Tucher

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Tucher, Restaurant, Mitte

Viel Licht und ein wenig Schatten im Theodor Tucher am Brandenburger Tor.

Hier zunächst das Licht:

  • ich aß nun mehrmals sehr gut
  • der Service ist jung, dynamisch, verbindlich und sehr zuvorkommend
  • das Klo ist ungewöhnlich und hat Stil

Und hier der Schatten:

Es ward mir bei einem der Besuche die zweifelhafte Ehre gegeben, Zeuge einer unappetitlichen und mir komplett die Laune verhagelnden Szene werden, zu deren Beginn ein ausländisches Touristenpärchen, das eher nach Backpacker als nach viel Geld aussah, Unterschlupf vor Regen suchte, sich an einen Tisch setzte und pro forma zwei Cola bestellte. Durch die vermutliche Inhaberin (ich vermute dies lediglich aufgrund des im Vergleich zu den anderen Servicekräften auffallend hohen Alters und des unangemessen resoluten Auftretens) wurden diese dann über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten über Sprachbarrieren hinweg immer wieder genötigt, etwas zu Essen zu bestellen oder das Lokal zu verlassen. Der schließlich bestellte Salat wurde etwas später wortlos auf den Tisch geknallt und sofort abkassiert.

Nein, so nicht. Es war einfach entwürdigend, peinlich und schon aufgrund des halbleeren Lokals völlig unverständlich und ich habe mich gefragt, ob die Lage am Brandenburger Tor und die damit verbundene hohe Miete einen solchen Auftritt rechtfertigen, um den Gegenwert eines Salates in die Kasse zu spülen.

Ich finde nein, denn gerade an einem prominenten Platz wie dem Brandenburger Tor ist ein solches Lokal nicht nur die kulinarische sondern auch die gastfreundliche Visitenkarte Deutschlands.

Die des Theodor Tucher war an diesem regnerischen Tag sehr schäbig, dreckig und ganz klein.