Obststand Obst & Spargelhof Leue

Obststand Obst & Spargelhof Leue, Mitte

Ich hab’s gewusst, instinktiv hab ich’s schon vorher gewusst, dass ich reinfalle: Die Äpfel sind mehlig, alle, sah man wieder mal nicht von weitem, als ich im Bahnhof Friedrichstraße mal eben ein paar Äpfel mitnehmen wollte und die Wahl auf Braeburn fiel, weil man die noch relativ selten mehlig angedreht bekommt, aber wenn es einen erwischt, dann kann man höchstens noch Apfelmus draus machen und dem Kind mit viel gutem Zureden als gesunden Brei zu den Kartoffelpuffern verticken, aber essen möchte ich in die Teile nicht mehr, weil sie einfach oll sind. Oll, alte Braeburn sind oll, immer.

Und das ärgert mich schon wieder wie so oft, wenn die Äpfel von außen noch halbwegs gut aussehen und dann trotzdem wieder einmal schon leicht angegärt schmecken. Und dann dazu noch so widerlich weich sind. Bah. Und ja, ich weiß, früher nach dem Krieg wäre man froh gewesen, wenn … und überhaupt Afrika … Kartoffelwinter … Bauernkriege … und früher war sowieso mehr Lametta, aber ich mag eben keine mehligen Äpfel und ich würge sie auch dann nicht runter, nur weil es vor 80 Jahren mal einen Krieg gab. Ich esse ja auch keine Baumrinde, nur weil das im schlimmen Winter 1946 eine Spezialität war.

Gerne werden an solchen Orten mit viel Publikumsverkehr, an denen sich der Kunde die Ware nicht selbst aussuchen kann, zudem auch noch diejenigen Äpfel mitreingeschmuggelt, die unbedingt weg müssen, weil sie schon dellig sind und braune Stellen haben und keinen Tag mehr durchhalten würden, weil man den Schmu sonst tatsächlich auch von Weitem sehen würde.

Ich hatte dieses mal drei davon. Drei unbrauchbare innen braune und außen dellige Braeburn-Äpfel. Von fünf. Unbemerkt in meiner Obsttüte gelandet. Toll. Habt ihr mich aber geleimt. Und ab in den Papiercontainer damit.

Komischerweise falle ich öfter bei den kleinen Ständen irgendwelcher dubioser brandenburger Obstbauern rein und eher selten beim Discounter. Dort sind sie meistens frisch, knackig, neu wie aus dem Ei gepellt, kommen dafür aber aus Neuseeland, Papua-Neuguinea oder dem Kometen Hyakutake, also möglichst weit weg, was ich nicht mag, auch wenn ich kein namentanzender Ökohippie im Dachgeschoß bin.

Wohingegen ich mir beim kleinen Obststand, der lokal produziert und eigentlich keine weite Anreise hat, oft, viel zu oft verraten und verkauft, geneppt und abgezogen vorkomme, weil die Ware einfach oll ist.

Wie das logisch zusammengeht, weiß ich nicht. Eigentlich müssten lokale Äpfel frischer sein als die von der anderen Seite der Erdkugel eingeschifften Produkte. Sind sie aber nicht und ich versteh es nicht. Kann man in Brandenburg wirklich nicht kühlen?

Auf ein Wort, Obstnasen, was bringt euch das? Ich komme doch nie wieder zu euch und kaufe Äpfel, wenn ich mich mal geärgert habe, ich bin doch nicht bescheuert. Klar, es gibt massenhaft (touristischen) Durchgangsverkehr hier am Bahnhof Friedrichstraße, die einmal und nie wieder hier was kaufen werden, weil sie eben nur einmal und nie wieder hier sind, aber kann es das wirklich sein? Reicht euch das? Müsst ihr denen, die bei euch kaufen, wirklich zusätzlich zu den eh schon weniger guten mittelalten auch noch die ganz alten, breiigen und mehligen Brösel-Braeburn mit in die Tüte schmuggeln? Damit die endlich weg sind? Mensch, ich, der hier wohne und ab und zu mal umsteige, komm doch nie wieder zu euch und mit mir viele andere, die hier sonst so jeden Tag vorbeirauschen und vielleicht doch mal den einen oder anderen Apfel mitnehmen würden, es aber nicht tun, weil sie sich über den Obsttresen gezogen fühlen.

