Lost in Köln

Ich bin mal kurz in Köln und fahre mit den Kölner Verkehrsbetrieben. In der Bimmelbahn stehen sich fünf Kontrolleure und drei Schwarzfahrer gegenüber.

„Isch geh nit!“

„Fahrkarte. Zeigen Sie Ihre Fahrkarte.“

„Isch brauch keene. Isch bin lädiert.“

Der Typ hat Krücken dabei. Einer seiner beiden Kumpels sucht das Weite durch die offene Tür. Zack. Fumm. Und sowas von weg.

„Sie brauchen einen Fahrausweis. Auch wenn Sie lädiert sind.“

„Brauch isch nit! Lass mich zufrieden.“

„Kommen Sie jetzt.“

„Isch geh nit.“

„Sie kommen jetzt mit.“

„Isch bin lädiert! Ihr Nazis!“

Oha. Das ist sie schon. Vergleichsweise früh. Die Allzweckwaffe. Wenn nichts mehr geht, geht Nazi. Nuke the bitch. Alle, die irgendwas von mir wollen, meiner genrerell unlimitierten Handlungsfreiheit Grenzen setzen wollen, sind Nazis. Weiß man ja. Und wenn da einer ausgerechnet Sie kontrollieren möchte, ob Sie einen Fahrschein haben, den Sie nicht haben, weil Sie schwarz fahren, dann räumen Sie bitte nicht Ihr Fehlverhalten ein, sondern werfen sofort Blendgranaten. Krakeelen irgendwas über Diskriminierung. Und klavierklimpern die Opferlitanei. Und wenn das alles nicht zieht, dann bringen Sie den Endboss. Den Nazi. Das Agent Orange unter den Beschimpfungen. Damit kriegen Sie jeden entlaubt. Alle damit Etikettierten werden dann ganz klein. Und still. Denn hey, wer will schon Nazi sein?

Blöd hier im Moment ist nur, dass die Kontrolleure allsamt sichtbar arabischer und türkischer Herkunft sind. Da verfängt seine Nazibazooka nicht so richtig. Läuft quasi ins Leere. Verfehlt das Ziel. Ist maximal untauglich.

Die Jungs bleiben bemerkenswert ruhig. Und das, obwohl der ganze Sermon, das fahrscheinlose Lädiertengeschreie, schon locker vier Stationen lang geht. Ich bewundere das. Ich könnte so einen Job nicht machen. Jeden Tag das gleiche Gelalle. Gebrülle. Geblöke. Jeden Tag die gleichen hirntoten Scheißköpfe. Halbhirne. Vollsprallos. Ginge nicht. Könnte ich nicht. Ich hätte vermutlich am zweiten Tag bereits ein Strafverfahren am Hals, weil ich irgendsoeinen Laller, der mich Nazi nennt, an den Eiern zur Bimmelbahntüre hinaus gezerrt und ihm einen Begrenzungspoller in den Arsch gerammt hätte. Hallo? Hat jemand eine kurze Zündschnur gesehen? Ja. Danke. Das ist meine.

„Sie kommen jetzt mit.“

„Isch komm nit!“

Sülzburgstraße. Türe auf. Tick. Tack. Fump! Wuuuuuusch. Der zweite Schwarzfahrerkumpel macht die Biege. Kurz bevor die marode Bimmelbahntüre schließt. Worauf der jetzt letzte Verbliebene, der lädierte Fahrscheinlaller, noch lauter wird. GEH! NIT! ISCH! GEH! NIT! IHR KANACKEN KRISCHT MISCH NIT! Mixing the curses. Erst Nazis, jetzt Kanacken. Kanackennazimischwesen quasi. Auch mal was Neues.

