honks sammeln sich dort. Irgendetwas zieht sie an, wahrscheinlich der Duft nach Döner, den immer irgendein Arschgesicht in einem der Wagen frisst, in dem ich mitfahre, und der dafür sorgt, dass die Scheiben im Dunst prekären Fleischabfalls beschlagen und ich ihm in seine vor sich mockernde … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (42)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (41)

Sehen Sie das? Über meinem Kopf schwebt ein Pfeil. Da steht Honksammelstelle drauf. Und der Pfeil zeigt auf mich. Sie sehen ihn nicht? Dann sind Sie kein Honk. Der Pfeil ist nämlich unsichtbar für alle außer den Honks. Die sehen den. Damit sie mich finden. Überall. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass immer … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (41)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (40)

Heute stehe ich in einem dieser Propagandatempel für Homöopathie, die sie in Prenzlauer Berg aus irgendeinem Grund immer noch Apotheken nennen. „Guten Morgen, vier Packungen Paracetamol bitte.“ „Wofür brauchen Sie denn vier Packungen Paracetamol?“ „Ich möchte mich töten. Wofür denn sonst?“ „Im Ernst. Ich muss das fragen. Das sind viele Tabletten.“ „Ja.“ „Bei einer so … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (40)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (39) – Taxifahrer-Edition Parte Dos

Es herrscht extreme Honkdichte momentan bei Berliner Taxifahrern. Und der größte Honk aller Zeiten hat mich heute an Bord. Diese Nacht habe ich in Staaken gefeiert. Das ist fast in Brandenburg. 30 Meter davon weg. Ich kann sogar schon einen Acker sehen. Mit Furchen. Die Leute sagen, an dem Ort, an dem ich gerade bin, … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (39) – Taxifahrer-Edition Parte Dos

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (38) – Taxifahrer-Edition Parte Uno

Berlin. Meine Stadt bietet ein unerschöpfliches Reservoir an Honks. Es hört nie auf. Ein Füllhorn. Ein Perpetuum mobile. Eine nie versiegende Güllepumpe der Idiotie. Ein honkscheißender Esel. Ich könnte diesen Blog meinen Kindern vermachen und dann würden die über die nächsten 50 Jahre wöchentlich über Honks berichten, weil sie nie weniger werden, weil sie immer … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (38) – Taxifahrer-Edition Parte Uno

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (37)

Auch wenn Sie grundsätzlich ein Menschenfreund sind, werden Sie diese Eigenschaft in der Regel etwa drei Jahre nach Ihrem Zuzug in diese Hauptstadt der sozialen Verwahrlosung ablegen. Assis. Es sind einfach zu viele. Der große Vorteil der fehlenden sozialen Kontrolle, die gewährleistet, dass Sie weitgehend so aussehen dürfen wie Sie wollen ohne dass es jemanden … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (37)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (36)

Dieser Sommer bekommt der Stadt nicht. Zu heiß. Zu schwül. Zu drückend. Überall drehen sie frei. Nerven. Stressen. Labern. Stänkern. Reduzieren Distanz. Ich stehe in der S-Bahn und führe Krieg. Auf dem Smartphone. Age of Civilizations. Ich bin Polen und überrenne gerade die Sowjetunion, nachdem ich das Deutsche Reich und danach ganz Westeuropa zermalmt habe. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (36)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (35)

Hurra. Ein fickender Köter. Hängt an meinem Bein. Greift mit den Vorderpfoten um meinen Schenkel. Auf dass ich stillhalte. Und er mich besamen kann. „Bleiben Sie ruhig, der spielt nur.“ „Woh woh bitte, nicht diesen Satz, bitte nicht diesen abgedroschenen Derwillspielen-Satz. Den höre ich locker zwei Mal wöchentlich. Und ihr Köter spielt nicht, der fickt … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (35)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (34)

Sommerzeit ist Honkenzeit. Einer löst den anderen ab. Staffelstabparade. Ist der eine weg, kommt bestimmt der nächste. Es ist die Temperatur. Der Luftdruck. Feuchtigkeit. Da drehen sie frei. Da kommt es zur Kurzschlüssen in den Synapsen. Totalausfällen im gesellschaftlich adäquaten Auftreten. Hemmungsloses Sich-Gehen-Lassen. Die Dämme brechen. Nur noch wenige haben sich im Griff. Hier in … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (34)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (32)

„Bitte. Hier. Nehmen Sie von mir den Euro.“ „Hier geht es gar nicht um den Euro, hier geht es ums Prinzip!“ Omas sind Dauergäste in meiner Honksammlung. Ich könnte eine ganz eigene Rubrik daraus machen und unter einem eigenen Label über sie berichten: „Die bescheuerten Omas und ich.“ Täglich. Heute betrete ich einen Bäcker. Dort … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (32)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (31)

