Vau

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Vau, Gourmetrestaurant, Mitte

Ach wer bin ich denn, dass ich hier noch Sterne verteilen soll, wo doch schon des Michels Guide dem VAU einen seiner Sterne geschenkt hat. Ich beschränke mich daher ganz auf Eindrücke, die aber auch nie ganz getreu wiedergeben können, wie sich ein perfekter Abend im VAU anfühlt: Rastlose Geister wuseln unsichtbar um mich, den Gast oder eher König, herum, plötzlich ist das Wasserglas wieder voll, die Krümel sind weg und niemand hat bemerkt, welcher Geist das getan hat. Diese Geister sind zurückhaltend freundlich, aber immer da, wenn der Gast damit beginnt einen Wunsch zu denken, um ihm diesen zu erfüllen bevor er ihn zu Ende gedacht hat. Um meine Garderobe hat man sich fast lautlos gekümmert, was ich kaum und erst viel später bewusst registriert habe, ein Taschendieb kann nicht lautloser arbeiten. Serviert wird schulbuchmäßig korrekt, aber mit einer Leichtigkeit und einem einnehmenden Lächeln, von dem selbst ich fast glauben mag dass es echt ist. So er denn gerade nicht im Fernsehen showkocht, steigt Herr Kleeberg himself vom Olymp herab und möchte persönlich wissen, ob es mundet. Seine Kompositionen sind eine ganz eigene Klasse und schmelzen im Mund zu einem abgestimmten Geschmackskunstwerk zusammen, die Weinauswahl wird von qualifizierter Seite dergestalt getroffen, dass sie mit dem jeweiligen Gang geradezu unheimlich perfekt korrespondiert und diesen geschmacklich treffsicher abrundet.

Ach wer bin ich denn, dass ich hier … nun, wenn ich denn schon muss, dann natürlich die vollen 5 Sterne, aber nur weil eine gewisse Dame aus L.E. sonst denkt ich würde nur in ranzigen Imbissbuden essen.

 

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