Frankfurt und sein S-Bahn-Chaos

By Pedelecs (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons 

Ich bin in Frankfurt. Frankfurt am Main. Also im richtigen Frankfurt. Nicht in diesem traurigen Nest da kurz vor Polen, dem die Grenzgänger von Słubice aus jetzt schon palettenweise das Waschmittel bei Kaufland vor der Nase wegkaufen, weil Polen so teuer und Deutschland dagegen ein Billigland geworden ist.

Nee. Frankfurt am Main. Hauptbahnhof. Ich will in eine S-Bahn einsteigen. Doch irgendwas läuft schief. Eine S8 ist plötzlich eine S9 und dann wieder umgekehrt. Sofort bricht hilfloses Kollektivgebabbel aus: „Ei gips des?“, Hoschemol! Des is doch net zu fassä.“, „Sän des alle Schlabbefliggä“ und der Superlativ des Tages: „Is des ä Gaos“.

Der einzige Ruhige ist gleichzeitig Berliner. S-Bahn-Chaos? What? Das da? Soll das ein Witz sein? Sie fährt doch! Ja, sie fährt und nicht ein Bus statt ihrer. Und sie bleibt auch nicht mitten auf der Strecke stehen. Oder im Bahnhof. Oder kommt erst gar nicht. Und überhaupt sehe ich nicht einen einzigen Polizeieinsatz-Zugschaden-Signalstörung-Weichenabfuck auf den Anzeigetafeln. Nix! Alles funktioniert doch. Frankfurter, lächelt und seid froh, ich bitte darum, denn ihr habt jeden Grund dazu.

Luxusprobleme einer Bankenstadt. Kommt doch mal nach Berlin. So geht Chaos.

 

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