Die Welt ist im Arsch, die Ratten gehen an Krücken. Lass uns gehen. Peter Strohm Der heutige Honk ist weiblich, dick, steht mit Entourage bei McDonalds an der Kasse und pöbelt. „Hungaaaaaa! Jeht dit nich schnella?! Maaaaaaaaaan!“ Ich habe sie schon am Eingang gehört und zunächst an eine ironische Performance gedacht. Frauen traut man ja … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (31)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (30)

Berlin-Lichtenberg. Ein Backwarenladen. Legen Sie es zurück bitte. Was? Legen Sie es zurück. Ich möchte es nicht mehr. Aber ich habe es schon angefasst. Das ist nicht mein Problem. Ich möchte es nicht mehr. Wieso das denn jetzt? Sage ich Ihnen gerne: Ich bin wundgemeckert. Seit Sie versuchen, diese überdimensionale Mettstulle in Ihre viel zu … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (30)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (29)

Kennen Sie die geleckten Pinguine von der Barclays Bank? Wenn Sie viel fliegen, kennen Sie sie, müssen Sie sie kennen. Sie lungern im Flughafengebäude von Tegel zwischen Gate 1 und 2 rum und sind immer da, egal ob Sie morgens um 7 fliegen oder abends um 22 Uhr. Wahrscheinlich betreibt Barclays eine WG im Keller, … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (29)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (28)

Als Läufer in Berlin haben Sie eine ganz besondere Beziehung zu Hunden. Hunde finden Sie toll, denn Sie bewegen sich schnell, sind also wahlweise ein Spielkamerad, den es vor Freude anzuspringen gilt, oder eine Beute, die erlegt oder mindestens gestellt werden muss. Inzwischen werde ich bei Hunden ab einer gewissen Größe automatisch langsamer oder halte … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (28)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (27)

Gestern fiel der erste halbwegs richtige Schnee des Jahres und natürlich verloren die Berliner zu ihrem überwiegenden Teil plötzlich und unvermittelt ihre Fähigkeit zum Autofahren. Es ist immer das gleiche Idiotenkarussel: Sobald es schneit, können sie nichts mehr. Da wird sinnlos gebremst, gerutscht, alle fahren Schrittgeschwindigkeit anstatt gleich zu Fuß zu gehen, was wenigstens die … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (27)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (26)

Das Schöne an den Honks ist: Die Geschichten gehen nie aus. Es kommt immer wieder ein neuer. Und er ist im Zweifel noch blöder als sein Vorgänger: „… Generalverdacht …“ Mittagspause. Frankfurter Allee. Ich habe Hunger und stehe an der Kasse von real. Doch nichts geht voran, wie immer an der Kasse, an der ich … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (26)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (25)

Ich latsche an manchen Wochenenden mit einer halb ausgesoffenen Whiskyflasche irgendwohin. Meistens zu einer Party, von der ich weiß, dass es wieder nur Jägermeister, Feigling, Pfeffi oder irgendeinen anderen Alkoholmüll gibt, den ich nicht hinterkippen kann ohne mich danach stundenlang duschen zu wollen. Und weil ich zu später Stunde immer bei diesen unsäglichen Saufrunden mitspielen … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (25)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (24)

Dass im Fahrscheinkontrollwesen der Berliner S-Bahn nicht gerade die intellektuellen Überflieger dieses an intellektuellen Überfliegern sowieso nicht reichen Landes arbeiten, ergibt sich schon aus der Tätigkeitsbeschreibung: Anscheißer. Denunzianten. Schnüffler. Nachsteller. Wer nicht vom Jobcenter dazu gezwungen wurde, diesen lausigsten aller verachtenswerten Jobs zu machen, sondern ihn freiwillig ausübt, muss über einen massiven Charakterfehler verfügen, aber … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (24)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (22)

Mit einem Baby U-Bahn zu fahren ist ein heikles Unterfangen. Klar, oft klappt es und der Antichrist schläft spontan ein, denn das Wackeln der U-Bahn überträgt sich auf den Kinderwagen und wird zu einem entspannenden Schaukeln. Dann schläft der kleine Buddha, alles ist friedlich und die Welt in Ordnung. Manchmal klappt das jedoch nicht, Koliken, … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (22)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (21)

Ich bin kein großer Freund von Warentrennern im Supermarkt. Früher ging es ja auch ohne. Hat man seinen Scheiß eben ein wenig versetzt zueinander auf das Fließband gestapelt und gut. Es war eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme, Selbstdisziplin, Understatement, alte Schule wenn man so will. Jetzt gibt es Warentrenner und der Umgang damit ist wieder … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (21)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (20)

Fachtermini werden ja oft nur deshalb verwendet, um sich abzugrenzen. Es ist so ein elitäres Ding. Die Ungelernten, die Bildungsarmen sollen ruhig merken, dass sie ungelernt und bildungsarm sind, sie sollen sich doof fühlen, weil sie die Begriffe nicht kennen, obwohl deren Bedeutung zuletzt doch immer ganz banal ist, wenn man den Popanz kurz anpiekt … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (20)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (19)