Mein Kind drückt sich ob der Lautstärke ein wenig an mich, ein Jugendlicher filmt den kranken Shit mit dem Smartphone und eine Aktivistin mit ganz vielen verschiedenen ausrufezeichenbewehrten Parolenbuttons am Bundeswehrrucksack kreischt: „Jetzt lassen Sie den Mann in Ruhe!“ Ja. Richtig so. Super was sie da macht. Ich finde das gut. Immer einmischen. Egal bei was. Wird schon richtig sein. Und überhaupt: Was die da fordert will ich auch. Meine Ruhe. Beim Geld sparen. Denn ab morgen kaufe ich auch keine Fahrscheine mehr und wenn jemand was sagt, dann ziehe ich die Opferkarte. Buhu. Ich bin nämlich Vater. Und polnisches Halbblut. Und das da ist mein Kind. Ich bin sowas von marginalisiert, das glaubt ihr gar nicht. Und deswegen kann ich überhaupt keinen Fahrschein kaufen. Ich gehe ab jetzt auch immer ohne zu zahlen aus dem Supermarkt. Und wenn jemand was sagt, dann brülle ich was von Nazi. Und Polenfeindlichkeit. Ob es tatsächlich wieder soweit ist. Ob denn ab 5.45 Uhr tatsächlich wieder zurück geschossen wird.

Derweil eskaliert die Situation. Der lamentierende Lädiertenlaller wird jetzt angepackt. Und wehrt sich. Und brüllt. Isch geh nit! Nit geh isch! Ein anderer packt den Typen bei den Beinen. Der wehrt sich noch mehr. Ein Bein kommt frei. Ein anderer Kontrolleur übernimmt das freigetretene Bein. Ein vierter stützt den Rücken des Lallers. Der letzte nimmt die Krücken, die in einer Kurve irgendwohin gerollt sind.

Plonk. Dann ist Ruhe. Tür zu. Affe draußen. Muskeln lockern.

Die Aktivistin unternimmt einen Gesprächsversuch in meine Richtung. „Unmöglich, sowas, oder?“ Ich antworte darauf nicht. Ich diskutiere nicht mehr gern. Schon gar nicht mit diesen ganzen neuen Empörten. Sowieso: Diskussionen führen nie zu etwas. Niemand hat je sein Verhalten oder seine Positon überdacht, nur weil irgendwer mit Diskutieren angefangen hat. Klar könnte ich ihr jetzt sagen, dass der Tatbestand eindeutig ist. Kein Fahrschein. Kontrolle. Hausrecht. Aussteigen und Bußgeld. Logik quasi. Glasklar. Jedem bekannt. Das könnte ich jetzt alles in dieser Konsequenz aufzeigen, Aktion = Reaktion. Aber dazu bringt diskutieren nichts. Sie würde es nicht verstehen und in der Folge laut werden. Weil momentan nicht die Zeit für Sachlichkeit ist. Weil momentan die Gefühlswelt jeden Diskurs überlagert.

Ich saß kürzlich neben einem, der idiotischerweise mit Sachlichkeit argumentiert hat. Vorletztes Wochenende. Beim Bier. Ganz normaler Kneipenabend. Irgendwer hatte einen dieser jungen freshen Kreuzberger Open Borders-Aktivisten mitgebracht, dem er den Begriff Rechtstaat erklären wollte, der auch für die Einwanderungspolitik gälte. Vernünftige Verfahren und so. Der Aktivist hat sein Gegenüber mittendrin aus dem Nichts einen Mörder genannt. Und einen Nazi natürlich. Danach war es still am Tisch. Irgendwer wechselte dann das Thema. Männer. Frauen. Fußball. Wetter. Keine Ahnung mehr, denn ich ging flippern.

