Männerklowerbung

Da geht man arglos pullern und dann das: Antreten zur Buxenkontrolle. Eieiei, hattu schon wieder in die Hose gemacht?

Männerklowerbung ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Früher war da Kondomwerbung. Oder Kino. The fast and the furious. Der neue Tarantino. Armageddon. Oder Alkohol. Bacardi Rum. Jameson Whisky. Oder Kartfahren. Gotcha. Oder wenigstens Miniatureisenbahn. Und ein Bier ganz oft. Radeberger. Hasseröder. Wenn es schlecht läuft, dann Warsteiner.

Heute das da.

Was lernen wir? Klar: Der Mann genügt nicht. Funktioniert nicht mehr wie er soll. Wie stets ist er unvollkommen. Wichst sogar ein. Ekelhaft. Die arme gebeutelte Frau kuckt in die Buxe und ist enttäuscht. Doch Rettung naht, denn: Unfunktionalität ist behandelbar. Rufen Sie heute noch an. Enttäuschen Sie nicht mehr.

Drehen wir es doch mal um, weil das immer so großen Spaß macht und die Lage der Dinge so erfrischend deutlich offen legt: Stellen wir uns vor, auf dem Frauenklo würde Werbung mit einer Grafik gemacht, in der eine männliche Comicfigur mit zwei Ringen als Hoden einer weiblichen Comicfigur in die geöffnete Hose kuckt, um zu kontrollieren, ob es dort zwischen den Beinen auch feucht genug ist oder – der Himmel möge es verhüten – trocken wie in der Sahelzone. Und das Ganze wird unterlegt mit der Zeile „Frigidität ist behandelbar“.

Geht das?

Mag man sich das vorstellen?

Undenkbar, nicht?

Eine Sauerei, oder?

Hochgradig diskriminierend würde ich sogar behaupten.

Aber hey, umgekehrt geht das. Locker. Immer schon.

 

1559195772991929555331264679774-11796574242704199293.jpg