Mahlzeit. Die Frage aller Fragen lautet heute: Ist es noch nicht genug Fett? Muss es immer noch ein wenig mehr sein? Ich habe ein Schnitzelbrötchen gekauft. Bei irgendeinem Aufbäcker an irgendeinem Bahnhof. Manchmal mag ich diesen Junk. Nach einer durchsoffenen Nacht morgens um sieben unter Elektrolytmangel beim Heimwanken, wenn die ekelhafte Morgensonne Furchen in die … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (19)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (18)

An des Kaisers Frischtheke. „Guten Tag, einmal dieses Stück Kalbsfleischwurst bitte.“ „Das Ganze?“ „Ja, bitte.“ „Das ist aber viel.“ „Ja.“ „Können Sie das nächste Mal vorbestellen, wenn Sie die ganze Wurst haben wollen?“ „Bitte wie?“ „Vorbestellen. Wenn Sie so viel nehmen, können Sie dann vorbestellen?“ „Akustisch habe ich das verstanden, nur inhaltlich nicht. Irgendwas blockiert. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (18)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (17)

Termin in irgendeinem Nest in Rheinland-Pfalz. Ich glaube, sie nennen es dort Landeshauptstadt. Ich stehe in irgendeinem Laden, der Hemden verkauft. Von meinem Hemd, das ich trage, glotzt Chilisoße, weil ich keinen Hotdog essen kann, ohne mich einzusauen. Ich brauche ein neues Hemd. Und das schnell. (raschel raschel) „Guten Tag, ich würde gerne diese Hemden … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (17)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (16)

Die Irren des Tages sind ein irrer alter Drängler (iaD) und seine irre alte Frau (iaF), die von der Seite in die Warteschlange beim Bäcker driften. „Hey, Kumpel, stellen Sie sich bitte hinten an, das Ende der Schlange ist hinter mir.“ iaD: „Was willst du von mir?“ „Sie stellen sich bitte hinten an.“ (iaF blutgrätscht … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (16)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (15)

Ich stehe vor des Supermarkts Tiefkühltruhe und habe irgendeinen riesigen Fisch mit Kopf erbeutet, der aussieht, als könnte er heute für die Familie ausreichen. Doch dann spricht eine Stimme neben mir: „Das ist Pazifik.“ „Aha.“ „Pazifik.“ „Soso.“ „Nicht Nordatlantik.“ „Ja, ist es denn der Wahnsinn…“ Au mann. Die Irren haben wieder Freigang. Was wollen sie … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (15)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (14)

Viele Menschen kommunizieren ja gerne in indirekter Rede. Wenn sie Kritik üben, passiert das um die Ecke, formell gar nicht direkt an den Adressaten, sondern an einen anderen zufällig Anwesenden, aber immer so laut, dass der Adressat es auf jeden Fall versteht. Beispiel? Vor der Kita. Ich im Auto. Rechts von mir ein freier Parkplatz. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (14)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (13)

Der heutige Honk ist ein Nazi-Honk. S-Bahn. Ring Höhe Hohenzollerndamm. Mir gegenüber sitzen zwei Türken. Einer mittelalt, einer jung. Es folgt der Auftritt des Honks mit einem irren Gesichtsausdruck als würde er zuhause im Keller seine eigenen Fäkalien in nach Wochentagen beschrifteten Einmachgläsern sammeln. Er hat drei lärmende, definitiv nicht erzogene Kinder im Schlepptau, dazu … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (13)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (12)

Ich nenne ihn nur noch den Morgenhonk. Den Zeitungsverkäufer am S-Bahnhof Greifswalder am unteren Ende der Treppe. Jeden Morgen irgendwann zwischen 5 und 8: Ich. Treppe runter. Verpennt. Schlurf. Schlurf. Schnarch. Schnarrt die Sirene: „Morgääääään!“ What the fuck – wen meint der? Ich sehe mich um, niemand sonst da, der meint wirklich mich, das gibt’s … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (12)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (11)

Unsere Betriebstoilette hat kein Fenster. Das heißt, es gibt dort kein Tageslicht. Dumm gebaut, aber is nun mal so. Und was macht der Honk, während ich gerade auf dem Thron sitze, bei „Age of Conquest“ auf dem Galaxy mit meiner polnischen Armee die deutsche Hauptstadt einnehme und entspannt die braunen Massen unter mir dirigiere? Er … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (11)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (10)

Und schon wieder. Leider. Es hört nicht auf. Es passiert immer wieder. Als Mann mit Kind in der Öffentlichkeit ist man der Vollhorst des Bezirks. Kaum jemand nimmt so einen ernst. Am allerwenigsten Omas. Ja, schon wieder Omas. Wildfremde Omas wohlgemerkt. Wenn die einen Mann alleine mit Kind sehen, gehen bei denen offenbar sämtliche Fliegeralarmsirenen … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (10)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (9)

