Himmelspagode

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Himmelspagode, asiatisch, Hohen Neuendorf

So, dann testen wir mal, was der Hype um die Himmelspagode so an Substanz hat.

Die Anreise aus Berlins Innenstadt ist ohne Auto nicht gerade kurz zu nennen, setzt zum Beispiel auch voraus, dass man eine der S-Bahnen nach Hohen Neuendorf erwischt, was momentan ein wenig vom Glück bzw. dem Wetter abhängt.
Für die nicht motorisierten Innenstadtbewohner Berlins kommt dazu, dass der Fussweg vom S-Bahnhof zur Himmelspagode machbar, aber grenzwertig ist. Länger möchte ich für mein Essen ungern laufen, andererseits ist das die Ausrede dafür, ordentlich reinzuhauen, weil man trainiert das ja wieder ab. 

Von weitem sieht man schon die Touri-Busse aus aller Herren und Damen Länder rumstehen, bei unserem Besuch war Osteuropa in Form von Polen klarer Tagessieger. Von weitem sieht man aber auch die beeindruckenende Architektur des Gebäudes – definitiv ein Hingucker.

Völlig klar ist, und da braucht man sich auch keine Ilusionen zu machen, dass das Konzept glasklar auf Touris ausgerichtet ist. Es gibt sogar Parkbuchten für Reisebusse. Nun, das muss nicht zwingend schlecht sein, die Region kann’s auf jeden Fall brauchen.

Die Atmosphäre fand ich jetzt nicht bahnhofshallenmässig, sondern im Gegenteil recht ansprechend und lauschig, vielleicht hatten wir aber auch nur Glück mit den recht ruhigen Touristen.

Der Service war angenehm freundlich und zuvorkommend sowie stets da wenn man ihn braucht. Volle Punktzahl.

An unserem Menü „Peking-Ente“ für 2 Personen war nichts auszusetzen, sehr souverän zubereitet und schmackhaft – alles in allem eine positive Überraschung, ich habe mit Standard-Chinesisch gerechnet. Es war darüber hinaus eine Riesenportion, so dass der Held den Weg zurück zur S-Bahn mehr rollend als gehend absolvierte.

Okay, wo ist der Haken? Nun denn, es gibt eigentlich nur aus einem Grund keine 5 Punkte: Auch wenn es meinerseits formell nichts auszusetzen gibt, ließ sich so ein routinierter Fließband-Eindruck nie ganz abschütteln. Dieser Ort lädt meines Erachtens nicht dazu ein, noch etwas zu „verhocken“ und länger als bis zum obligatorischen Espresso nach dem Dessert zu bleiben. Das reicht leider nicht ganz für die volle Punktzahl.