Hansedom

img_20190112_1018435920942477237525644.jpg

Hansedom, Spaßbad und Sauna, Stralsund

Der Hanse Dom in Stralsund hat das, was ich in Berlin schon immer vermisst habe: Eine wunderschöne weitläufige Saunalandschaft im Freien, die keine Wünsche offen lässt.

In Berlin hat man ja nur die Wahl zwischen den unendlich piefigen Thermen im Europacenter, zu deren 70er-Jahre-Juhnke-Gedächtnis-Gruselkabinett schon alles gesagt wurde was zu sagen ist, oder diesen semiprivaten Saunaclubs in irgendwelchen unsanierten Altbauten, in denen sich die Nachbarschaftsclique um Oma Erna und Onkel Klaus trifft, fett feist schwülstig schwafelnd stundenlang übereinander sitzt und babbelt, lallt und in einem Fort ratscht als wäre man in der Laube draußen beim Schweinekammgrillen und Sternburgsaufen, womit man allen, die nicht zur Laubenpieperkolonie „Glück auf Heimathirsch Westberlin“ gehören, jede Entspannung gründlich und nachhaltig vergällt.

Schlimmer sind dann nur noch die ganzen Russen mit Schlappen und Badehose in der Sauna im Tropical Islands, die während des Saunagangs so laut brüllen, dass man sie problemlos in Berlin-Adlershof mit Opas alter NVA-Hörmuschel abhören könnte.

Ganz anders im Hanse Dom, gut, das blöde Spaßbad lasse ich an dieser Stelle mal aus, es ist kontaminiert von Kindernazilookalikes und anderen bildungsbenachteiligten Jugendlichen der Umgebung mit Zwickauer-Terrorzelle-Gedächtnisfrisur, denen man in Mecklenburg-Vorpommern nur schwer entkommen kann, aber der Saunapark ist einfach edel. Und gut. Die Mitsaunenden, die sich dort niederlassen, wissen sich in der Regel zu benehmen, die Saunen funktionieren immer und sind sehr gepflegt.

Ich will so etwas in Berlin. Weil gibt’s hier nich. Wo kann ich dafür unterschreiben?