Pralinen aus Frankreich

Ein Geldgrab: Hier noch ein wenig Karamell mit Fleur de sel, da noch ein paar Pralinchen mit Pistazien, oh, Karamell mit türkischem Nougat, ah, Karamell mit Feige, Vanille, Nuss, Spekulatius, Schokolade in Olivenform, Pralinchen hier, Pralinchen da, Pralinchen tralala, 70 Euro, haha, so schnell geht das, schnell verdrängen, den Preis, immer doof, wenn man selber zusammenstellen und in Tütchen füllen darf, man weiß erst gar nicht, wo man anfangen soll und später findet man kein Maß, kein Ende, niemand, der einen stoppt, der sagt „jetzt ist aber gut“, der es genug sein lässt von dem guten Zeug, doch die Vendeuse ist ein Fuchs und lässt hier noch mal probieren, da probieren und dann hat man doch wieder noch eine Schachtel mehr gekauft, 80 Euro, dann 90, aua, besser ich zieh die Kreditkarte durch, dann zahlt das die Bank und ich merk das nicht, diese vielen Penunzen, Kopeken, Mäuse, die ich für so viel edles Naschwerk ausgegeben habe und die sich in Sekunden von meinem Konto verpissen, mich wieder ein paar Zentimeter näher an die Dispogrenze führen, nur um zuhause in Berlin wieder festzustellen, dass alles wieder viel zu schnell weg ist, quasi schmilzt, im Mund, das leckere Zeug.

Puh. Zum Glück ist das Ding in Narbonne. Frankreich. Südfrankreich. Ich wohn weit weg von da und das ist gut.

So.

Und erzähl mir bloß keiner, wo es das in Prenzlauer Berg gibt.


La Cure Gourmande
ZI Plaisance
rue Plaisance
11000 Narbonne

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