Heute am Ende der Zehnerjahre bleibt nur noch festzustellen: Diskutieren ist 90er. Over. Bringt nix. Ich hatte kürzlich auch ein Revival. Habe mich hinreißen lassen. Nach Jahren auch mal was zu den Dingen zu sagen. Es ging um die Klimakiste. CO2. Dass mir die ganze Hysterie suspekt ist. Dass es mich immer misstrauisch macht, wenn Massenmedien und allen voran die öffentlich-rechtlichen so gezielt massiv im Trommelfeuermodus eine Agenda promoten. Dass diese Weltuntergangslitaneien mich an Sekten erinnern. Und ich es prinzipiell unmöglich finde, Kinder zu instrumentalisieren. Die Reaktion kam recht schnell: Mein Gegenüber hat mich beschimpft. Klimakiller. Rabenvater, der seinem Kind die Zukunft zersägt. Dann sprang ihm ein anderer zur Seite und sagte, dass es zu dem Thema gar keine zwei Meinungen geben könne. Oh doch, sagte ich noch, es gibt zu jedem Thema viele Meinungen. Immer. Nein, nicht zu dem, sagten sie. Und sie würden jetzt nicht mehr darüber reden wollen. Mit einem wie mir sowieso nicht.

Ich ging dann flippern.

Jetzt lasse ich das Diskutieren wieder für ein paar Jahre. Es führt zu nichts. Klima. Gender. Die unendliche Merkel. Der ganze Gesellschaftsscheiß. Egal. Es ist eine würgereizende bleierne autokratische Diskussionskultur, die da implementiert wurde, und sie sagen immer öfter ganz offen zu allen möglichen Andersdenkenden, dass es bei bestimmten Themen keine zwei Meinungen mehr geben könne. Sie haben Fragen zu Gender? Sind gar skeptisch? Boom. Sie Frauenfeind. Sie können die alte Merkel nicht mehr sehen? Boom. Sie Nazi. Sie haben Fragen zum Klimahype? Sind gar skeptisch? Boom. Sie Klimafaschist. Sie sind raus. Wie dieser früher mal selbstbewusste Stuttgarter Autokonzern, der sich zu einem Wortspiel hinreißen ließ und sich danach tatsächlich selbst vor dem dauerempörten Twittermob erniedrigte.

Ich bin mit den Beobachtungen gar nicht mal so alleine wie ich dachte, sondern stelle fest, dass sich andere auch mit dem, was mal Meinung war, zurück ziehen, zu einigen Themen entweder nichts mehr sagen oder stumpf den jeweils akzeptierten Meinungskorridor widerkäuen, um nicht so mittlerweile routiniert persönlich attackiert zu werden. Einige driften ab, werden aggressiv, wählen Protest, schießen sich selbst ins Abseits. Es ist eine unruhige Zeit, wenn Sie mich fragen. Latent beleidigungsschwanger. Gespalten. Polarisierend. Ultrahysterisch. Unsexy. Und nicht mehr so angenehm leicht und unbeschwert wie ich es von früher kenne. Bei weitem nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal die nichtssagenden Nullerjahre zurück wünsche, aber da waren die Umstände freier. Lockerer. So viel weniger verkrampft. Und von den Medien wurde die Regierung angegriffen und nicht gegen ihre Kritiker verteidigt. Schwarz und Weiß haben wir nun nur noch. Heute kalbt die Twitterisierung in jede Diskussion: „Ich meine dass A.“ „Naja, kann man aber auch anders sehen, nämlich B.“ „Was? B? Nazi!“ „Selber Nazi!“

Blep Blep.

Dann lieber flippern.

Im Borgwürfel, meinem Arbeitsplatz, diesem Jungbrunnen an Philantrophie, nervt mich seit Monaten immer mal wieder, wenn sie Langeweile hat, eine politbewegte Aktivistin mit ihrer Agenda. Erzählt mir von Genderseminaren in Göttingen, prangert mich wegen einer Plastiktüte an, mit der ich ein paar Birnen vom Lidl auf meinen Schreibtisch transportiert habe, und erzählt mir mit leuchtenden Augen, dass Diversity die Lösung für alles ist. Ich ziehe solche Leute an. Spinner. Weltverbesserer. Labersäcke. Ministranten. Und Missionare. Immer schon. Sie reiben sich an mir. Geben ungefragt Einschätzungen zu irgendwas ab. Politische Lage. Jugend. Berlin. ÖPNV. Meinen Bart. Meinen Sport. Merkel. Und wie es denn sein kann, dass ich wieder ein Flugzeug für den Termin in München habe buchen lassen anstatt mit dem Zug zu fahren.