Ach, was soll’s, geht mir aus der Sonne, eben wieder 2,50 in den Orkus geblasen für nichts und wieder ein weiterer der vielen Obststände dieser Stadt, an denen ich kein Obst mehr kaufen werde.ch hab’s gewusst, instinktiv hab ich’s schon vorher gewusst, dass ich reinfalle: Die Äpfel sind mehlig, alle, sah man wieder mal nicht von weitem, als ich im Bahnhof Friedrichstraße mal eben ein paar Äpfel mitnehmen wollte und die Wahl auf Braeburn fiel, weil man die noch relativ selten mehlig angedreht bekommt, aber wenn es einen erwischt, dann kann man höchstens noch Apfelmus draus machen und dem Kind mit viel gutem Zureden als gesunden Brei zu den Kartoffelpuffern verticken, aber essen möchte ich in die Teile nicht mehr, weil sie einfach oll sind. Oll, alte Braeburn sind oll, immer.

Und das ärgert mich schon wieder wie so oft, wenn die Äpfel von außen noch halbwegs gut aussehen und dann trotzdem wieder einmal schon leicht angegärt schmecken. Und dann dazu noch so widerlich weich sind. Bah. Und ja, ich weiß, früher nach dem Krieg wäre man froh gewesen, wenn … und überhaupt Afrika … Kartoffelwinter … Bauernkriege … und früher war sowieso mehr Lametta, aber ich mag eben keine mehligen Äpfel und ich würge sie auch dann nicht runter, nur weil es vor 80 Jahren mal einen Krieg gab. Ich esse ja auch keine Baumrinde, nur weil das im schlimmen Winter 1946 eine Spezialität war.

Gerne werden an solchen Orten mit viel Publikumsverkehr, an denen sich der Kunde die Ware nicht selbst aussuchen kann, zudem auch noch diejenigen Äpfel mitreingeschmuggelt, die unbedingt weg müssen, weil sie schon dellig sind und braune Stellen haben und keinen Tag mehr durchhalten würden, weil man den Schmu sonst tatsächlich auch von Weitem sehen würde.

Ich hatte dieses mal drei davon. Drei unbrauchbare innen braune und außen dellige Braeburn-Äpfel. Von fünf. Unbemerkt in meiner Obsttüte gelandet. Toll. Habt ihr mich aber geleimt. Und ab in den Papiercontainer damit.

Komischerweise falle ich öfter bei den kleinen Ständen irgendwelcher dubioser brandenburger Obstbauern rein und eher selten beim Discounter. Dort sind sie meistens frisch, knackig, neu wie aus dem Ei gepellt, kommen dafür aber aus Neuseeland, Papua-Neuguinea oder dem Kometen Hyakutake, also möglichst weit weg, was ich nicht mag, auch wenn ich kein namentanzender Ökohippie im Dachgeschoß bin.
Wohingegen ich mir beim kleinen Obststand, der lokal produziert und eigentlich keine weite Anreise hat, oft, viel zu oft verraten und verkauft, geneppt und abgezogen vorkomme, weil die Ware einfach oll ist.

Wie das logisch zusammengeht, weiß ich nicht. Eigentlich müssten lokale Äpfel frischer sein als die von der anderen Seite der Erdkugel eingeschifften Produkte. Sind sie aber nicht und ich versteh es nicht. Kann man in Brandenburg wirklich nicht kühlen?

Auf ein Wort, Obstnasen, was bringt euch das? Ich komme doch nie wieder zu euch und kaufe Äpfel, wenn ich mich mal geärgert habe, ich bin doch nicht bescheuert. Klar, es gibt massenhaft (touristischen) Durchgangsverkehr hier am Bahnhof Friedrichstraße, die einmal und nie wieder hier was kaufen werden, weil sie eben nur einmal und nie wieder hier sind, aber kann es das wirklich sein? Reicht euch das? Müsst ihr denen, die bei euch kaufen, wirklich zusätzlich zu den eh schon weniger guten mittelalten auch noch die ganz alten, breiigen und mehligen Brösel-Braeburn mit in die Tüte schmuggeln? Damit die endlich weg sind? Mensch, ich, der hier wohne und ab und zu mal umsteige, komm doch nie wieder zu euch und mit mir viele andere, die hier sonst so jeden Tag vorbeirauschen und vielleicht doch mal den einen oder anderen Apfel mitnehmen würden, es aber nicht tun, weil sie sich über den Obsttresen gezogen fühlen.

Ach, was soll’s, geht mir aus der Sonne, eben wieder 2,50 in den Orkus geblasen für nichts und wieder ein weiterer der vielen Obststände dieser Stadt, an denen ich kein Obst mehr kaufen werde.