Fatih Servet

Fatih Servet, Döner, Prenzlauer Berg

Der Eingangsbereich der Schönhauser Allee Arcaden ist ein dankbarer Ort für Gastronomen. Hier kann man verbrannte Kekspizza, panierte Formfischreste, Glutamatpfanne zum doppelten Preis und wertlose Anlogkäsestangen anbieten, egal, die Leute stehen Schlange und wollen es haben, völlig egal was es kostet, wieviel Chemie verarbeitet wurde und wie lange man dafür in der Schlange steht. Stark.

Den nächsten freien Stand dort miete ich, verkaufe meine in Oregano-Olivenöl gebadeten, mit billigem Industrie-Roquefort überbackenen Laufsocken und werde stinkreich. Genial.

Und so muss auch Onkel Fatih Servet sich gar nicht groß um das Laufpublikum bemühen, es steht schon da bevor den Hackspieß die Flamme geküsst hat.

Zum Döner muss man keine großen Worte verlieren. Er ist belanglos, hackfleischmäßig eingedeutscht und mit nichtssagenden Industriesoßen gekrönt. Allein das Gemüse ist frisch. Ein Döner wie mittlerweile fast überall – außer in Kreuzberg .