Diese Frau kommt immer mal wieder vorbei und fordert zu irgendeinem Scheißdreck eine Positionierung von mir ein. Die ich ihr nicht gebe. Mir egal. Sage ich immer. Frauenförderung? Mir egal. Klima? Mir egal. Plastiktüten? Mir sowas von egal. Fliegen? Klar, wenn es schneller geht als der Zug. Außerdem finde ich es super, wenn das Klima wärmer wird. Wegen Baggersee. Und Schnee hasse ich sowieso. Es dauert oft nur zwei Sätze, dann platzt sie. Sagt mir was mir alles nicht egal sein dürfe. Wie man nur so ignorant sein kann wie ich. Gibt ungefragt zu Protokoll was sie von mir erwartet. Klima. Zukunft. Weltuntergang. Sterbender Eisbär. Und immer die armen Frauen, denen es hierzulande so schlecht geht wie nirgendwo sonst. Und wenn ich sie dann wieder so mitleidig anschaue, einen Schluck von meinem auf keinen Fall fair gehandelten Kaffee nehme und noch einmal sage, dass mir das alles egal ist, rennt sie meistens raus. Leider habe ich keinen Flipper im Büro, sonst würde ich flippern während sie labert.

Also bitte. Gehen Sie weiter. Fort aud meinem Büro. Ich habe keinen Bock auf eure Politik. Finde ich zum Kotzen. Nervt. Macht euren Scheiß doch alleine. Tut. Macht. Setzt durch. Lobbyiert. Intrigiert. Randaliert. Aber lasst mich dabei raus. Ich will euch nicht dauernd mühsam ignorieren müssen.

Als ich auf Höhe Barbarossaplatz aus der Bimmelbahn aussteige, sehe ich, wie sehr Köln abgebaut hat. Dreckig ist die Stadt geworden. Als ich heute früh hier eingestiegen bin, lagen in fast allen Eingängen der Geschäfte Schlafende in ihrem Müll herum. Verlassene Schlafsäcke. Platiktüten. Kartons. Halbe Zelte. Pissegeruch in den Ecken. Kackegestank aus den Gebüschen. Wie in Berlin interessiert für diese in den letzten Jahren entstandenen halbgaren Favelas keine Sau. Das ist nur noch Folklore in Zeiten der Wohnungsnot und der absurden Mieten. Ich verstehe nicht, dass die Städte dies so hinnehmen. Es kann niemandem nutzen, wenn der öffentliche Raum vermüllt und verkeimt. Broken Windows sind nicht superfresh urban, sondern fahrlässig. Es ist bekannt wo das hinführt. So eine Stadt muss doch in der Lage sein, diese Leute unterzubringen. Meinetwegen in provisorischen Containern. Mit Klos. Und Waschgelegenheiten. Betten auch. Das Geld dafür muss doch da sein. Ich weigere mich zu glauben, dass ein so reiches Land vor so einem Problem schlicht kapituliert. Die Dinge laufen lässt. Es ist in Berlin nicht anders. Der Magistratsschirm, das U-Bahn-Viadukt auf der nördlichen Schönhauser Allee, ist zugepisst, vollgeschissen, stinkt wie ein Dreckloch, Sie können dort nicht mehr drunter entlang laufen, weil Ihnen vor ätzendem Pisssegestank die Augen tränen, und deshalb macht es kaum noch einer. Da läuft keiner mehr. Schon gar nicht mit Kind. Wie soll ich das auch erklären, dass sich niemand von denen, die ich dafür üppig alimentiere, Verantwortung zu übernehmen, sich für den Zustand verantwortlich fühlt? Dass es niemanden interessiert. Dass es wie jede andere Zumutung, die Pöbler, die Krakeeler, die Müllhaufen, Scherben, der Kot, der ganze Grind, einfach hingenommen wird. Ich kann das nicht erklären. Meinem Kind schon gleich gar nicht, das leider in das Alter kommt, in dem jetzt solche Fragen gestellt werden.