Berlin – Prenzlauer Berg. S-Bahn. Halb sieben morgens. Ich bin sowieso schon schlecht gelaunt, weil man mich eben wieder über Lautsprecher um Verständnis bat, dass gleich zwei Züge hintereinander ausfallen mussten, weil sie fürchteten, eine Schneeflocke gesehen zu haben. Zug. Zug. Es zieht auf dem Bahnhof Schönhauser Allee. Wie Hecht. Suppe. Bäh. Zug. Rein. Zrrrrrrkblabl. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (9)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (8)

Neulich im Treppenhaus: „Ist das ihr Kind, das immer so laut schreit?“ „Wäh?“ „Ist das Ihr Kind? Das immer so laut schreit.“ „Ja, was soll ich machen? Knebeln?“ „Ich meine ja nur, man hört es so oft.“ „Ja. Is so. Kinder schreien eben ab und zu. Don’t blame the player, blame the game.“ Prenzlauer Berg. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (8)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (7)

Ich hab mal einen Möbelkredit abgeschlossen. Bei Santander. Für 0 Prozent. Der ist schon seit Ewigkeiten wegbezahlt. 10 Jahre oder so. Und seit 10 Jahren bombadiert Santander meinen Briefkasten mit Werbung. Jeden Monat ein persönliches Kreditangebot. „Sehr geehrter Herr Stevenson! Frühlingskreditwochen bei Santander! Schließen Sie noch heute über 3000,- Euro ab und sichern Sie sich … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (7)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (6)

Postbank. Der Geldautomat ist kaputt. Schwarzer Bildschirm. Nichts geht mehr, kein Bargeld. Und weil der Post die Länge ihrer legendären Warteschlange viel wichtiger ist als ein schnöder Geldautomat, ist das schon seit Tagen so. Das rief den Honk auf den Plan. Nach vier Tagen Dunkelheit auf dem Bildschirm schrieb er einen Zettel: Vier Tage für … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (6)

Herzlichen Glückwunsch – es ist ein Honk (5)

„Ist das sehr schaaf?“ „Ja, schaaf.“ „Sehr schaaf?“ „Schaaf, ja.“ „Na gut. Ich nehm das.“ (…) „Das war aber schaaf.“ „Ja.“ „Mir war das fast zu schaaf.“ „Ja.“ „Das hätten Sie mir sagen müssen, dass so so schaaf ist.“ Honks. Honks. Überall Honks. Wichertstraße. Vietnam Aroma. Wieder ein Neuer. Wieder einer, der sich traut, in … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch – es ist ein Honk (5)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (4)

Der Bepisser meiner Haustüre hat geupgraded. Er ist jetzt ein Bescheisser. 5:30 Uhr. Ich muss aus dem Haus. Dunkel. Flatsch! Da liegt ein Fladen. Dünn. Durchmesser 30-35 cm, ein fieses dickes Ding von einem Fladen und ich so voll rein. Die Hose bespritzt sich mit Dünnem bis hinauf an das Schienbein. Das mit dem früh … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (4)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (3)

  Ich sitze im st.Gaudy inmitten der üblichen Sperrmüllmöbel auf einer alten Couch, die Leben atmet, und fühle mich wohl. Gerade habe ich eines der besten Stücke Kuchen gegessen, das in dieser Gegend für Geld zu erwerben ist, trank einen der besten Kaffees dazu, den man hier in dieser mandelsirup-latte-ficki-fackichino-verseuchten Gegend bekommen kann und freue … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (3)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (2)

  Mein Fallrohr ist kaputt, es muss ersetzt werden. Das sagt die Hausverwaltung. Und die muss es wissen, weil die alles weiß, auch die Notwendigkeit, die Kosten für den Aufzug in das neu gebaute energetisch korrekte Dachgeschoss, in dem Leute mit viel Geld wohnen, auf alle diejenigen Hausbewohner umzulegen, die den gar nicht nutzen können, … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (2)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk

Bimmel. „Guten Tag, Sie haben bei O2 gekündigt, ich würde gerne wissen warum.“ „Ja, hallo, gerne, ihr Datennetz ist eine Katastrophe, für mich völlig unbrauchbar, ein Surferlebnis wie im Paläozän.“ „Kann ich Ihnen etwas anbieten, damit Sie bei O2 bleiben?“ „Keine Ahnung. Eine Woche freie Verpflegung im KaDeWe?“ „Nein, das geht leider nicht.“ „Na gut. … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk

Especially for you Germans – Holidayhonk-Edition

Flashback. Eine Tempelanlage in Usbekistan. Auftritt des Guides: I have somessing especially for you Germans. Come wiss me. You will like it. See: (Anmerkung: Hier war ursprünglich eine Fernaufnahme von antiken asiatischen Sonnenrädern zu sehen. Da der Anwalt, der hier mitliest, dazu riet, das Foto zu löschen, ist es hier für Sie nicht mehr zu … Weiterlesen Especially for you Germans – Holidayhonk-Edition

