Galeria Kaufhof am Alexanderplatz

Galeria Kaufhof am Alexanderplatz, Warenhaus, Mitte

Galeria Kaufhof am Alexanderplatz ist das KaDeWe von Ostberlin.

– Betretenes Schweigen –

Haha, wie witzig. Natürlich ist es das nicht! Will es vielleicht gerne. Ist es aber nicht. Aber gut sortiert, muss man sagen. Vor allem die Lebensmittelabteilung erspart den Weg zum Wittenbergplatz, wenn es mal etwas teurer und besser sein muss, zum Beispiel wenn sich die Erbtante schon wieder zu Besuch angekündigt hat (Was? Die war doch erst vor 5 Jahren da. Was will die schon wieder hier?).

Ich für meinen Teil schwöre auf die Hemdenabteilung. Hier weicht mir eine Verkäuferin (selten ein Verkäufer) so lange nicht von der Seite, bis ich die Hemden gefunden habe, die ich will. Dazu ist es erforderlich, immer wieder neue Hemdenpackungen auf- und wieder zuzumachen, was ein Job ist für jemanden, der Vater, Mutter, die Erbtante und ihren hässlichen debilgezüchteten Wollknäuel-Zombie-Hund umgebracht hat.

Warum?

Warum tut man sowas?

Diese Nadeln in den Hemdenverpackungen. Meine Güte, ich hasse das schon zuhause, wenn ich da das neue Hemd auspacken muss. Und ich warte auf den Tag, an dem ich von einer Nadel im Hemdkragen direkt in die Halsschlagader erdolcht werde und auf dem schönen Teppich elendig verblute. Und das nur wegen einem Hemd. Mit Nadeln überall.
Und die Verkäuferin, die arme Seele, muss jedesmal mindestens fünf, manchmal zehn Hemden auspacken und später, wenn ich entschieden habe, dass alle vorigen leider wieder total scheiße an mir aussehen, wieder zusammenstecken. Mit den Nadeln. Au mann. Ein irrer Job. Kann nicht jemand mal eine Hemdenverpackung erfinden, die nicht die Geißel des männlichen Teils der Gesellschaft und ihrer (oft) weiblichen Verkäufer ist?

Die freundlichen und zuvorkommenden Kolleginnen von der Galeria am Alex machen das ganz tapfer und ich ziehe alle nicht vorhandenen Hüte und Perücken vor dieser Aufgabe, diese Zumutung an Arbeit jeden Tag wieder zu machen. Respekt. Meine Hemden? (Fast) Nur bei euch.