Junksuff aus der Industriehölle

Was ist denn das jetzt wieder? Und wieso bekomme ich so etwas geschenkt? Einen Sechserpack Kleiner Feigling in der Geschmacksrichtung Erdnussflips. Mit dem Dreckszeug in der Hand sehe ich sonst nur rot-blau-geschminkte Touristinnen aus Gießen (oder einem anderen trostlosen westdeutschen Provinznest) gackernd die Schönhauser Allee Richtung Kaffee Burger runterschickern.

Ich probiere den Scheiß. Na klar. Ich probiere alles. Ich muss wissen, ich muss immer wissen wie die Dinge stehen. Was es alles gibt. Wie das schmeckt. Den Dreck selbst erleiden. Mir eines von den Dingern reinhauen und den Rest wahrscheinlich als …

… ja …

… als Entfroster für die Autotür nehmen. Zum Enteisen der Windschutzscheibe. Oder als Spezialdünger für den überfälligen Tod unserer dreckshippen Schnöselpflanzen aus Chisibubikaio, die sie für eine obszöne Menge Geld in unserem Hof verpflanzt haben.

Gulp. Runter damit. Bargh. Spiritus. Das Zeug riecht nicht nur, sondern zeckt im ersten Kontakt mit der Kehle wie der Grillanzünder, den wir zum Angrillen auf dem Balkon verwenden, was inzwischen verboten ist, mich aber nie juckt. Sollen sie die Bullen holen, die Falschparkeraufschreiber, die in meine Nachbarschaft gezogen sind. Bah. Ist das Zeug eklig. Fuselstoffe aus der Sprithölle. Das Zeug zieht bis hoch ins Trommelfell wie der Industriealkohol, den ich mir früher in noch schlechteren Zeiten aus Geldmangel in die Cola gemischt habe.

Erdnussflips? Na klar, ganz leicht schmecken Sie auch die. Im Abgang quasi. Haben sie ihrer Körperverletzung ein wenig Industriearoma beigemischt. Was für ein Gag. Fiesester Fusel mit ein wenig Labor. Glückwunsch. Mir ist schlecht. Ein furchtbares Zeug. Das Geldgrab von betreuungsintensiver brasilianischer Schlingpflanze um unsere stinkenden Mülltonnen herum wird sich freuen. Rein damit. Und die Flaschen gleich ab in die Biotonne. Was für ein übles Scheißzeug. Kaufen Sie das nicht. Es ist sehr schlimm.