Lass mal netzwerken – Links vom 4. April 2015

Ich bekam vor ein paar Tagen eine Anfrage von jemandem, der hier mitliest, ob ich einen Gastartikel veröffentlichen würde. Ich erklärte ihm warum nicht und er verstand das. Hoffe ich zumindest.

Grundsätzlich sind Gastartikel nicht nur möglich, sondern erwünscht. Ich halte das für ein ausgezeichnetes Mittel zur Vernetzung und eine Gelegenheit für Blogger, ihren Stil auch einem anderem Publikum zu servieren. Ich finde es insbesondere vernünftig, wenn größere Blogger ihre Reichweite Bloggern mit weniger Lesern zur Verfügung stellen, um Interessierten die Möglichkeit zu geben, mal über den Tellerrand zu lesen und vielleicht auch dort hängenzubleiben.

Ich begrenze Gastartikel bei mir bewusst auf Blogger, will sagen: Ich lasse nur Blogger schreiben, glasklare Zweiklassengesellschaft, denn wenn Sie etwas zu sagen haben, dann fangen Sie an zu bloggen, lassen Sie mich ein wenig bei Ihnen lesen, lassen Sie mich Sie einschätzen, gut finden und dann können wir das gerne machen (wenn mir Ihr Stil gefällt). Denn wenn ich damit anfange, jedem einen Gastartikel einzuräumen, der das Webinterface seines E-Mail-Anbieters oder auch nur mein Kontaktformular bedienen kann, dann weiß ich nicht mehr, wo ich die Grenze ziehen soll. Wer darf warum was schreiben und wer nicht. Dann wird es anstrengend. Und ich mag es nicht, wenn es anstrengend wird.

Deshalb: Fangen Sie an zu bloggen. Geht ganz einfach. Hab‘ ich auch geschafft. Und dann sorgen Sie dafür, dass ich ein wenig bei Ihnen mitlese und dann sprechen wir uns wieder von wegen Gastartikel. Unfair? Vielleicht. Doch meine Butze, meine Regeln.

Hier sind die Links. Read this:

SturmflutWas ist mir schlecht!
Depressive sind die neuen Terroristen. Die Sturmfrau schreibt das, was dazu zu schreiben ist.

Passend dazu:

(Bau)meistergedankeUmgang der Medien mit Schülern und Angehörigen in Haltern
Kennt bestimmt jeder schon, ist mir aber trotzdem wichtig zu erwähnen. Der Beruf Journalist ist inzwischen in seiner Reputation fast so desolat wie der eines Politikers. Dauert nicht mehr lange und er wird den des Zuhälters und den des Menschenhändlers unterbieten. (via Stefan Niggemeier)

DudentityWider den Weltschmerz
Hartz IV. Wenn Sie das nicht kennen, dann wechseln Sie doch mal die Perspektive und lesen, wie der Dude zu den Dingen steht.

sunflower22aI like Russians
Add me plz.

Zurück in BerlinVerschwiegenheit und andere Klauseln – Das Ende einer Ära I
Die Bösen haben gewonnen und man darf nicht mal drüber reden.

Pieces of Berlinberlin – der tobby
Der Tobby. So geschmeidig, so zahm und doch so abgebrüht.

Einen Spiegel! Dass ich mir in die Fresse speien kannSchrott (wirrer Monolog über den Frühling)
Für solche Texte wurde der Begriff „Tirade“ erfunden. Ich mag Tiraden sehr.

ZwetschgenmannLeoparden grüßt man nicht
Glasperlenflipflops.

Che’s WarlogNeulich in der Sauna, allein unter Frauen
Noch einer, der denkt, dass Frauen nicht obszön sein können.

Egon Forever!So:
Ein harter Diss gegen Poetry Slam. Wenn ich recht überlege, sehen die da auf der Bühne ganz oft aus wie Deutsch-Leistungskurs-Strebertypen, die sie früher immer mit dem Kopf voran ins Schulklo gesteckt haben. Und sie rächen sich jetzt, in dem sie überall bei YouTube als Empfehlung eingeblendet werden (wenn Sie Klaas Heufer-Umlauf gut finden, dann mögen Sie sicher auch … Julia Engelmann. Muha).