Tilsiter Lichtspiele

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Tilsiter Lichtspiele, Off-Kino, Friedrichshain 

Neulich beim Surfen auf kino.de:

Wo finde ich nur diesen polnischen No-Budget-Film, gedreht in Bydgoszcz von einem, der lettischen Minderheit zugehörigen, schwulen Regisseur, der nur noch ein Auge hat? Ah hier, Tilsiter Lichtspiele, ja da war ich schon mal und hab mir den Gewinner des goldenen Stechapfels des autonomen FrauenLesben-Referats der Uni Göttingen angeschaut, so eine Reportage über die Fortpflanzung der Ochsen kambodschanischer Reisbauern während der vietnamesischen Besatzung.

Ich darf ernst werden: Es ist ein sehr schönes winziges Kino für Liebhaber in einer völlig vernachlässigten Ecke Friedrichshains, ein lauschiges Plätzchen – so schön familiär, etwas abgeranzt und runtergewohnt, dabei aber grundehrlich und sympathisch sowie laufend ums Überleben kämpfend – quasi der Underdog der Berliner Kinoszene, betrieben von echten Enthusiasten, deren Altruismus mir größten Respekt abnötigt.

Nein, ich will keine Stempelkarte, ja, ich zahle gerne freiwillig einen Euro mehr für eure Filme, wenn ich dazu beitragen kann, dass es euch weiterhin gibt.