Deprimierende Knautschburger

Am kulinarisch unglückseligen S-Bahnhof Greifswalder Straße, dieser tieftraurigen und dabei ungewollt komischen Karikatur eines Umsteigebahnhofs, an dem jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch mit einer Zukunft schnell zusieht, dass er da weg kommt, bevor das abfärbt und man sich einen Puff wünscht, der dieser Gegend ein wenig Stil und weltmännisches Flair verleihen würde, besitzt McDonalds eine kleine Dependance.

Die Frage ist nur, ob das nun eine Aufwertung dieses chronisch unheiligen Ortes oder der endgültige Absturz zum Trashbahnhof Berlins bedeutet.

Ab und zu bin ich so doof…

Ja.

Ab und zu bin ich so doof…

Schwöre.

Ab und zu bin ich so doof…

… und werfe mir einen dieser deprimierenden zerknautschten Burger in den Hals, die nicht mal mehr so tun, als würden sie versuchen so aussehen zu wollen wie auf den Werbebildchen über der Theke. Dazu trinke ich eine hemmungslos verwässerte Cola, die strenggenommen nur noch den Geschmack gefärbten Wassers hat und freue mich, dass wenigstens die Pommes so schmecken, dass ich mich nicht selbst dafür hassen muss.

Ja, der Mäc wertet diesen Ort tatsächlich auf. Wer einmal gegenüber einen fürchterlichen Ranzdöner gegessen, sich bei Le Crobac zuckrig-fettiges Non-Food hintergetan und sich von der chronisch Unfreundlichen hinter der Theke des Lottoladens hat anfurzen lassen, der sieht sogar in einem Mäc einen Lichtblick. Manchmal braucht es so wenig.

 

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