Zaika

Zaika, Indisch, Prenzlauer Berg

Ein toller Inder in der Wichertstraße. Zurückhaltender, aber immer präsenter und ausgesprochen freundlicher Service, der Kinder mag und ihnen zur Begrüßung freundlich zuwinkt, serviert recht zügig sehr gutes indisches Essen für die, die was damit anfangen können, was bei mir nur maximal ein bis zweimal im Jahr der Fall ist. Aber wenn, dann soll es hier sein, wirklich gut.

Eine Zeitlang wurde das Zajka pankowweit gedisst, weil es ein kurzes Gastspiel auf der Negativliste des Bezirksamts hatte. Das war aber nur kurz und ist vorbei und ich bin keiner, der dem Betrieb eine Sünde ewig nachträgt. Jeder Knastbruder und offenbar jeder Doktorarbeitfälscher bekommt eine zweite Chance, und wenn das so ist, dann hat es ein sympathisches Lokal erst recht verdient.

Probiert und für gut befunden: Vorspeisenplatte, Ente von der Tandoori-Spalte der Karte, Hühnchen, Lamm, Naan zu den Hauptgerichten.

Alles prima, ich habe jedoch noch einen kostenlosen Tipp für euch, liebe Inhaber: Lasst den Eisbergsalat weg, der zu jeder Vorspeise und zu einigen Hauptspeisen kommt. Echt, der reisst es richtig runter. Und was ist das für ein Dressig auf dem Eisbergsalat? Thousand Islands? No go. Um es mal so zu sagen: Eisbergsalat mit Thousand Islands ist quasi der Paria unter den Salaten. Tut man nicht. Eisbergsalat mit Thousand Islands als Beilage ist so 80er wie Leggins, aber im Gegensatz dazu nicht wieder im Kommen sondern definitiv out. Hoffentlich für immer. Lasst das also bitte weg oder macht die Sache mit der Salatbeilage richtig.

Und für potenzielle Gäste habe ich auch noch einen kostenlosen Tipp obendrauf: Scharf heisst hier nicht wie üblich in Deutschland ein bischen Pseudo-Gaumengekitzel, sondern scharf heisst hier richtig scharf. Aua. Also wenn ihr euch das zutraut, dann bitte frisches dampfendes Naan dazu kauen und Lassi hinterherkippen, Wasser hilft da nicht. Guten Appetit.