The Return of the Treuepunkt

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Et tu Rewe? Bisher warst du immer eine Bank unter den Nicht-Discountern, du hast mich nie genervt, nie gestresst und nur selten geärgert. Ja, man muss aufpassen bei dir mit dem Haltbarkeitsdatum und der Preisauszeichnung, weil oft mal was damit nicht stimmt, ja, muss man halt aufpassen, ist halt alles etwas schludrig bei dir und das Leben sowieso kein Ponyhof, aber das weiß man ja vorher.

Dafür war bei dir stets Stille an der Kasse, wofür ich stets dankbar war und auch mal einen abgelaufenen Joghurt oder 20 Cent mehr als auf dem Preisschild in Kauf nahm, ja, kein Problem, easy eiapopeia, dafür Stille. Bezahlen und weg. Keine weiteren Fragen.

Jetzt neu: „Sammeln Sie die Treuepunkte?“

„Ich hab mich verhört, das sind die Stimmen in meinem Kopf. Ich muss nur meinen Aluminiumhut aufsetzen und sie sind weg.“

„Sammeln Sie die Treuepunkte?“

„Waaaaaaaa? Noooooooooiiiiiiiiin! Warum? Warum auch hier? Nein ich sammel nicht, nie, ich sammel gar nix, nicht mal mehr psychopathische Exfreundinnen, lasst mich zufrieden mit eurem Rabattschrott, ihr bindet mich damit nicht, ihr verjagt mich! Ist es so schwer mal die Fresse zu halten? Immer labern, immer quatschen, immer sabbeln. Was kommt als nächstes? Paybackkarte? Ob ich alles gefunden habe? Ob ich zufrieden bin? Vielleicht der Bon? Bon? Ob ich den Bon brauche für meine bekiffte Müllermilch Schoko, um sie nächstes Jahr von der Steuer abzusetzen oder dem Fleischer an der Ecke, zu dem ich gleich gehe, weil ich Ihre Fleischwarenfachverkäuferin doof finde, beweisen zu können, dass ich die Müllermilch Schoko nicht bei ihm geklaut sondern bei Ihnen gekauft habe?“

„Sind Sie fertig?“

„Ja.“

„Sammeln Sie jetzt die Treuepunkte?“

„Nein.“

„Brauchen Sie den Bon?“

„Nein.“

Game over. You lose.

 

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