Paules Metal Eck

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Paules Metal Eck, Kneipe, Friedrichshain

Paule ist einer der letzten Konstanten im sich immer wieder häutenden Simon-Dach-Kiez und passt eigentlich gar nicht mehr in diese Zeit. Suff, Proleten, Bierkrüge, harte Mucke, verstunken, verqualmt, kickernde Wodkatrinker, harte Typen.

Und solche, die das sein wollen und dafür lange vor dem Spiegel geübt haben.

Schwer hier keinen Spaß zu haben, gerne die ganze Nacht durch, gerne zu später Stunde mit dem Kopf in Paules Kloschüssel, wenn der Wodka wieder ans Tageslicht will und man sich die Mischung der letzten Stunden nochmal durch den Kopf gehen lässt. Freude kommt auf, die immer wieder hier strandenden Touristen bei dem Versuch zu beobachten, Caipi zu bestellen und sich R’n’B zu wünschen. Drollig.

Bleibt nur die Frage was aus Paule wird, wenn sich demnächst die Gesundheitsfanatiker im Verein mit den bionadesaufenden Gemütlichkeitskillern durchsetzen werden und auch hier bald nicht mehr geraucht werden darf, so dass man sich schon jetzt auf den zarten Duft des neben sich sitzenden schweißnassen Moshers mit seinen seit Äonen nicht mehr gewaschenen Filzzotteln und seiner verkeimtem Jacke, auf der normalerweise sein nasser Hund liegt, freuen darf, gegen die der offene Hosenstall des besoffenen Alkis morgens um 5 in der S-Bahn ein wahrer Duftorgasmus ist und man sich auch als Nichtraucher sehnsüchtig die vielen brennenden Zigaretten und den fehlenden Sauerstoff zurückwünscht, die momentan die Luft von Paules Metal Eck prägen.