Frittiersalon

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Frittiersalon, Imbiss, Friedrichshain

Krasses Gerät. Der Burger. Also der heißt so. Das dicke Teil. Krasses Gerät eben.
 
Kurz vor Mitternacht, die freundlichsten jungen Frauen der Welt hinter der Theke, die Hütte voller Touristen aus aller Welt, die versuchen, „Krasses Gerät“ radezubrechen und dann doch lieber beim Cheeseburger bleiben, weil man das einfacher aussprechen kann.
 
Ja, bei denen sollte man auch bleiben, bei den Burgern, die sind schwer in Ordnung, alles andere geht nicht und davon schon gar nicht die Pommes: Weich, kalt, oll, labberig brechen sie beim Anschauen auseinander und wachsen wieder zu einem dicken fettigen Klumpen zusammen, den man schneiden muss. Bah.
 
Potenzieren kann man die Katastrophe, wenn man Käsepommes mit Jalapenos bestellt. Hier weicht die blasse, viel zu flüssige und zu übertrieben chemielastige Käsesoße die Pommes zusätzlich auf, die Jalapenos sekundieren das Desaster und matschen gemeinsam einen üblen Mist zusammen, der jeder Beschreibung spottet. Ich habe selten so einen Blödsinn gegessen. Man kann das auch nicht aufessen. Es ist nicht gut und das liegt offensichtlich daran, dass die Pommes in ausladender Menge oberhalb des Grills schon fertig frittiert herumliegen, von wo aus sie offenbar endbearbeitet werden und mit den anderen Zutaten den finalen kulinarischen Untergang einleiten.
 
Gleiches gilt für die Currywurst. Jede Bahnhofsbutze kann das besser, ich habe sogar schon mal in einem Dönerladen eine bessere Currywurst gegessen, wobei ich da schon dachte, das dort der currywurstbedingte Tiefpunkt erreicht war.
 
War er aber nicht. Der ist hier.
 
Aber die Burger sind gut, wirklich gut. Vorschlag zur Güte: Alles andere rausschmeißen, auch die Pommes, die taugen nichts und ihr könnt das nicht. Und dann nur noch Burger machen. Und natürlich die hippen Fritzcola-Produkte drinlassen, ohne die es in Friedrichshain nicht geht.
 
Ja, Burger. Nur. Die könnt ihr nämlich gut. Also bleibt dabei. Leisten. Schuster. Und so.