Netto in den Schönhauser Allee Arcaden

Netto, Supermarkt, Prenzlauer Berg

Howdy, ah da isser, der Plus … ahm … der Netto im Untergeschoß der Schönhauser Allee Arcaden, die letzte Prüfung des Tages.

Los geht´s, vor mir ein enger Gang zwischen Geschirrhandtüchern und matschigem Obst, kaum ein Durchkommen, Rentner links, Prenzlmutter rechts, vor mir Oma mit Omawagen, der Versuch über irgendwelche Obstkästen zu steigen mißlingt, Chaos, der umfallende Obststand, überall Apfelsinen, ich rette mich mit einem Sprung rüber zu den Nüssen, leider hau ich mir meine Nüsse am Ständer für die Obst-Plastiktüten, die man immer nie aufkriegt, an; egal, Flucht durch den engen dunklen Gang rechts mit den Cashews und den Chips – Schikane – Europalette Schoko Bons mitten im Gang! Argh! Rechts vorbei, verdammt, Prenzlmutter von vorne – Blick über die Schulter – Opa und Oma von rücklings, dann eben links an der Schokoschikane – geiles Wort klingt wie Borschtschschikane – vorbei, Hechtsprung mit Anlauf über die Damenfeinstrumpfhosen, einen Bummelstudenten ausbremsend, dieser stößt mit Oma und der rückwärtslaufenden Prenzlmutter und ihren 7 Zwergen zusammen – ich rolle mich ab zum Kühlregal – zack – kralle mir das Actimel und sprinte ad hoc in Richtung Weinecke – Uargh! Blutgrätsche von rechts, noch ein Bummelstudent – ich knalle volle Kanne in eine weißgekleidete Lagerkraft – Massenkarambolage mit sonnenbebrilltem Prenzlpseudohipster und Öko-Dreadlock-Zicke dahinter, seitlich ein rempelnder Penner mit einer Flasche selbigen Glücks in der Hand, das heisst strengenommen jetzt nicht mehr, denn sie fliegt in hohem Bogen auf den Prenzlmutterbuggy zu – ich Roundhouse-Kick und weg, ab durch die Mitte in Richtung Kasse erlege ich nebenher das feuchte Toilettenpapier und verhafte die Zahncreme – fuck – 3 Schikanen Ostermist nebeneinander vor der Kasse – eine Schlange bis tief in die Gänge, kein Durchkommen – Verkehrskollaps total – was jetzt, Rückweg unmöglich wegenweil Massenkarambolage – vorne Stau wie am Brenner im Sommer, Idee! Ich gebe der blonden Kassiererin links einen Wink mit der linken Augenbraue – sie versteht, zwischen dem femininen Grafikdesigner und einer der zweihundert Prenzlmütter hier im Laden schlägt meine Stunde, ich in Zeitlupe werfe der Dame in Blond die erjagten Beute aus der Hüfte zu, schieße im Flug hinterher, währenddessen ihr den Fünfer in den Schoß schmeissend – und ratsch – Scan über den Laser, ich greife die Beute noch im Flug, rolle mich gekonnt ab hinter den femininen Grafikdesigner und verschwinde im Gewusel und Gedusel des Abends. Nahkampf im Prenzlauer Berg – geil, besser als Vollkontakt.

Gruß
Euer Chuck

Ach so, für die letzte Reihe, falls die Message nicht rüberkam: Es ist voll und eng und nervig.