Chinapfanne Goldbroiler Pizza am S-Bahnhof Greifswalder Straße

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Chinapfanne Goldbroiler Pizza, Imbiss, Prenzlauer Berg

Dieser Imbiss ohne Namen am S-Bahnhof Greifswalder Straße bietet Chinapfanne, Hähnchen sowie Pizza an und – kann nichts von allem. Die Chinapfanne besteht – wie fast schon zu erwarten war – aus dem leider mittlerweile üblichen völlig verkochten Gemüse nebst Nudeln in reichlich Fett und Glutamat und gebärdet sich so als braungetönte kulinarische Apokalypse im Wok.

Die Pizza ist bereits vorgebacken, wird nur in den Ofen geschoben und mutiert in der Folge knäckebrotartig im Teig und breiig im Belag. Man bäckt hier sogar den Rucola mit, was ihn zu einem kümmerlichen (Un-)Kraut zusammenschmelzen lässt; geschmackloser Käse – es ist in der Tat Analogkäse (s.u.) – rundet die Zumutung an der Oberfläche ab. Trotz zu Beginn durchaus ansprechender optischer Reize bleibt die Pizza geschmacklos und fad – ein kulinarischer One Night Stand sozusagen.
Eine unglaubliche Leistung ist es nicht zuletzt, das halbe Hähnchen (hier anbiedernd Goldbroiler genannt) innen auszutrocknen und zugleich die Haut fettig und wabbelig zu halten. Irgendwas hat man da nicht verstanden, das ist exakt das genaue Gegenteil von einem gut gemachten Hähnchen wie man es zum Beispiel beim „Gaumenschmaus“ vor dem Rewe in der Ostseestraße bekommt, welches außen kross und innen saftig zu sein hat. Auch ein Huhn hat solch eine Behandlung nicht verdient, ich finde es eine Respektlosigkeit vor dem Tier.

So offenbart zuletzt das Fehlen eines Namens für dieses kulinarische Terrorcamp eine Phantasielosigkeit, die sich konsequenterweise in der Auswahl der Speisen und deren Vergewaltigung fortsetzt. Und so schließt sich dann der Kreis.

Fassen wir die Schlagworte mal zusammen: Apokalypse, One Night Stand, Respekt- und Phantasielosigkeit. Mmmh… och nö, ich glaub ich geh da nicht mehr hin, ich hab ja auch alles durch. 😉

Zu meiner Freude hat der Kundenzuspruch nach der Eröffnungsphase deutlich nachgelassen, was beweist, dass man dem Pöbel nicht auf Dauer jeden Mist für einen schmalen Taler unterjubeln kann.

Nachtrag: Mit meiner Meinung stehe ich nicht alleine da, wie ich gerade lesen muss – der Imbiß ist seit Mitte letzten Jahres stolzes Mitglied der Ekelliste des Bezirksamts Pankow, ich darf zitieren:

– Ordnung u. Sauberkeit im gesamten Betrieb zu beanstanden
– unabgedeckte Müllgefäße, verschmutzte Fliesenwände und Rohrleitungen, verschlissene Gitterablagen mit Schimmelablagerungen in den Kühlschränken)
– verschlissene Holzbretter werden benutzt
– im Lagerbereich und im Flur starker fäkaler Geruch; die Fußbodenentwässerungen sind z.T. abgeklebt
– unsaubere Reinigungsgeräte, ungeeigneter Reinigungsgeräteaufbewahrungsbereich
– Umkleidebereich insgesamt unordentlich
– gelagerte Waren in den Kühltischen sind unabgedeckt, unsaubere Filter in den
Lüftungshauben
– Täuschung der Verbraucher: Käseimitat wird als Käse verkauft

Keine Sorge, ich bin ganz gelassen. Was nicht tötet, härtet ab.

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