Versteh ick nich (4)

Diese Propagandaplakate für Schleichfahrten auf den Autobahnen, die sie nur brauchen, weil sie für ein allgemeines Tempolimit nicht die Eier haben, gehen immer noch eine Nummer blöder. Neulich auf der Autobahn:

Versteh ick nich. Was ist denn das für eine Logik? Okay, die hier ist bekannt: Dummer Mann. Dummerjahn. Nicht drängeln. Sonst Unfall. Aua. Schmerzen. Oder gleich Tod. Also fahr vorsichtig. Umsichtig. So weit so klar. Korrekt auch. Denn die Arschgeigen, die mit ihrem riesigen fahrbaren Penis die Heckpartie meines Kleinwagens penetrieren, sind immer Männer. Alle. Immer. Überall. Ich habe noch nicht eine Frau da hinten an meinem Arsch kleben sehen. Insofern passt das schon.

Doch für sie? Really? Er soll nicht etwa für sich mit Drängeln aufhören. Um weiter zu leben. Gesund zu bleiben. Oder wenigstens andere nicht zu nerven. Nope. Sicher nicht. Das soll er für sie machen. Was ist das für eine Denke? Wo wurzelt das? Bling Bling, hallo Versorger, sieh den Ring, den einen Ring, Ehe, Versorgung, Unterhalt, wer soll das alles denn zahlen, wenn du deine Gedärme um die Leitplanke wickelst? An deinem erbärmlichen Leben hängen Existenzen. Halt ein du rasende Geldbörse. Du wirst gebraucht.

Ja. Ich weiß doch. Sie sahen nur wieder ein Plakat aus einem CSU-Ministerium. Sehen Sie demnächst: Ein Hausmütterchen mit Filzpantoffeln. Am Herd. Es gibt Kartoffelsuppe. Mit Einlage. Hinten am Esstisch pausbäckige Kinder, die Hausaufgaben machen. Text: Bleib zuhause. Für ihn.

 


nix versteh


 

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