Makoto

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Makoto, Ramen, Mitte

Ein Laden für Suppen, das klingt schon obskur und allein kraft kulinarischer Ausrichtung zum Sterben verurteilt. In Prenzlauer Berg schossen in den vergangenen Jahren an jedem Winkel irgendwelche zwielichtigen Suppenläden aus dem Boden, aber ich seh da nie jemanden drin, außer dem Besitzer resp. Besitzerin, der und die sich wahrscheinlich jede Minute ihres traurigen Daseins fragen warum in aller Welt sie unbedingt einen Suppenladen und nicht ein Sportgeschäft, einen Puff oder irgendetwas anderes aufgemacht haben, das funktioniert.

Anyway, wenn Suppenläden mich also schon extrem mißtrauisch machen, dann ein Lokal für japanische Suppen – noch dazu in Berlin-Mitte – erst recht.
Nun kenne ich die Udon-Nudeln vom Imaki in Friedrichshain und die sind mal ganz herausragend. Und überhaupt: Meine Güte, ich habe Star Burger überlebt, was soll mich da noch umhauen…?

Soweit die Erwartungen.

Die Vorspeise, überbracht vom dezent freundlichen Personal, bestand aus ganz hervorragenden – leicht gesalzenen – grünen Schoten zum Pulen und frittierten Gyoza, die ganz frisch gemacht sind, was man ihnen deutlich anmerkt – schlicht eine Sensation.

Die Ramen, mit extra unfrittierten Gyoza gepimpt, als Hauptspeise waren die Überraschung, ach was sag ich, der Knaller des Tages (bitte einen Purzelbaum, euphorisch-irres Grinsen und frenetisches Händeklatschen bildlich hinzudenken).

Das Makoto bekommt meinen ganz persönlichen Hauptpreis des Jahres für die größte Überraschung innerhalb desselben.