Guten Tag, hier spricht dein dickes fettes Mettbrötchen…

… und hier bin ich auch schon wieder. Du hast gewusst, dass ich wiederkomme, nicht? Du hast mich heute in der Gier zu Mittag gegessen, auch wenn dir da schon klar war, dass ich wiederkommen werde, irgendwann anderthalb, zwei Stunden später zwischen Minute 30 und 45 irgendwo mitten der Trainingsrunde am Arsch der Welt irgendwo … Weiterlesen Guten Tag, hier spricht dein dickes fettes Mettbrötchen…

Borgwürfelkaffeescheiße

„Hey, komm‘ doch mal auf nen Kaffee vorbei, dann quatschen wir ’ne Runde.“ sage ich zur Vorstandsvorzimmerschnepfe im Fahrstuhl. Warum habe ich das gesagt? Keine Ahnung, man sagt das so. Bla Bla Bla. Buzzwords. Floskeln. Sinnlose Konversation als Schlusspunkt eines ermüdenden Fahrstuhlgesprächs über das Wetter, Babys, Umstrukturierung oder die S-Bahn, die wieder zu voll war. … Weiterlesen Borgwürfelkaffeescheiße

Hirntote Zombies

Ich habe das Gefühl, dass sie immer mehr werden. Die Zombies. Die mit den Bildschirmen. Auf dem Bürgersteig. Über die Zebrastreifen. Über öffentliche Plätze. Durch die S-Bahn. Tipper Tipper. Glotzen sie in die Dinger und nirgendwohin sonst. Sie können diese Gestalten schon von Weitem erkennen. Und zwar an den Schlangenlinien. Ja. Sie laufen Schlangenlinien wie … Weiterlesen Hirntote Zombies

Binzlberg, Wolfskinhonks, Rotzblagen, mir doch egal

Hier bin ich, wenn die Stadt mich nervt. Am Meer. Binnenmeer. Manche sagen Ostsee. Ich sage, die Luft hier wird mich sicherlich 100 Jahre alt werden lassen, den ganzen Single Malts und Grand Crus zum Spott, die so einen heruntergewirtschafteten und sinnlos durch das All eiernden Planeten zu einem besseren Ort machen. Es herrscht Kurzurlaub. … Weiterlesen Binzlberg, Wolfskinhonks, Rotzblagen, mir doch egal

The parenting Omma of Kieser Training

Omas und ich haben bekanntermaßen ein Ding laufen. Sie verhehlen nur unzureichend ihre erbärmlich antiquierte Sicht der Dinge, dass ich als Mann möglichst alle Finger von Kinderbetreuung geschweige denn -erziehung zu lassen habe, denn ich kann ja nix, zumindest demonstrieren sie das mit allem was sie tun, mit jedem ungefragten Übergriff, mit jedem giftigen Satz, wenn … Weiterlesen The parenting Omma of Kieser Training

Freiheit. Angst. Oder wann ist eigentlich alles egal geworden?

Es ist wohl eine Binse, dass mit zunehmendem Alter vieles egal wird. Manche meinen sogar, es wäre alles egal irgendwann – in einem Rutsch von Desillusionierung über Gelassenheit zum Nihilismus, die Grenzen sind fließend. Kürzlich fiel mir auf, dass ich gar keine Nachrichten mehr schaue. Früher war das Heute-Journal Pflichtprogramm. Und wenn es nur zum … Weiterlesen Freiheit. Angst. Oder wann ist eigentlich alles egal geworden?

Rock im Park 2014 – Slayer, Slayer und Scheiße, es ist Slayer!

Guten Morgen Nürnberg. Es ist Sonntag und immer noch Festival. Bei mir im Hotel gibt es wieder Croissants zum Frühstück. Und Kaffee. Etwa die Hälfte der etwas zerknautscht aus der Wäsche schauenden Frühstücker sind Rock im Park-Besucher. Man erkennt sie an ihren gelben Bändchen, die sie nicht abnehmen dürfen, weil man sie ohne diese nicht … Weiterlesen Rock im Park 2014 – Slayer, Slayer und Scheiße, es ist Slayer!

The shitty Mallotze-Man of Kieser-Training

Kieser-Training. Ich stehe seit Minuten fassungslos vor einer Maschine. Auf der ein Handtuch liegt. Es ist niemand da. Jemand hat die Maschine reserviert. Was macht der gerade? Kacken? Einen neuen Vertrag unterschreiben? Sich einen runterholen? Egal, denn das Grauen ist offenbar: Das Mallotze-Syndrom ist bei Kieser-Training angekommen. Dort in El Arenal stehen sie in ihrem … Weiterlesen The shitty Mallotze-Man of Kieser-Training

Verarsch mich doch (34)

