Konnopke

img_20190112_1018435920942477237525644.jpg

Konnopke, Imbiss, Prenzlauer Berg

Konnopke – der Schmelztiegel Prenzlauer Bergs. Im Sprachgewirr zwischen Bayerisch, Rheinländisch, Esperanto und japanisch gefärbtem Englisch steht auch der Berliner Bauarbeiter als einsamer Nicht-Tourist an der metrokulturellen Schlange und wartet auf das darmlose „Currymenürotweiß“.

Nach einem qualitätsmäßigen Einbruch vor einigen Jahren hat sich das Konnopke meines Erachtens wieder gefangen, wobei leider immer noch nicht das Niveau eines Curry 36 erreicht wird. Die Wurst ist solide, die Soße ist solide, die Pommes sind solide. Wer die Wurst allerdings unbedingt mit Darm möchte, begebe sich bitte rüber in die Selbständige politische Einheit Westberlin und er begebe sich bitte direkt dort hin, gehe nicht über Los und ziehe keine 4.000 Westmark ein.

Die Arbeitsabläufe bei der Zubereitung sind im Vierer-Team derart abgestimmt, dass die Wartezeit trotz obligatorischer Schlange nicht unzumutbar lang ist. Das ist auch schon alles, was mir an einer Currybude primär wichtig ist. Ich erwarte nicht, dass man mir zusätzlich zur Wurst noch Zucker in den Arsch bläst, es reicht wenn dieser in der gar nicht mal üblen Wurstsoße drin ist.
Hingehen – bestellen – bezahlen – weg – gut so, wir sind ja hier auch nicht im VAU.

Ich möchte daher eine ausgleichende Position in den Reihen der hier versammelten Hyper und der Miesmacher einnehmen und rufe aus: Es gibt bessere, aber auch weitaus schlechtere Currywurstpommes in Berlin.