Lass mal netzwerken – Links vom 23. Juli 2016

Irre. Dat Ding hier wird interaktiv. Inzwischen bekomme ich Bilder von Freunden hirnrissiger Wortspiele zugeschickt. Großartig. Hier ein Friseur. Na klar. Wer sonst? Friseure sind immer ganz vorne mit bei, wenn es um vollkommen verstrahlte Wortspieldesaster aus der Idiotengruft für einfallslose Labeldesigner geht. Haarlekin. Haarakiri. Hairlich. Hairforce One. Blep Blep Hirn weg. Hier ein neuer Tiefpunkt: Hairriets. Cut. Style. Colors. And I wanna jump from Park Inn head forward on ugly Alexanderplatz. Danke Danny.

Noch was? Auf jeden Fall: Die Frage, ob Berlins Hipster noch blöder also sowieso schon aussehen können, ist vorläufig beantwortet. Jetzt ist die 80er-Ökoscheiße zurück. Sie tragen jetzt alle Birkenstocklatschen. Fassungslosigkeit in my hood. Demnächst Schönhauser Ecke Eberswalder: Schnuller ummen Hals. Back to the 90s. Call them Mr. Radar. Call them Mr. Wrong.

Irgendwas zu München? Ja. Das Übliche. Ich habe immer noch keine Angst. Sie?

Die Links. Read this:

die SchrottpresseBis das gewünschte Ergebnis eintrifft
Klug.

FeynsinnSuchtverbrecher
Die Nanny druckt eklige Fotos auf Packungen. Fast ein Grund anzufangen. Fast. Demnächst auf Ihrer Schweinefleischpackung: Der Verzehr schädigt Ihr Herz. Auf Ihrer Schokolade: Der Verzehr schädigt Ihren Body-Maß-Index. Auf Ihrem Whisky: Der Verzehr killt Ihre Leber. Ficken: Tripper schadet Ihren Spermatozoen bereits in der Schwangerschaft. Leben Sie gesund. Nanny hat Sie lieb.

Alles EvolutionWollen Frauen wirklich Gleichberechtigung?
Natürlich wollen sie das. Mit jedem Recht. Nicht einmal die Idioten von der AfD dürften das mehr in Frage stellen, ohne sich noch mehr als sowieso schon lächerlich zu machen.

Anders als mit den Rechten verhält es sich mit einigen gesellschaftlichen Verpflichtungen, die nach wie vor Männern obliegen. Jene werden zögerlich bis eher gar nicht adaptiert, vielmehr zieht sich ein guter Teil sich modern verkaufender Frauen zu gerne auf die überlieferte und auf jeden Fall sehr bequeme Prinzessinnenrolle zurück, die – und da lehne ich mich sicher nicht allzu weit aus dem Fenster – nicht aufgegeben werden dürfte, so lange es auch so geht. Cherrypicking? Na klar. Würden Sie es anders machen?

Noch ein paar unsortierte Gedanken dazu:

1. Was mich an Frauen oft (nicht immer, jetzt heulen Sie nicht bereits jetzt schon, da kommt noch was) gestört hat, war die teils ernüchternd unmaskierte Anspruchshaltung. Konkret: Geld. Es ging zu oft zu schnell um Geld. Gerne schon beim ersten Kontakt. Was machst du beruflich? Ui, da hast du wohl viel Verantwortung? Und? Was fährst du für ein Auto? Wohnung? Mitte? Nein? Die Antworten lassen in der Regel Rückschlüsse auf Ihr Einkommen zu und tragen gerne mal zur Entscheidungsfindung über den weiteren Verlauf der nächsten Monate bei. Sagen Sie bei so einer Gelegenheit doch mal Hausmeister. Und Fiat Punto. Wohnung? 17. Stock Springpfuhl. Datsche in Hönow. Aber hallo.

2. Natürlich zahlen Sie als Mann das Restaurant. Die Drinks. Kino. Theater. Sonstige Zerstreuung. Das wird in vielen Fällen nicht einmal mehr aus einer floskeligen Höflichkeitsroutine heraus in Frage gestellt, sondern vorausgesetzt. Frauen zahlen keine Dates, sondern stehen am Ende auf, um ihre Jacke zu holen. Was mit der Rechnung passiert, ist normalerweise nicht ihre Angelegenheit. Do you want to kiss on the first date? Dann zahl‘ die Rechnung, fool, sonst geht am ersten Abend ganz bestimmt gar nichts.

Keine Ahnung woher die Regel stammt, doch sie ist eine eiserne und enorm weit verbreitet, auch wenn Ihnen jede Frau entrüstet versichern wird, dass es sich bei ihr nicht so verhält. Der Mann zahlt. Ich habe es nur einmal anders erlebt, aber das ist eine andere Geschichte.