Diese fiesen Coronazeiten eignen sich sehr gut zum gründlichen Verarschen harmloser Honks, die einfach nur gerne ohne Verwerfungen durch diese ganze gesellschaftliche Überreizung steuern wollen. Keiner hat einen Überblick. Alle sind verunsichert. Hin. Her. Hoch. Runter. Laschet. Söder. Virulogen. Zu. Auf. Wieder zu. Gütersloh. Österreich. Frankfurt Oder Stadtbrücke. Polen offen. Dann Polen zu. Keiner weiß … Weiterlesen Verarsch mich doch (34)

Gedankensudelei 04/20

Zwiegespräch mit einem immer sehr eifrigen Kollegen nach einer weiteren bleiernen Telefonkonferenz: „Naaaaaa? Bewirbst du dich auf das Projekt?“ „Nee.“ „Warum nicht?“ „300 Euro mehr, dafür drei Mal so viel Stress. Kein Bock.“ „Du musst aber mal.“ „Warum?“ „Du musst doch mal vorankommen.“ „Warum?“ „Na um voranzukommen. Macht dir das nichts aus, dass du seit … Weiterlesen Gedankensudelei 04/20

Q wie Quarantäne (VII)

„Mama, was hast du eigentlich 2020 gemacht, als es den Corona-Ausnahmezustand gab?“ „Ich habe meine Pronomen in meine Twitter-Bio geschrieben und den Wissenschaftler beleidigt, der den Test dagegen entwickelt hat, weil er nicht gendert.“ „Wo ist eigentlich Papa?“ Quelle: Internet Ding Dong Dackelhirn. Die Tage habe ich aufgehört zu zählen und kann sie längst nicht … Weiterlesen Q wie Quarantäne (VII)

Q wie Quarantäne (III)

Die Freude, die viele Menschen empfinden, wenn sie gehorsam sein dürfen, erstaunt mich immer wieder. Chris K. Tag Neun. Ich habe heute fünf Mal das Badewasser durchgespielt. Mit verschiedenen Zusätzen. Totes Meersalz mit Rosmarin. Dove Samtweichmichfett. Tetesept Muskelentspannung. Erdbeerbubblebadeperlen vom Kind. Und am Ende des Wahnsinns Eukalyptus. Weil ich kurz mal gehustet habe. Eukalyptus hilft … Weiterlesen Q wie Quarantäne (III)

Schrägparkereien

Hier in Berlin-Prenzlauer Berg kommen mir jetzt schon die ersten Hysteriker mit Gesichtsmasken vermummt und übergestreiften Gummihandschuhen die Greifswalder Straße entgegen. Verrückte Zeit. Diese ständig überdrehten Leute immer. Angst. Seele. Essen. Auf. Ehrlich, es geht mich ja nix an, aber ich weiß nicht wie die Deutschen mit der Mentalität zwei Weltkriege vom Zaun brechen, Steckrübenwinter, … Weiterlesen Schrägparkereien

Kleine Eiszeit

Diesen Sommer ist es wieder soweit: Vor der Kleinen Eiszeit in Prenzlauer Berg findet wieder der tägliche Müttercrosslauf statt. Wem der Hindernislauf vor dem auch schon wieder weggentrifizierten Saluti da Berlino oder dem Zipfelmützenzentrum Hokey Pokey zu popelig ist, hat hier die Möglichkeit, sein Können unter erschwertem Einsatz seines Körpers zu beweisen. Der Schwierigkeitsgrad wurde … Weiterlesen Kleine Eiszeit

Celle / 2020

Hannover Hauptbahnhof Hangout. Auf dem Weg nach Celle sammle ich Eindrücke. Ich finde es immer angenehm, wenn Menschen nach nichts oder zumindest nach wenig riechen. Auf der Zugfahrt fällt mir wieder auf, warum das bei mir so ist. Männer mockern gerne schweißig. Dieser Moschusdunst. Nasenpieken. Flachatmen. Zu nachlässig geduscht. Oder gar nicht. Unterhemd von gestern … Weiterlesen Celle / 2020

Gedankensudelei 01/20

Um den Jahreswechsel herum hat der sich selbst in die Überflüssigkeit sendende öffentlich-rechtliche Rundfunk endgültig jede Contenance verloren und mit dem Eigentor der umweltfickenden Omasau sein letztes verbliebenes Klientel (wenn man bündnisgrüne Mandats- und Hoffnungsträger mal beiseite lässt) verprellt. Schauen Sie zu den Ablegern ins Internet, direkt zum WDR oder hören Deutschlandfunk, dann scheint immer … Weiterlesen Gedankensudelei 01/20

Supermarktkassendelirium

I’ve got 99 problems but a bitch ain’t one. An der Kassenschlange jedes beliebigen Supermarkts, in der ich stehe, passiert alles – nur voran geht es nicht. Da geht in loser Reihenfolge die Kassenrolle leer oder der Scanner kaputt, irgendein Arsch zählt mit der Geschwindigkeit eines ersoffenen Tiefseetauchers quälende Minuten lang Centstücke ab (um dann … Weiterlesen Supermarktkassendelirium

Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Es ist Rewe. Der berühmte Rewe in der Schievelbeiner – Center of the Biohansel, hier am Arnimplatz, Home of the Holzspielzeug und der ungespritzen Biomütter – tanz deinen Namen für mich, Baby. Und mittendrin in diesem Supermarkt voller Bio Bio Fairtrade Fickmichnies steht eine Frischtheke – und dahinter eine Unglückliche. Davor ich mit Kind. „100 … Weiterlesen Erzieh‘ mich doch, Fleischwarenfachverkäuferin

Würzburg / 2019

Die Anreise nach Würzburg beginnt holprig. Denn mein Anschlussintercity fällt kurzfristig aus. Als Ersatz erhalte ich von einer schwäbischen Reiseverkehrskauffrau („Oh, des sieht aber schlecht aus mit denne Verbindunge…“), um meinen Termin halten zu können, eine Regionalbahn in irgendein fränkisches Nest und von dort eine Superfahrt mit einem als Schienenersatzverkehr bezeichneten uralten Zuckelbus nach Würzburg. … Weiterlesen Würzburg / 2019

Gedankensudelei 09/19

Man darf ja nix mehr. Nix mehr darf man. Sonntagmorgen. Ich komme um 3 aus der Kneipe und um 6 Uhr heult die Alarmanlage dieses Scheißautos auf, dessen Alarmanlage immer um solche Uhrzeiten aufjault. Und es ist dieser 90er-Jahre-Autoalarm mit diesen verschiedenen Heularten. Lüüüüüü-blip Blip Blip-lööööööüüüüüüäääääämüüüüü-prrrrrrrrrrrrrrrrrrrr-tacker tacker tacker tacker tacker-luiiiiiiuuuuuuiiiii-Tik Tik Tik und so weiter, … Weiterlesen Gedankensudelei 09/19

Gedankensudelei 08/19

Willkommen in Schnöselhausen: Craft Beer reicht nicht mehr. Jetzt neu: Craft Wine. Demnächst: Craft Gin. Craft Karottenkuchen. Craft Haircut. Craft Apfelchip. Craft Osterei. Craft Fickdichselberhipsterhurensohn. Es ist ja oft so, dass einfach gestrickte Menschen einen Guru brauchen, den sie anhimmeln können. Im Moment ist es ein apokalyptisches Weltuntergangskind aus Skandinavien, mit dem sie sich bis … Weiterlesen Gedankensudelei 08/19

Mallotze / 2019

Heuer Mallotze. Zu einer Dritte-Welt-Stadt wie Berlin gehört auch ein Dritte-Welt-Flughafen. Der heißt hier Schönefeld. Weil Berlin seit 20 Jahren versucht, einen Flughafen zu bauen und es nicht schafft, fliegen die Menschen in der deutschen Hauptstadt mit Tegel und Schönefeld immer noch von zwei musealen Nachkriegsfossilien ab, die wie alles andere in Berlin nicht funktionieren, … Weiterlesen Mallotze / 2019

Riga / 2019

Tegel. Vor dem Flug nach Riga darf ich mein Lieblingsspiel spielen: Securityshit. Heute habe ich eine kleine Dose Talkumpulver dabei. Meine drecks Fakesneakers, die ich bei Amazon mal wieder viel zu billig geschossen habe, quietschen. Es ist die Lasche. Sie ist übel verarbeitet, reibt am Schuh und macht Lärm. Talkumpulver lässt das Quietschen für ein … Weiterlesen Riga / 2019

Mein blöder kleiner Kackspäti lebt immer noch

In meinem in jeder Hinsicht voll korrekten Biedermeier- und Vorzeigebezirk Prenzlauer Berg gibt es nur noch wenige Ecken, in denen Sie als Mann noch Mann sein können und nicht devoter kinderwagenschiebender endstadiumsgegenderter Butterweichkeks, der so mitleiderregend durch die Straßen schlurft wie ein kastrierter Schäferhund auf Dackelbeinen. Die Einschläge jedoch kommen näher, es ist nur noch … Weiterlesen Mein blöder kleiner Kackspäti lebt immer noch

Meine Freunde, die Taxifahrer

Warum können eigentlich immer weniger Menschen einfach mal das Maul halten? Die von mir stets als Freunde, Kollegen, Mitmenschen bevorzugten Schweiger sterben offenbar aus, denn immer mehr Zeitgenossen müssen ihre Umwelt, die mich immer mit einschließt, mit Erzählungen über Nichtigkeiten aus ihren belanglosen Leben quälen. Der Trainer aus meinem Fitnessstudio lässt mich ungefragt wissen, dass … Weiterlesen Meine Freunde, die Taxifahrer

Was juckt mich denn der Kollwitzplatz…?

