Nein, keine Piraten

Ernüchterung greift um sich. Der Wahl-O-Mat behauptet in der ihm eigenen Beharrlichkeit, dass ich die Piraten wählen soll, dieses Mal sogar mit deutlichem Abstand:

Erschreckend ist der hohe Prozentsatz für die Grünen. Ich höre schon den Dachgeschosshippie mit seinen Mülltonnenzetteln über mir feixen, eine fair gehandelte Kombucha-Limo entkorken und mit seinen veganen Bastschuhen ein indisches Ausdruckstänzchen auf dem geölten Eichenparkett vollführen. Fall tot um. Wir haben nichts gemein, Selleriegesicht.

Aber eines freut mich schon: Luckes Club frustrierter alter Säcke ist dort, wo er hingehört, die regierende Christenpartei ebenso und die beknackten Nazis erst recht. Das sorgt dann doch für Zufriedenheit, auch wenn der Übereinstimmungs-Prozentsatz immer noch vergleichsweise hoch ist, wobei man das locker auf die heterogene Fragenmischung schieben kann. Auch Nazis sind meines Wissens gegen Atomkraft.

Die Piraten also. Soso. Rechtsanwalt Kompa erklärt hier, warum das mit den Piraten auch keine Option sein kann. Ich habe meinen Teil dazu letzten Herbst geschrieben. Nein, keine Piraten. Bloß nicht.

Insofern bleibt es auch weiterhin beim Nichtwählen. Das war abzusehen und fühlt sich immer noch erstaunlich gut an.


1559195772991929555331264679774-11796574242704199293