Barrrommmobbarrrambam

Ich muss mal wieder tanken. Diese Bergefahrerei lässt mein armes Stadtauto, das ich im zweiten Gang mit 60 die Steigungen hochjagen muss, Benzin schlucken wie ein Spritti seinen Stoff in der Berliner S-Bahn. Gluck. Gluck. Benzin weg. Kuckste blöd.

Wieder so eine 80er-Jahre-Tankstelle. Kein grelles Licht. Keine Deppenreklame. Kein Schinken-Käse-Croissant. Dafür an der Kasse der übliche Opa. Ein Kunde vor mir. Es folgt ein Dialog.

„Brrroschborrrrobobobrrratscha“

„Äschbadarrrdaraschboboschodorrr“

„Ha! Rrrraschdaba!“

„Naaaaa! Hoischtoiba!“

„Ha! Servus Servus!“

„Servus Servus!“

Krass. Ich nix versteh. Ich doch nur Polen. Morgen andere Baustelle.

Jetzt bin ich dran. Jedoch das Telefon klingelt.

„Brrrambamschescheterrrrapdaba? Hoschtmibrrroibombolombom. Brrrroinoiboloi. Rrrrooaaaarn! Naaaaaaaa. Maaaaarrrri. Wurrrrrrscht! Servus Servus!“

Klick. Aufgelegt. Krass. Hat der den Anrufer ganz schön zur Sau gemacht. Oder auch nicht. Keine Ahnung. Nix verstanden.

„Guten Tag, die 2 bitte.“

„Pfutschikbrrrrombarrrombombom.“

„Mit Karte bitte.“

„Barrrommmobbarrrambam.“

„Danke. Schüss.“

„Servus Servus!“

Klasse. Lokalkolorit. Gefällt. Servus Servus!