Willkommen in der Wortspielhölle (6)

Hier, kieken se mal:

Sehnse nich? Hier, ick mach ma größer:

PORT-O-PRENZ! Ein Wortspiel! Ick raste aus! Berlin ist also doch Haiti, verdammt. Port-o-prenz. Verstehnse? Verstehnse? Wie Port-au-Prince, die Hauptstadt des karibischen Armenhauses. Hier für einen weiteren Oberklasseneubau in der bedauernswerten Pappelallee meines fantastischen Ortsteils Prenz(!)lauer Berg verwurstet. Herrlich. Dieser doppelte Boden. Diese Lust am Paradoxon. Dieses ins Schmerzhafte gesteigerte Absurde. Das Aushalten der Widersprüche. Mit dieser versteckten Gesellschaftskritik, die ihr eigenes Werk in Frage stellt und den Passanten mit der katastrophalen Weltlage konfrontiert. Dem Hunger. Dem Elend. Dem Maroden. Reichtum. Armut. Berlin. Haiti. Hier der Bonzenbau, dort die Wellblechhütten. Groß. Riesig. Aware. Ein Meisterwerk. Zum Heldenzeugen. Ich hol‘ mir gleich einen runter vor Begeisterung, was für ein Wortspiel, es sind immer noch Wortspielkaiser unterwegs hier im Bezirk der Wortspielkönige, absolute Könner, die besten Wortspieljongleure der besten Praktikantenschmieden aller Superkreativbuden dieses Landes. Mit was werden sie als nächstes für die letzten paar Baulücken daher kommen? Prenz Charming? Plötzlich Prenzessin? Der magische Märchenprenz? Die Prenzton University? Der Prenz von Bel Air? Daimer-Prenz AG für die ganzen Stuttgarter? Prenz Ital Joe feat. Marky Mark? Was tun wenn’s prenzt? Veronika, der Prenz ist da, und alle essen Onkel Prenz-Reis, der gelingt nämlich immer. Da. Büdde. Kriegta geschenkt. Ihr Wortspielhelden. Für den nächsten Neubau. Oder gerne auch eure überfällige Insolprenz. Hirn. Oh Hirn.


Willkommen in der Wortspielhölle (5)