Bahlsen Fabrikladen Lichtenberg

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Bahlsen, Fabrikladen, Lichtenberg

Wenn ich denke, dass ich immer noch nicht fett genug bin, muss ich zum Bahlsen Fabrikverkauf. Mampf kaufen, Pick-Up-Keks-Bruch, die meisten davon noch ganz oder es fehlt ne Ecke, ein Kilo-Karton für knapp über 5 Euro, fress, gier, zweite Wahl Butterkekse mit Schokolade für unter einem Euro und ich erkenne noch nicht einmal, was daran zweite Wahl sein soll. Alles was nicht Bruch oder zweite Wahl ist und hier dargeboten wird, kann man sich prinzipiell schenken, das ist bei Lidl nur Cents teurer. Dafür lohnt der Weg nicht. Der Rest ist porno (sagt man noch porno oder schon wieder geil?).
 
Die Verkaufshalle hat einen Charme wie ein Knast oder ein Fliegerhorst der Wehrmacht und die Gegend ist Original Ostberlin 1970, aber wen juckt’s, ich muss ja hier nicht wohnen in dieser Höchststrafe von Industriewohngegend, die schon nach wenigen Sekunden ihre Wirkung in einer mittelschweren Depression entfaltet, so dass man sich vom 15. Stock des nächsten unsanierten Plattenbaus werfen will.
 
Und es ist in der Tat so: Niemals mit Kindern hingehen. Niemals. Kombi oder Van reicht da nicht, Sie werden einen Transporter, ach was sag ich, einen Tieflader brauchen. Doppelachser. Mit Hänger.
 
Oder zwei Öltanks.
 
Mampf mampf. Fett werd. Krümel Krümel. Fress Fress. Mehr joggen müssend. Schwabbel Schwabbel. Kilometerschrubben. Egal. Mehr fressen. Bis mir schlecht ist und ich kein Bock mehr auf den Fresskram habe.
 
Und ein Jahr später bin ich wieder hier. Natürlich. Ich lern ja nichts dazu. Nie.