3. Zahlen Sie von Anfang an die Dinge, dann zahlen Sie dauernd. Als mir das Muster auffiel, habe ich mir ein Limit gesetzt, nach dessen Erreichen ich mich aus dem, was am Anbahnen war, verpisste und kam mehrere Jahre nicht über eine Dauer von drei Monaten hinaus. Spätestens dann war das Limit ausgereizt und ich weg. Geld hier. Geld dort. Zahlemann und Urenkel. Kannste mal die Karte durchziehen? Ich bin gerade etwas knapp. Kriegste wieder (nö, kriegste nicht). Rekordhalterin ist eine, die mich bereits nach einer Woche um 300 Euro bat. Sie hatte Klamotten bestellt, das Konto war nicht gedeckt und das Monatsende noch weit hin. Ob ich gezahlt habe? Was hätten Sie gemacht? Nein? Ja? Ich bin mit ihr zu Lidl gefahren, habe den Kühlschrank und den Küchenschrank mit Fresszeug vollgemacht, um mir nicht nachsagen zu lassen, dass ich sie im Unglück sitzen lassen würde. Danach habe ich sie gebeten, nicht mehr anzurufen. Sie hat noch Wochen später entrüstet erzählt, dass ich sie im Unglück sitzen gelassen habe.

4. Wenn Ihnen Freunde sagen, dass Sie mit einem wöchentlichen Besuch im Puff inklusive Whirlpool, einer Flasche Veuve und kuscheln danach günstiger und nervenschonender fahren würden als in Ihrer aktuellen Beziehung, dann haben Sie ein Problem, das Sie lösen müssen. Warum ich es nicht so, sondern immer wieder geradezu schmerzhaft anders gemacht habe, kann ich Ihnen nicht sagen. Vermutlich dachte ich, dass das mit dem Geld abdrücken so sein muss. Bestandteil einer inneren Ordnung der Welt ist. Keine Ahnung. Natürlich weiß ich es heute besser. Ich weiß heute alles besser. Es muss gar nicht so sein wie es war.

5. Das alles spricht möglicherweise nicht für mich und schon gar nicht für die Sorte Frauen, die mich zu der Zeit für tauglich befand, mich anzuzapfen. Geblieben ist die irritierende Erfahrung, dass nicht wenige und das im Übrigen quer durch alle Schichten offensiv und wie selbstverständlich einen Versorger erwarten, der Geld gibt und Probleme löst. Leider will ich kein Versorger erwachsener Frauen sein. Es hat mich immer sehr abgestoßen. Ich bin in dieser Frage Vorzeigefeminist. Frauen mögen sich bitte selbst versorgen. Ich möchte nicht.

6. Im Osten finden Sie dieses Gebaren im Allgemeinen spürbar weniger als im Westen. Ich kann Ihnen nicht schlüssig erklären, warum das so ist. Restselbstbewusstsein stärkerer Frauen aus dem Erbe der DDR? Es klingt plausibel.

7. Es mag im Übrigen auch eine Altersfrage sein. Obwohl, es ist ziemlich sicher eine Altersfrage. Denn seit ich 30 bin, dreht sich das zunehmend um. Einige Frauen – kinderlose oder Alleinerziehende im Speziellen – muten jetzt plötzlich so verzweifelt an, dass sie vermutlich nicht einmal mehr Erwartungen finanzieller Art haben. Sie wirken mit Mitte 30 so sehr für jede Zugewandtheit dankbar wie viele Männer mit Mitte 20. Alles hat offenbar seine Zeit.

8. Fair ist das alles nicht. Nett auch nicht. Und schön erst recht nicht.

9. Offensiv parasitäres Gehabe ist bei Schwulen übrigens nicht ganz so ostentativ ausgeprägt und kommt wenn, dann eher in längeren Beziehungen zum Tragen: Älterer Sugardaddy hält jungen Toyboy aus, der dafür einmal täglich seinen Schwanz in den Mund nehmen muss, sonst gibt’s nix. Klassiker.

Wenn Sie sich also Ihre Bisexualität endlich eingestanden haben und denken, dass dort bei den Schwulen der eitle Sonnenschein herrscht, dann ziehe ich Ihnen jetzt einen Zahn: Die schwule ‚Community‘ (was für ein Kackwort, ich habe leider kein besseres) ist in weiten Teilen unerträglich oberflächlich. Optik Optik Ficken Ficken Ficken Body Body Body und noch mehr Body. Sehen Sie aus wie ein Brot, werden Sie in vielen Szenen erst geschnitten und dann ausgekotzt. Sie brauchen daher für eine schöne Zeit nicht unbedingt Geld, dafür Training Training und noch mehr Training. Oder einen guten Operateur. Sie suchen Tiefsinn? Echte Gefühle? Respekt? Dann sind Sie oft auch hier falsch. Sie wollen nur ficken und sehen halbwegs gut aus? Na dann los. Das geht gut. Irre gut. 

10. Hassen Sie mich jetzt gerne dafür. Egal aus welcher Warte. Bei Geschlechterthemen wird immer schnell gehasst. Das geht für mich klar. Das geht sowieso immer klar.

Die SchlandrätinHype in der Großstadt, Flaute auf dem Land – Pokémon Go ist offiziell in Deutschland erschienen
Pokewas?

muetzenfalterino.T.
Ich finde, es gibt zu viel gute Laune auf der Welt.

Schirrmis BlogDer Junge der über Dächer ging
Zu viel. Gute Laune.

hartelinieMeine erste Wurst: Darmgrippe und Rebirthing
Kacken.

grafikpolizeiDick.
Ficken.

Das FilterSnackable Massenvernichtungsfantasie
Independance Day. Astreiner Verriss. Okay, ich geh‘ nicht rein.

Schirrmis BlogGebratene Unfähigkeit
Da kocht er wieder. Bratkartoffeln. Sehr schön. Und ‚Les den Eberling‘ steht da. Stimmt. Den sollte man lesen.

Bibos kleine FluchtenDeichlamm
Lecker.