Onkel Albert

img_20190112_1018435920942477237525644.jpg

Onkel Albert, Kindercafé, Prenzlauer Berg

Jetzt reicht’s mir langsam. Eine erschöpfende Tour durch Pankow und Prenzlauer Berg und nirgendwo Terrormütter zu sehen, kein Leonhard-Eusebius tanzt seinen Namen und keine Soreia-Suey-Butterfly spricht Mandarin. Wo sind die ganzen Klischees aus den Blogs und Zeitungen?
 
Ein neuerlicher und vorerst letzter Versuch, sie zu finden (ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden), von denen die versammelte Hauptstadt-Journaille immer wieder klageliedartig schreibt, wenn ihnen im Sommerloch die Themen ausgehen.
Also Zwerg unter den Arm geklemmt und ab ins Onkel Albert. Der ist in der Zionskirchstraße, fast schon in Mitte (grusel, wenn die hier meinen siechen Kontostand kennen würden, würden die mich glatt ausweisen und zwar dorthin, wo die Kresse wächst).
 
Also wenn sie hier nicht zu finden sind, dann gibt es sie nicht, die fürchterlichen Gebärmaschinen mit ihrem fürchterlichen Nachwuchs, von denen ich von Taz bis Bild immer wieder lesen muss.
 
Ich mach es kurz: Hier sind sie nicht. Wieder nicht. Dafür habe ich das beste Bagel – (oder heisst es „den besten Bagel“ – mein Deutsch geht wieder flöten) – meines Lebens gegessen, einen ausgezeichneten Kaffee getrunken und hatte eine Menge Spaß, dem Zwerg beim Kabbeln mit anderen Zwergen zuzuschauen.
 
Onkel Albert existiert auf drei Etagen, die mal besser und mal schlechter im Treppenbereich gesichert sind. Ganz oben würde ich mir eine effektivere Absperrung zur Treppe wünschen, aber okay: Muss man eben aufpassen, damit der Gnom nicht die Treppe runterrollt und sich jetzt schon den Hals bricht.
 
Unten lässt ein Ballparadies mit Rutsche, Büchern, Bobbycars und Spielzeugautos keine Wünsche offen. Vom Feinsten.
 
Ich für meinen Teil hab auch keine offenen Wünsche im Onkel Albert, außer vielleicht doch mal eine neue Absperrung oben. Und überhaupt: Ich hab jetzt auch keinen Bock mehr, Terrormütter zu suchen. Ich glaube es gibt sie wirklich nur auf Fahrrädern auf Bürgersteigen und in den Hirnen zugekokster Journalisten, sonst aber nicht.
 
Bonne chance Onkelchen!

Ein Kommentar zu „Onkel Albert

Kommentare sind geschlossen.