Focacceria

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Focacceria, italienisch, Alt-Treptow

Im Imbiss Focacceria zu Treptow, welcher an prominenter Ecke im Haus des CineStar residiert (die Ecke, die von Einheimischen Seuchenecke genannt wird, da dort in den letzten 3 Jahren 5 Läden ihr Glück gesucht und nicht gefunden haben), kennt man bei der Pasta hauptsächlich nur eine Soßenzutat: Sahne.

Gewürze in jeder Form, banale wie raffinierte, verschmäht man hier konsequent, womit man eine gewisse Form von kulinarischem Corporate Design erreicht, auf deutsch: Alles schmeckt gleich, vollkommen unabhängig davon, ob man Gorgonzola-Schinken, Carbonara oder Pilz-Käse-Pasta bestellt.

Einzig tomatige Pastavarianten bestechen tatsächlich durch – man glaubt es nicht – leichte tomatige Einflüsse, sowohl in der Farbe als auch ansatzweise geschmacklich, können aber ebenso nicht überzeugen.

Ansonsten schmeckt man den Hauptbestandteil Sahne stets überdeutlich heraus, welcher sich wie Mehltau schwer über das Gericht legt, so dass sich ein sich unmittelbar einstellendes Übervöllegefühl auch noch die nächsten Stunden wacker hält, was der Arbeitgeber des hier zu Mittag Essenden durch dessen Leistungsverweigerung am Nachmittag spürt.
Aber auch noch gegen Abend hat man noch seine helle Freude am Sahnefeeling nach dem Aufstoßen.

Die darüber hinaus angebotene Focaccia ist belanglos und überhaupt nicht der Rede wert, genauso wie der lahme Service, der trotz mittlerweile ausbleibendem Kundenandrang nicht den Ansatz von Arbeitsmotivation erkennen lässt.

So fällt das Urteil kurz und knackig aus:

Es geht zwar noch schlechter, aber es lohnt nicht.