Auf dem Vorplatz der Kirche des Barbarossaplatzes liegen sie auch. Die vielen. Auf dem Sims des Mäuerchens. Davor. Dahinter. Am Kiosk. Drüben an der Bimmelbahnhaltestelle quer über der Bank. Eine Mutter läuft vorbei und angelt die Pfandflaschen aus dem Müll. Meine dürfte auch dabei gewesen sein.

Das ist das was ich von Köln sehe. Leider. Die Stadt ist heruntergekommen. Hat ganz schön abgebaut. Es geht sichtbar abwärts und das bereits in einer wirtschaftlichen Blütezeit wie dieser. Was soll denn werden, wenn der Blütezeit die wirtschaftliche Dürre folgt? So wie es immer ist? Und sich dann die verdammte Verteilungsfrage stellt? Denke ich gerade, als mir ein Vollbärtiger mit heraushängendem Puller und dicken Kotzebrocken um den Mund entgegen kommt und irgendetwas Unverständliches brüllt. Er schreit wahllos die Passanten an. Rechts. Links. Jeder darf mal. Jeder bekommt sein Päckchen. Nur von mir hält er sich fern. Ich vermute, dass mein Kind der Grund ist. Das habe ich öfter. Selbst der größte Brüller hat immer noch einen letzten Restanstand und hält den Rand vor Kindern. Da ist irgendetwas, das sie abhält, das zu tun was sie mit den Erwachsenen ohne Kinder tun. Sie vollnölen. Anbrüllen. Zuseiern. Sich daneben benehmen. Oder gleich anpacken.

Einen Tag bin ich nur hier in Köln. Ich wohne lustigerweise in einem Hostel, wenn auch mit Einzelzimmer. Mit mir wohnen hier schätzungsweise zweihundert Chinesen, die mit mir die lausigen Aufbackbrötchen vom prekären nichtsnutzigen Frühstücksbuffet teilen, die schmecken wie Staubflusen. Ich frage mich was sich die Touristen hier in Köln anschauen wollen. Den Dom. Klar. Sonst gibt es in Köln ja nix, außer Kirmes. Reinschifffahrt. Vielleicht das sinnlose Schokoladenmuseum. Und dermaßen ranzige Puffs, dass nicht mal ich da reingehen und mir Herpes holen würde.

Vielleicht wollen die Chinesen aber einfach nur mal in echt eine vor die Hunde gehende europäische Stadt sehen. Endzeitflash. Mad Max. Weil es bei ihnen so etwas nicht mehr gibt. Dreck. Grind. Vor die Hunde gehender öffentlicher Raum. Wie als würde man sich einen Autounfall anschauen. Vielleicht steht es so in einem chinesischen Prospekt: Besuchen Sie Köln. Den Autounfall unter den deutschen Städten. Fahren Sie im klimatisierten Reisebus durch die deutschen Favelas. Erleben Sie einen Kontinent am Beginn des Verfalls. Knips Knips. Keine Ahnung. In Japan sollen sie angeblich Fahrten mit dem Porsche ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn von Flensburg bis München verkaufen. Adventure. Gibt es alles. Und nichts, das es nicht gibt.

Zuletzt ist Autobahn. Kreuz Köln-Ost. Stau. Irgendwer steht auf der Standspur mit einer Panne und alle anderen fahren langsam, um zu glotzen, ob man was sieht. Blut. Ein abgetrenntes Bein. Doch leider nein, es ist nur ein Motorschaden. Nix Spannendes. Qualmt nicht mal unter der Motorhaube. Köln-Ost. Berlin steht noch nicht dran. Nur Hamburg. Dortmund. Koblenz. Aber bald. Bald steht Berlin dran. Kurz hinter Bielefeld. Vor Hannover.


Ja. Komisch, 2013 war ich begeisterter.