Aus der Gegend um den Kollwitzplatz habe ich mich schon vor vielen Jahren quasi freiwillig und vorausblickend selbst rausgentrifiziert, zu mondgleich in den Nullerjahren schon die Preise, zu dicht die Vollidiotenkonzentration, zu belanglos, langweilig und beliebig das Angebot und dabei doch zuviel Schund und Tand auf einem Haufen – ein ermüdender Ausverkaufs-Overkill des ehemals alternativen … Weiterlesen Was juckt mich denn der Kollwitzplatz…?

Für den Untergang sorgen wir (nicht)

Der Dezember kommt mit Frost. Der berühmte Berliner Eiswind brennt in mein Gesicht. Ich werde heute Slime sehen. Niemand, den ich kenne, kennt die mehr. Slime? Was ist das? Deutschpunk? Werde ich gefragt. Was ist Deutschpunk? Macht die AfD jetzt Musik? Haha. Sehr witzig. Du Gnom. I kill you. Warschauer Brücke. Normalerweise trage ich die … Weiterlesen Für den Untergang sorgen wir (nicht)

Somuncu, Potsdam und die Cracknutten

Mittwoch ist kein Tag, dessen Abend man ausgerechnet in Potsdam verbringen möchte Serdar Somuncu Immer wenn ich Serdar Somuncu sehe, bekomme ich Bock, mich in der Kimme zu kratzen und danach an meinem Finger zu riechen. Außerdem will ich popeln, den rausgepulten Knetgummi zu einem Ball formen und auf einen Sattel eines dieser scheiß Fahrräder … Weiterlesen Somuncu, Potsdam und die Cracknutten

Die ham Ferris und was ham wir?

Schon früh steht fest wie dieser Abend enden wird. Wenn zu viele Pubertierende unterwegs sind, muss ich mich betäuben. Das ist immer so. Es gibt bestimmte Tonlagen, die ertrage ich nicht nüchtern und von den Produzenten jener stehen eine Menge vor der Max Schmeling-Halle herum. Ich habe vorgebaut. Heute geht nichts schief. Die Mischung, die … Weiterlesen Die ham Ferris und was ham wir?

Ha Ha Hamsterkäufe

Was ist das? Ist ein Krieg ausgebrochen? Generalmobilmachung? Der Russe vor den Stadttoren? Atomraketen unterwegs? Luftschutzbunker olé? Nein! Morgen ist Feiertag! Und danach Sonntag! Mehr nicht! Alarrrrma! Hamsterkäufe. Panik. Morgen gibt’s nix mehr. Übermorgen auch nicht. Nie wieder. Wir werden alle verhungern. Der Laden voll. Die Nerven blank. Die Honks in Hochform. Und der Wichser … Weiterlesen Ha Ha Hamsterkäufe

Cyprus Chill: Grenzgänger

Ich kann Ihnen empfehlen, auf Zypern ein Fahrzeug zu mieten, um die Insel zu erfahren. Bleiben Sie nicht in der Hotelanlage. Wenn Sie sich jeden Tag die internationalen Vollhonks reinziehen, die hier am Pool ihre soziale Inadäquatheit zelebrieren, werden Sie unweigerlich debil. Die Insel lebt in einer militärischen Zwischenwelt. Ein komischer Zustand. Ein Waffenstillstandszustand. Das … Weiterlesen Cyprus Chill: Grenzgänger

Mutwillige Dezimierung der Selfie-Ghule

Ich mag das Gesundbrunnencenter, denn es leistet einen wertvollen Beitrag zur Dezimierung des Anteils der eitlen Idioten, die sich so gerne selbst fotografieren, weil sie glauben, ihre Umwelt interessiere es, vor welcher Kulisse sie ihr nichtssagendes Antlitz in eine minderwertige Smartphonekamera halten. Das hier ist eine tolle Aktion, denn sie haben das Plakat direkt hinter … Weiterlesen Mutwillige Dezimierung der Selfie-Ghule

So ein Europäer will ich gar nicht sein

Diplomaten bestätigen: Schäuble erwägt Grexit auf Zeit Mit mir haben sie das gemacht, was sie in meiner Schule mit allen Jugendlichen gemacht haben. Sie haben versucht, mich zum Europäer zu erziehen. Reisefreiheit. Menschenrechte. Europäische Familie. Nie wieder Krieg. Das habe ich aufgesogen. Das kommt mir entgegen. Einmal am Balaton Urlaub gemacht und auf 900 km … Weiterlesen So ein Europäer will ich gar nicht sein

Rent a rant by Herrn Ackerbau

tl;dr: Bloodsport. Blinder Hass. Der infantile Pleppo in mir verlangt, dass ich jeden Scheiß mitmache, schon um zu verhindern, dass das Ding hier einen zu ernsthaften Drive bekommt. Rent a rant. Proudly presented by Herrn Ackerbau aus dem neuen krassen hippen Hot Spot Pankow, den die Philanthropen der Immobilientrusts endlich auch mal aufwerten, damit diese elenden kaufkraftamputierten … Weiterlesen Rent a rant by Herrn Ackerbau