Aus Rostkreuz wird Ostkreuz

Ich habe ja das Schlimmste befürchtet, als man vor ein paar Jahren damit begann, das alte Rostkreuz abzureißen. Immerhin bauen hier die Deutsche Bahn und der Berliner Senat – beide bekannt für widerliche Sichtbeton-Glas-Architektur, die flächendeckend über diese wunderschön-häßliche Stadt gekotzt wird und eine eiskalte Investorenatmosphäre schafft, in der Menschen und ihr störender Sinn für Ästethik keine Rolle mehr spielen dürfen.

Aber das, was sich hier am Ostkreuz bisher aus dem Boden schält, ist bis jetzt gar nicht mal so übel. Schwarze Blenden umrahmen die helle Glasfront, was sich erstaunlicherweise recht gut einfügt in das mondartige Landschaftsbild drumrum. Bis jetzt ist auch viel weniger Sichtbeton zu sehen als am Südkreuz. Man lernt offenbar dazu, selbst in dieser Stadt.

Ja. Gar nicht mal so übel.

Es gibt ja viele skurrile Nischenblogs zu allen möglichen Themen im großen Internet. Ein sehr lesenswertes davon ist das Ostkreuzblog, das die Bauarbeiten schon seit dem 01.01.2006 begleitet. Informativ. Aktuell. Detailliert. Und eines der Dinge, die nur Enthusiasten tun können.

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